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    <Abstract>Um die Abh&#228;ngigkeit der Gleichgewicht zwischen verschiedenen anorganischen Substanzen im Blutserum und dem Zentralnervensystem kennen zu lernen, hat Verf. bei den Hunden die quantitative Bestimmung von K, Ca, Na Cl und anorganisches Phosphor im Blutserum nach dem Stich in verschiedene Grosshirnregionen ausgef&#252;hrt. Der Schluss lautet wie folgt: 1. Die Stichversuche an dem verl&#228;ngerten Mark, der Br&#252;cke, dem Mittelhirn, der Grosshirnrinde und der subkortikalen weissen Substanz haben keine bemerkenswerten Ver&#228;nderungen der genannten anorganischen Substanzen im Serum zur Folge gehabt. 2. Der Stich in den Aussenkern des Thalamus l&#246;st Vermehrung der Kaliummenge und Verminderung des Calciums in Serum aus, beim Stich in den Innenkern kommt es &#252;berdies zur Zunahme des anorganischen Phosphors. 3. In meinem Experiment liess sich beim Stich in den Thalamus keine Ver&#228;nderung des Cl und Na-gehaltes des Blutserums nachweisen. 4. Die oben erw&#228;hnten Ver&#228;nderungen treten 24 Stunden nach dem Stiche am ausgepr&#228;gsten zum Vorschein, und nach 48-72 Stunden wird allm&#228;hlich der normale Zustand wiederhergestellt.
Von diesen Resultaten, es geht jedenfalls fest, dass in den Thalamus optici oder genauer in den Nuclei interni und externi Zentren vorhanden sind, die das Gleichgewichts der anorganischen Substanzen des Blutsermus regurieren und deren L&#228;sioninfolge von Zerst&#246;rung oder Reiz-eine zeitweilige Abnahme des Ca herbeif&#252;hrt, die von einer Zunahme des K (bei L&#228;sion des Nucl. ext.) oder einer gleichzeitigen Zunahme des K und P (bei L&#228;sion des Nucl. int.) begleitet wind.</Abstract>
    <CoiStatement>No potential conflict of interest relevant to this article was reported.</CoiStatement>
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    <Abstract>Der Verfasser hat schon eine genaue Untersuchung &#252;ber die Wirkungen des Hypophysenvorderlappens, der menschlichen Plazenta und des Schwangerschaftsharns auf die m&#228;nnlichen und weiblichen Geschlechtsorgane angestellt.
Um diese Untersuchung zu ergnzen hat er einige weitere Versuche an nichtkastrierten und kastrierten jungen Ratten von ca. 50-70 g K&#246;rpergewicht gemacht. Es wurde subcutan injiziert 1. der kochende, 2. der nicht kochende Schwangerschaftsharn allein oder mit der Hypophysenvorderlappenemulsion, und zwar t&#228;glich 2 mal (morgens und abends). Einmalige Injektionsharnmenge betrug 0.25 cc. Daraus ergibtsich folgendes: 1. Die gleichzeitige Injektion des Schwangerschaftsharns mit der Hypophysenvorderlappenemulsion hemmt nicht das Auftreten der Schwagerschaftsver&#228;nderung. welche infolge der alleinigen Injektion der Schwangerschaftsharns zum Vorschein kommt. 2. Wenn man der nichtkastrierten Ratte das kochende Schwangerschaftsharn und die Hypophysenvorderlappenemulsion injiziert, so tritt die Schwangerschaftsver&#228;nderung des Uterus und der Vagina in die Erscheinung wie nach der alleinigen Injektion des Schwangerschaftsharns. 3. Durch Injektion des kochenden Schwangerschaftsharns an der nichtkastrierten Ratte kann man eine Brunstver&#228;nderung auftreten lassen, welche solange dauert, als die Injektionsbehandelung fortgesetzt wird. 4. Wenn man der kastrierten Ratte den kochenden Schwangerschaftsharn und die Hypophysenvorderlappenemulsion oder nur den kochenden subcutan injiziert, so tritt ein Oestrumstadium auf, das 3-5 Tage lang dauert, um dann zum Postoestrumzustand &#252;berzugehen.
Daher h&#228;lt der Verfasser f&#252;r wahrscheinlich, dass das Ovarium beim Fortbestehen der Brunstzeit eine Rolle spielt. 5. Nach Ergebnissen des Verfassers unterliegt es keinem Zweifel, dass aus den hypertrophyschen Zellen der Theca interna des Corpus luteum ein Hormon sich produziert, das gegen das Ovarialhormon antagonisch wirkt, indem es auf die Brunstver&#228;nderung hemmend wirkt, aber auch mit dem Ovarialhormon mitwirkend die Schwangerschaftsver&#228;nderung hervorruft. 6. Daraus ist es ersichtlich, dass ein funktioneller Antagonismus zwischen den Thecazellen und den Granulosazellen besteht, da das Ovarialhormon aus den Granulosazellen produziert wird.</Abstract>
    <CoiStatement>No potential conflict of interest relevant to this article was reported.</CoiStatement>
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    <Abstract>Diese Untersuchungen stellte der Verfasser bei Kaninchen an und bekam folgende Resultate: 1. Infolge der Adrenalininjektion verengern sich die Blutgef&#228;sse der Niere, wobei die Nierenepithelzellen anschwellen und locker werden, was darauf zur&#252;ckzuziehen ist, dass das Blutplasma aus den Blutkapillaren ausfliesst und in die Epithelzellen eindringt. Dabei tritt der Golgische Apparat in den Hintergrund, w&#228;hrend die Mitochondrien sich entwickeln. 2. Im Fall der Atropininjektion schwankt die Ver&#228;nderung je nach der Dosis des Mittels. Eine kleine Menge (0.7cc von 0.01% iger L&#246;sung pro kg K&#246;rpergewicht) l&#228;sst die Blutkapillaren in der Niere im allgemeinen verengern und die Epithelzellen aufquellen, wobei der Golgische Apparat eine R&#252;ckbildung zeigt, w&#228;hrend die Mitochondrien in die Augen springen. Dagegen veranlasst eine gr&#246;ssere Menge (3cc der genannten L&#246;sung pro kg K&#246;rpergewicht) eine Erweiterung der Blutkapillaren und eine Verdichtung der Epithelzellen, wobei eine Entwickelung des Golgischen Apparates und eine Verminderung der Mitochondrien zu sehen sind. 3. Im Fall der Injektion von Pilocarpin gibt eine kleine Dosis (0.7cc von 0.2% iger L&#246;sung pro kg K&#246;rpergewicht) einer Erweiterung der Blutkapillaren der Niere und einer Verdichtung der Nierenepithelzellen Anlass, w&#228;hrend eine gr&#246;ssere Menge (3cc der genannten L&#246;sung) eine Verengerung der Blutkapillaren und eine Aufquelluug der Epithelzellen zur Folge hat. Mit der Verdichtung der Epithelzellen zeigt der Golgische Apparat eine gute Entwickelung, w&#228;hrend die Mitochondrien einer. Verminderung anheimfallen. Das umgekehrte gilt f&#252;r den Fall, wo die Epithelzellen locker werden. 4. Im Fall der Chols&#228;ureinjektion werden die Nierenepithelzellen locker und zwar um so mehr, je gr&#246;sser die Dosis ist. Der Golgische Apparat und die Mitochondrien verhalten sich je nach der Dosis verschieden, doch sieht man meistens eine gute Entwickelung des Apparates und eine R&#252;ckbildung der Mitochondrien.</Abstract>
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    <Abstract>Die Frage, ob die Harnorgane des Embryos der S&#228;ugetiere w&#228;hrend embryonaler Zeit eine Ausscheidungsfunktion macht, wurde bisher von vielen Autoren bestritten. Ich wies durch die Vitalf&#228;rbung des Embryos nach, dass sowohl die Urniere als such die Nachniere schon im Anfangsstadium der Entwicklung diese Funktion besitzt. Was die Ausscheidungsfunktion der Niere bei erwachsenen Tieren anbelangt, so ist sie von verschiedenen Seiten aus, besonders seit der Entdeckung der Vitalf&#228;rbung eingehend studiert, so scheint sie jetzt fast ausgearbeitet worden zu sein. Jedoch ist die wesentliche Frage, welche Partie der Niere sich an der Ausscheidungsfunktion beteiligt, eingehend gesagt, ob sie im Glomerulus oder in der Bowmannschen Kapsel oder in den gewundenen Harnkan&#228;lchen liegt, je nach den Autoren heute noch verschieden bestritten. Daher ist es in diesem Gebiet interessant, bei Urniere, welche der erwachsenen Niere &#228;hnlich ist und eine einfache Struktur besitzt, ihre Farbstoffaufnahme und - Ausscheidung zeitlich zu verfolgen. Die Resultate sind die folgenden: 1) Zum ersten Mal tritt der Karminfarbstoff in der H&#246;hle des Ausgangspunktes des Tubulus secretorius in Erscheinung, von dessen Epithelzellen zum ersten Male aufgespeichert werden. 2) Die Funktion der Karminaufnahme und - Ausscheidung erscheint im fr&#252;hesten Stadium im Ausgangspunkt des Tubulus secretorius. Von diesem Punkt aus breitet sich sie einerseits in den entgegengese tzten Pol der Bowmannschen Kapsel, andererseits in den peripheren Teilen des Tubulus secretorius allm&#228;hlich aus. 3) In der Urniere wird die Funktion der Farbstoffausscbeidung von den beiden Zellen, d. h. von den Epithelzellen des Ausgangspunktes des Tubulus secretrius und von den Epithelzellen des Gromerulus und der Bowmannschen Kapsel gemacht. 4) Es ist wahrscheinlich, das in der Urniere das Sekretionsprodukt gegen die peripheren Teile in gewissen Grad str&#246;mt. Daher ist zu vermuten, dass das Auftreten der Farbstoffgranulae in den Epithelzellen des Tubulus secretorius nicht auf den Vorgang der Farbstoffausscheidung, sondern viel mehr auf die Resorption des in Tubulush&#246;hle ausgeschiedenen Farbstoffes zu beruhen ist.</Abstract>
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    <Abstract>Seit der Entdeckung der Vitalf&#228;rbung sind das Gebiet, welches mit bisheriger einfacher morphologischer Untersuchung niemals zug&#228;nglich war, ge&#246;ffnet worden und viele wertvolle Entdeckungen nacheinander erschienen. Bei den Embryonen gibt es heute aber wegen einer Unpermeabilit&#228;t der Plazenta gegen Farbstoff und einer schwachen Widerstandf&#228;higkeit der Embryonen noch keine zufriedenstellende Untersuchung der Vitalf&#228;rbung. Nach verschiedenen M&#252;he habe ich eine Methode, mit welcher man verh&#228;ltnism&#228;ssig einfach, sogar in solchem Fr&#252;hstadium der Schwangerschaft, wie in 9-10 Tagen, Vitalf&#228;rbung durchf&#252;hren kann, aufgefunden. Ich injizierte die Farbstoffl&#246;sung, nachdem ich nach der Laparotomie schwangerer Kaninchen von der Aussenseite des Uterus aus 0.3-0.2cm oberhalb der Ansatzstelle der Plazenta die Injektionsnadel horizontal einf&#252;hrte, um die Plazenta nicht zu verletzen. Durch dieses Verfahren wird die Farbstoffl&#246;sung von der embryonalgef&#228;ssreichen foetalen Fl&#228;che der Plazenta aus resorbiert und sie gelangt durch den embryonalen Kreislauf hindurch ins Embryonalgewebe. Mit dieser Methode geht die Farbstoffl&#246;sung ins Foetus langsam &#252;ber, wordurch der Foetus nur einen geringen Reiz erleidet, infolgedessen wird der Todesprozentsatz geringer. Dsehalb kann man dadurch einen zufriedenstellenden Erfolg erzielen.</Abstract>
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    <Abstract>1. Jedes der zum Versuch verwendeten, verschiedenen Krampfgifte hat beim Kaninchen eine, wenn auch nicht eindeutige, so doch gewisse Wirkung sowohl auf die Gerinnbarkeit des Blutes als such auf die Retraktilit&#228;t des Blutkuchens. Bei subkutaner Darreichung wirkt Pikrotoxin in kleineren bis gr&#246;sseren Dosen (0.1-0.3mg.) auf die Gerinnbarkeit und die Retraktilit&#228;t ebenfalls hemmend. Santosol (Santoninsaures Natrium) &#252;bt in kleineren Dosen (0.01g.) zwar eine leicht f&#246;rdernde Wirkung, aber in gr&#246;sseren meistens eine hemmende Wirkung auf die beiden aus. Strychinin (0.05-0.5mg.) und Codein (0.005-0.03g.) wirken haupts&#228;chlich f&#246;rdernd, in sehr grossen Dosen aber hemmend. Thebain (0.001-0.005g.) und Coffein (0.01-0.1g.) wirken auf die Gerinnbarkeit des Blutes zuerst f&#246;rdernd, dann aber hemmend, w&#228;hrend sie die Retraktilit&#228;t des Blutkuchens in der Regel hemmen. Antypirin bat in kleineren Dosen bei der Blutgerinnung eine schwache F&#246;rderung, aber in mittleren bis gr&#246;sseren Dosen eine starke Hemmung zur Folge, auf die Retraktilit&#228;t wirkt es jedoch in kleinen wie in grossen Dosen schwach hemmend und in mittleren Dosen (0.2-0.5g.) in der Regel f&#246;rdernd. 2. Direkt dem Blut in vitro zugesetzt wirken die oben genannten Krampfgifte erst in hoher Konzentration auf die Gerinnbarkeit, und zwar in allen F&#228;llen hemmend. Die Grenzkonzentration betr&#228;gt bei Santosol und Thebain 01%, bei Coffein und Antypirin 0.5%, Pikrotoxin, Strychinin und Codein sind auch in 0.5% noch unwirksam. Die direkte Wirkung dieser Stoffe auf das Blut ist also viel schw&#228;cher und von anderer Art als ihre resorbtive Wirkung. 3. Unter diesen Krampfgiften geht bei Pikrotoxin und Santonin (Santosol), Strychinin und Codein die Wirkung auf die Gerinnungszeit und auf die Retraktilit&#228;t etwa parallel, w&#228;hrend bei Thebain, Coffein und Antypirin dies nicht der Fall ist. 4. Es gibt zwei verschiedene Wirkungstypen der Krampfgifte hinsichtlich der Wirkung sowohl auf die Gerinnbarkeit des Blutes als auch auf die Retraktilit&#228;t des Blutkuchens. Sie stimmen interessanter Weise mit denjenigen &#252;berein, die Autoren betreffs des Wirkungsmechanismus oder des.Angriffsortes der Krampfgifte augenommen haben. Pikrotoxin und Santonin, welche haupts&#228;chlich prim&#228;r das Krampfzentrum augreifen, wirken auf diese beiden Prozesse in der Regel hemmend, Strychinin und Codein, welche durch Steigerung der Reflexerregbarkeit des R&#252;ckenmarkes zum Krampf f&#252;hren, wirken dagegen f&#246;rdernd. Die 3 &#252;brigen Stoffe stehen hinsichtlich ihres Wirkungstypus zwischen den 2 obigen Gruppen.</Abstract>
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    <Abstract>In den vorigen Mitteilungen (I. bis III.) hat Verfasser die Organspezifizit&#228;t der Hodenantigene insbesondere die Iso- und Auto-immunk&#246;rperbildung derselben behandelt und die Quelle der Spezifizit&#228;t der Hodenantigene in den Spermazellen nachgewiesen. Diesmal hat er weiter die Iso- und Auto-antik&#246;rperbildung mit dem Sperma selbst untersucht, wobei er durch Pr&#228;zipitinreaktion, Komplementbindungsreaktion, Agglutinationsreaktion und Spermatoxinversuche die Antik&#246;rperbildung sicher nachgewiesen hat. 1) Das Versuchskaninchen, das f&#252;r die Autoantik&#246;rperbildung durch Sperma ben&#252;tzt wurde, wird m&#246;glichst ebenso wie bei dem vorigen Versuch f&#252;r Autohodenantik&#246;rperbildung behandelt, indem es in R&#252;ckenlage gefesselt wird, die Hoden auf einer oder beiden Seiten und der Kopf der Nebenhoden, ausser dem Schwanz der letzteren, operiert ausgeschnitten werden und der zur&#252;ckgelassene Schwanz gleich mittels Nadelhalter stark gequetscht und in der Bauchh&#246;hle angestellt wird. 3 oder 4 Tage nach diesem operativen Eingriff wurde der Antik&#246;rper f&#252;r Sperma im Blut schwach nachweisbar und die positive Pr&#228;zipitinreaktion dauerte 1-2 Wochen lang (Pr&#228;zipitintiter 1:4-8, Bindungszone der Antigene 1:400-800). 2) Bei der Immunisierung eines Kaninchens mit Kaninchenspermaf&#228;den wurde der Isoantik&#246;rper gebildet; das Sperma wurde dabei aus dem Schwanz des Kaninchennebenhodens angesammelt und aufbewahrt, 0.05g (ungef&#228;hr aus 5 Kaninchen angesammelt) dieser getrockneten Antigene intraven&#246;s &#252;ber 5-10 mal injiziert und 7 Tage nach der letzten Injektion das Blut untersucht. Dieser Isoantik&#246;rper wurde durch Pr&#228;zipitinreaktion oder Komplementbindungsreaktion positiv nachgewiesen (1:8 oder 1:16). 3) Die Auto- und Iso-immun-Kaninchensera dieser Spermaf&#228;den wirken auf die lebenden Kaninchenspermaf&#228;den toxisch ein, weil diese Sera die Bewegung des Spermafadens 3-5 Stunden fr&#252;her als die normalen Kaninchensera zum Stillstand bringen; dabei wurde diese Wirkung durch Inaktivierung des Immunserums herabgesetzt. 4) Diese Antispermasera zeigen daneben eine agglutinierende Wirkung auf die lebenden Kaninchenspermaf&#228;den, wirken aber viel schw&#228;cher auf abgestorbene Spermaf&#228;den.</Abstract>
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    <Abstract>Zum Zweck der Beseitigung der Gruppenreaktion wurde von verschiedenen Autoren die Abs&#228;ttigungsmethode in vivo und in vitro angewandt, leider wurde jedoch kein &#252;bereinstimmendes Ergebnis erzielt. Der Referent immunisierte ein Kaninchen mit Rinderserum und bestimmte den Pr&#228;zipitinwert nach der Antigenverd&#252;nnungsmethode von Uhlenhuth und nach der Immunserumverd&#252;nnungsmethode unseres Instituts. Das Antirinderpr&#228;zipitin reagiert sowohl auf Rinderserum als auch Ziegenserum nach beiden Bestimmungsmethoden. Nach Abs&#228;ttigung mit Partialantigen (Ziegenserum) verhielt sich das Immunserum in Bezug auf Spezifit&#228;t durch zugesetzte Antigenmenge oder nach der Bestimmungsmethode des Pr&#228;zipitins wie folgt: 1) Das hoch immunisierte Antirinderserum des Kaninchens reagierte nach der Antigenverd&#252;nnungsmethode oft in gleicher Weise auf Rinderserum und auf Ziegenserum. 2) Nach Abs&#228;ttigung mit Ziegenserum zeigte die Reaktion des Abgussserums auf beide Antigensera nach der Bestimmungsmethode einen grossen Unterschied. a) Nach der Uhlenhuth'sche Methode. Durch Zusatz von Partialantigen wurde das Abgussserum bedeutend spezifisch, weil die Reagierbarkeit auf Partialantigene stark vermindert wird, w&#228;hrend sie f&#252;r Hauptantigen ganz unver&#228;ndert bleibt. Nach grossen Mengen von Antigenzusatz wurde die Reaktion f&#252;r Hauptantigen zuerst schw&#228;cher und dabei verschwand nahezu die Reaktion auf Partialantigen. b) Nach der Antik&#246;rperverd&#252;nnungsmethode ist es ganz anders, weil durch Abs&#228;ttigung mit Partialantigen die Partialpr&#228;zipitine allm&#228;hlich vermindern.
Dabei wird auch durch das Partialantigen das spezifische Pr&#228;zipitin absorbiert und der Verminderungsgrad geht parallel mit dem Partialantigenschwuud. Deswegen wird durch Abs&#228;ttigung mit Partialantigen die Spezifit&#228;t etwas verst&#228;rkt, aber nicht so stark wie bei der Antigenverd&#252;nnungsmethode, genuines Serum (2:1): Abgussserum (4:1). 3) Diese Abweichung vom Resultat wird durch zur&#252;ckbleibendes Antigen erkl&#228;rt, weil nach Abs&#228;ttigung Antigen im Abgussserum verbleibt und diesel Antigen spielt bei der Antigenverd&#252;nnungsmethode eine grosse Rolle in der Reaktion. Es ist bemerkbar, dass durch Verd&#252;nnung des Abgusses die Reaktion auf Partialantigene wieder auftritt, weil das koordinierte Antigen dadurch auch verd&#252;nnt wird. 4) Bei der Abs&#228;ttigung mit dem Serumpulver zeigt sich die Spezifit&#228;t des Immunserums im allgemeinen h&#246;her als mit dem urspr&#252;nglichen fl&#252;ssigen Serum. 5) Die Abs&#228;ttigung in vivo wird so angestellt, dass dem Immunkaninchen nach Antigeninjektion (Partialantigen) von Zeit zu Zeit das Blut entnommen wird, wobei die Pr&#228;zipitinreaktion nach beiden Methodea gepr&#252;ft wird. Dabei ist die Resultat ungef&#228;hr wie bei Abs&#228;ttigung in vitro. Sofort nach Abs&#228;ttigung wird das Serum stark spezifisch nach der Uhleuhuth'schen Methode. Nach Verd&#252;nnungsmethode ist diese Erscheinung nicht so stark und es werden auch beide Pr&#228;zipitine vermindert. Die Spezifit&#228;t erreicht in 24 Stunden das Maximum und wird allm&#228;blich zugleich mit der Antik&#246;rperbildung wieder vermindert.</Abstract>
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    <Abstract>Mir begegnete in unserer Klinik ein 39 j&#228;hriger Mann, dessen Krankheit durch 5 Monate lange klinische Beobachtung und auf Grund der Sektionsbefunde als progressives Lymphogranulom diagnostziert wurde. Man bemerkte an der exetirpierten oberfl&#228;chlichen vergr&#246;serten Lymphdr&#252;se ein Gram positiver Kokken und konnte durch genaue bacteriologische Untersuchung mit Sicherheit nachweisen, dass er durch, diese Kokken infiziert worden war. Weiter habe ich Kaninchen, Meerschweinchen und Affen mit diesen Kokken geimpft, und konnte feststellen, dass bei diesen Tieren die Lymphdr&#252;se wie bei progressievem Lymphogranulom ver&#228;ndert wurde, und dass diese Kokken in die granulierten Gewebe eingedrungen waren. Auf Grund dieser Befunde kann ich also annehmen, dass diese Kokken der Erreger des progressiven Lymphogranuloms sind, es zum wenigsten bei diesem Kranken waren.</Abstract>
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    <Abstract>Die Riesenzellengeschwulst, die von der Sehnenscheide ausgeht, ist so seltene Erkrankung, dass bis heute dar&#252;ber von niemand in Japan berichtet worden ist. Ich hatte Gelegenheit, einen Fall dieser Art klinisch und histologisch n&#228;her zu untersuchen. Bei einem 20 j&#228;hrigen M&#228;idchen hatte sich eine Geschwulst an der Beugeseite des rechten Daumens ganz allm&#228;hlich innerhalb von 3 Jahren entwickelt. Sie klagte von Anfang an &#252;ber keine Beschwerde. Ich entfernte den Tumor operativ. Die Gr&#246;sse betrug 2.0:1.5:1.5cm. Er war von der Sehnenscheide des Flexor pollicis longus ausgegangen. Bei der histologischen Untersuchung, konnte ich die sogenannten Schaumzellen nicht nachweissen, aber er war im allgemeinen zellreich, und er bestand aus zahlreichen Riesenzellen, und polymorphkernigen Geschwulstzellen sowie aus Pigmentgranula, wie die Eisenreaktion zeigte. Die Zusammensetzuug des Geschwulstgewebes erinnerte an die Struktur der Ostitis fibrosa. Ca. 9 Monate nach der Exstirpation, konnte ich weder R&#252;ckfall noch Metastase nachweisen. Wobei wurde durch Dubosque eine starke Hypercholesterin&#228;mie von 0.34mg% festgestellt. Zu den obigen klinischen und histologischen Befunden, m&#246;ebte ich folgendes zum Schluss hinzuf&#252;gen. 1) Ich halte diesen Tumor f&#252;r klinisch benigne. 2) Mann kann nicht sagen, dass die Schaumzellen ein unentbehrlicbes Element in der Zusammensetzung dieses Tumors sind. 3) Zwischen Hypercholesterin&#228;mie und Schaumzellen besteht es sich um keine bestimmte Beziehung. 4) Die Hypercholesterin&#228;mie ist eine bei dieser Erkrankung h&#228;ufig nachweisbare Erscheinung, jedoch glaube ich nicht, dass sie immer ein prim&#228;r &#228;tiologisches Mement ist. 5) In bezug auf die Natur der Riesenzellen, die von Wustmann f&#252;r verpuffte Gef&#228;ssendothelsprossung gehalten werden, habe ich Gebilde beobachtet, die seiner Theorie widersprechen. Letztere kommt mir sehr zweifelhaft vor.</Abstract>
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    <Abstract>Ausser der wohlbekannten Form der spontanen Kaninchenencephalitis (Form Bull-Kling, Form A Verfassers) konnte Verf. eine neue Krankheitsform (Form B oder Form Okayama Verfassers) feststellen, die folgende Merkmale hat. 1. Sie ist eine spontan auftretende, akute Erkrankung des Kaninchens mit deutlichen klinischen Erscheinungen von L&#228;hmungen, Speichelfluss, Z&#228;hneknirschen usw. 2. Man kann das Virus zerebral sowie korneal &#252;bertragen. Nach einer Inkubation, die zwischen 2 bis 7 Tagen schwankt, erkranken die Tiere mit Fieberanstieg, Erregung, Z&#228;hneknirschen und Kr&#228;mpfen. Gew&#246;hnlich sterben die Tiere innerhalb 4 bis 10 Tage unter dem charakteristischen encephalitischen Symptomenkomplex. 3. Histologisch zeigt die Erkrankung eine akute Meningoencephalitis mit Bevorzugung der Grauensubstanz, wobei die Affektion des ektodermalen Gewebes im Vordergrund steht. 4. Das Virus ist filtrierbar und ultravisibel. Die &#220;bertragung geschieht am g&#252;nstigsten bei der Benutzung der Bouillon, die f&#252;r PH die Werte 7.00 bis 7.309 hat. 5. Das Virus steht in inniger Verwandtschaft mit dem Herpesvirus.</Abstract>
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    <Abstract>Seitdem die Vitalf&#228;rbung als Untersuchungsmethode f&#252;r die sekretorische Funktion der Niere der erwachsenen S&#228;ugetiere eingef&#252;hrt wurde, ist die Untersuchung der Nierenfunktion weit sicherer und eingehender als mit der bisher allgemein angewendeten einfachen morphologischen Methode geworden. Obwohl die Ausscheidungsfunktion der Harnorgane bisher von vielen Autoren untersucht wurde, handelte es sich doch meistens um eine Untersuchung, welche nur von dem morphologischen Standpunkt aus gemacht wurde. Daher gibt es noch keine Arbeiten, bei welchen man Farbstoff oder eine andere Substanz in den Embryo &#252;bergehen liess und den Ausscheidungszustand derselben in die embryonalen Harnorgane systematisch untersuchte. Ebenso wie die Nachniere zeigt auch die Urniere eine Entwicklung, die in folgender Reihe verl&#228;uft: Glomerulus, Bowmannsche Kapsel, Urnierenkan&#228;lchen (Harnkan&#228;lchen) und Wollfscher Gang. Die Urnierenkan&#228;lchen werden weiter in 2 Partien, in Tubulus secretorius und in Tubulus collectivus eingeteilt. Ob diese Partien Wirklich, wie ihre Namen besagen, an der Ausscheidungsfunktion teilnehmen? Welche Ver&#228;nderung zeigt die sekretorische Funktion der Urniere im Laufe jeder Generation von der Entstehung, in der Entwicklung bis zur Atrophie? Welche Beziehung hat die sekretorishe Funktion zu der Struktur der Epithelzellen der Urnierenkan&#228;lchen? In welchem Zusammenhang steht die Ausscheidungsfunktion der Urniere mit der Entstehung und der Entwicklung der Nachniere? &#220;er diese verschiedenen Fragen und &#252;ber die Entstehung und Entwicklung der Nachniere gibt es heute noch keine entscheidenden Studien. Die urogenitalen Organe entwickeln sich im allgemeinen, indem 3 Generationen, Vorniere, Urniere und Nachniere allm&#228;hlich nacheinander ablaufen. Die Vorniere zeigt jedoch bei S&#228;ugetieren eine so stark unvollst&#228;ndige Entwicklung, dass sie sofort zum Verschwinden kommt, weshalb ich nur bez&#252;glich der Urniere und Nachniere die oben erw&#228;hnten verschiedenen Untersuchungen vornahm. Als Versuchstiere kamen Kaninchen zur Verwendung. Was den Farbstoff anbelangt, so verwendete ich haupts&#228;chlich Lithionkarmin, das ich je nach dem Grad der Entwicklung der Tiers in verschiedenen Prozents&#228;tzen und Mengen injizierte. Was die Injektionsmethode anbelangt, so injizierte ich durch die Aussenwand des Uterus hindurch in eine Partie zwischen Plazenta und Embryo, wo die Nabelschn&#252;rgef&#228;sse verlaufen. 24 Stunden danach extrahierte ich die Embryonen und verwendete these zur Untersuchung. Eingehende Besprechung &#252;ber dieses Verfahren ist in dem Original nachzulesen. Aus meiner Untersuchung ergeben sich die folgenden Resultate: Die Urniere f&#228;ngt am 11. Tage nach der Begattung an den Farbstoff auszuscheiden. Diese Ausscheidung wird immer deutlicher, um am 15. und 16. Tage am deutlichsten zu werden. Vom 17. Tage ab zeigt sie sich allm&#228;hlich schw&#228;cher, vom 20. Tage ab schw&#228;cht sie sich pl&#246;tzlich stark ab, um schliesslich am 24. Tage &#252;berhaupt nicht mehr zu Tage zu treten. Die Farbstoffausscheidung der Nachniere beginnt erst am 16. Tage und wird um so deutlicher, je weiter die Schwangerschaft fortschreitet. Die Abwechselung der Ausscheidung der Urniere und Nachniere geht sehr fein vor sich. Es wurde als Tatsache anerkannt, dass die Urniere nichts anderes ist als ein vorbereitendes Organ bis zu der Entwicklung der Ausscheidungsfunktion der Nachniere, wie bis jetzt die verschiedenen Autoren auch vermuteten. Ausserdem zeigen die vitale Farbstoffaufspeicherung und der Ausscheidungszustand des Farbstoffes der Urniere und Nachniere je nach dem Entwicklungsgrad dieser Organe eine eigentliche Verschiedenheit; die Zahl, Gr&#246;sse, Konzentration, der Farbenton und die Lage der in die Dr&#252;senepithelzellen aufgenommeneu Farbstoffgranulae und die Gr&#246;sse, Menge, Konzentration und Lage der in den Kan&#228;lchen ausgeschiedenen Farbstoffsedimente haben spezifische Eigenschaften. Indem ich den Zustand der Farbstoffaufspeicherung und-ausscheidung im Vergleich zu den bisherigen morphologischen Befunden systematisch beobachtete, besch&#228;ftigte ich mich mit der Ausscheidungsfunktion der urogenitalen Organe der S&#228;ugetiere.</Abstract>
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    <Abstract>Bei Kaninchen injizierte der Verfasser eine 2% ige L&#246;sung von Chininhydrochlorid oder eine 0.01% ige L&#246;sung von Strychninnitrat in die Ohrvene sehr langsam, bis die betreffenden Tiere starben, um dann ihre Herzmuskelfasern zu untersuchen. Daraus ergibt sich Folgendes: Im Falle von Chinin werden die Herzmuskelfasern dichter und etwas schmaler, indem das Sarkoplasma sich stark vermindert, w&#228;hrend die Fibrillen etwas anschwellen, wobei die Sarkoplasmasepten zwischen den Fibrillenb&#252;ndelchen sich aus dem Gesicht verlieren. Die Spaltr&#228;ume zwischen den Muskelfasern treten etwas in den Vordergrund. Durch Strychinin werden die Herzmuskelfasern mehr oder weniger dichter, indem das Sarkoplasma sich etwas vermindert. Doch ist die Ver&#228;nderung sehr geringf&#252;gig, so dass die Sarkoplasmasepten zwischen den Fibrillenb&#252;ndelchen gut erkennbar bleiben im Gegensatz zum Falle von Chinin.</Abstract>
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    <Abstract>Verfaser erbrachte eine weitere Best&#228;tigung daf&#252;r, dass die elektrische Ladung der Blutk&#246;rper die Senkungsgeschwindigkeit der roten Blutk&#246;rperchen nicht beeinflusst. Die Resultate sind folgende: 1) Die Blutproben, welche sehr verschiedens Senkungsgeschwindigkeiten der roten Blutk&#246;rperchen zeigen, k&#246;nnen die gleiche Kataphoresegeschwindigkeit haben. Die vom Verfasser an den untr&#228;chtigen und tr&#228;chtigen H&#252;ndinnen beobachteten Erscheinungen galten f&#252;r alle F&#228;lle. 2) Die verschiedene elektrische Ladung (durch den Zusatz von FeCl3im weiten Umfang variierbar) der Blutk&#246;rperchen beeinflusst nicht die Senkungsgeschwindigkeit der K&#246;rperchen.</Abstract>
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