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    <Abstract>Auf den Blutdruck des Hundes und Kaninchens wirkt das Adrenalon in kleinen Dosen (0.1-0.4 mg pro Kilo Hunde, 0.1-2.0 mg pro Kilo Kaninchen, intraven&#246;s) senkend, in gr&#246;sseren dagegen steigernd, w&#228;hrend das Adrenalin und Tyramin nur Drucksteigerung hervorruft. Die Wirkung des Tetra's auf den Blutdruck ist nur dadurch von der des Tyramins verschieden, dass es am Kaninchen in etwas gesteigerten Dosen umgekehrt Blutdrucksenkung bedingt. Nach Injektion von geeigneten Dosen Frgotoxin zeigt das Adrenalon in sonst auf den Blutdruck steigernd wirkenden Dosen bei beiden Tieren immer deutlich eine umgekehrte Wirkung, w&#228;hrend beim Adrenalin diese Erscheinung nicht am Kaninchen, wohl aber am Hunde beobachtet wird. Die Umkehrung der Wirkung wird beim Tyramin auch nur am Hunde und nur zuweilen konstatiert, w&#228;hrend sie beim Tetra nicht mehr nachweisbar ist. Am Ohr, an der Milz und Niere des Kaninchens und am Rinderbein bedingt das Adrenalon eine starke Gef&#228;ssverengerung, welche, wie beim Adrenalin, in der Erregung der sympathischen Vasokonstriktoren ihre Ursache findet und welche der von dem letzteren bewirkten nur in der Intensit&#228;t unterlegen ist. An den Froschschenkelgef&#228;ssen ist jedoch seine konstriktorische Wirkung &#228;usserst schwach; sie tritt sogar zuweilen gar nicht auf. Und die Wirkung setzt nicht st&#228;rker ein, auch wean die Giftkonzentration &#252;ber einen bestimmten Wert zunimmt. Nach Adrenalon wird die Adrenalinwirkung in hohem Grade abgeschw&#228;cht, was wohl auf die L&#228;hmung des Angriffsortes des letzteren hinzuweisen scheint. Auf die Kranzgef&#228;ssstreifen des Rindes wirkt das Adrenalon im Gegensatz zu Adrenalin, wenn auch schwach, kontrahierend, w&#228;hrend bei den Druchstr&#246;. mungsversuchen am Kaninchenherzen die beiden Substanzen keine besondere Wirkung verursachen. Diese Wirkung ist auf die Erregung des Gef&#228;ssmuskels selbst zur&#252;ckzuf&#252;hren, da sie durch Atropin nicht beeinflusst wird. Ferner zeigt an den Lungengef&#228;ssen des Rindes das Adrenalon &#252;berall Kontraktion, w&#228;hrend das Adrenalin an den Streifen einzelner Gebiete Erschaffung hervorruft. Das Tyramin unterscheidet sich vom dem Adrenalon in der Wirkungsweise nur dadurch, dass es an der Kaninchenmilz und am Froschschenkel im Gegensatz zu letzterem haupts&#228;chlich eine dilatierende Wirkung zeigt. Ausserdem ist f&#252;r das Tyramin charakteristisch, dass seine sympathikotrope Wirkung viel schw&#228;cher ist als die des Adrenalons und Adrenalins, w&#228;hrend es in der Wirkung auf die Muskeln die beiden letzteren &#252;bertrifft. Wie der Versuch am Froschschenkel und Kaninchenohr zeigt, &#252;bt es auch, wie Adrenalon, ja sogar noch st&#228;rker, eine l&#228;hmende Wirkung auf die Vasokonstriktoren aus. Die Wirkung des Tetra's auf die Gef&#228;sse ist der des Tyramins sehr &#228;hnlich, wobei aber die dilatierende W g auf die Milzgef&#228;sse des Kaninchens noch konstanter ist und die Muskel- und vasokonstriktorl&#228;hmende Wirkung st&#228;rker auftritt, als beim Tyramin. Beim isolierten Froschherzen ruft das Adrenalon Beschleunigung der Pulsation und Verst&#228;rkung der Systole hervor, eine Wirkung, die haupts&#228;chlich durch Erregung des Sympathikus bedingt ist. Es wirkt infolgedessen zu der L&#228;hmung durch Chloralhydrat und Chinin antagonistisch, und diese seine Wirkung ist noch st&#228;rker als die des Adrenalins. Aber das Adrenalon zeigt in grossen Dosen eine Muskelwirkung, die in anf&#228;nglicher Erregung und sp&#228;terer L&#228;hmung besteht, die das Herz sohliesslich zu einem halbdiastolischen Stillstand bringt. Beim Tyramin ist die fordernde Wirkung auf dieses Organ viel schw&#228;cher, aber die Muskelwirkung noch deutlicher als die des Adrenalons. Tetra wirkt im Gegensatz dazu auf das Froschherz stets l&#228;hmend; diese Wirkung geht aus von dem Herzmuskel. Der isolierte Kaninchendarm erleidet durch das Adrenalon wie durch das Adrenalin stets eine starke, aber vor&#252;bergehende Hemmung, welche als die Folge der Erregung der Sympathikusenden angesehen wird. Eine gewisse Dosis (0.01-0.03g in 100ccm N&#228;hrl&#246;sung) von Adrenalon scheint ferner wahrscheinlich auch die Sympathikusenden sekund&#228;r zu l&#228;hmen, da nach Einwirkung einer solchen das Adrenalin keine hemmende Wirkung mehr aus&#252;ben kann. An dem durch Adrenalin oder Adrenalon stark gehemmten Darm ruft eine grosse Dosis (0.04-0.06g) von Adrenalon hingegen eine Erregung hervor. Diese Erscheinung beruht nicht auf der Erregung des Vagusende, sondern auf der des Darmmuskels selbst. Die hemmende Wirkung des Tyramins auf den Darm ist viel schw&#228;cher als die des Adrenalons, und wenn die Giftkonzentration einen bestimmten Wert &#252;bersteigt, zeigt es immer im Gegensatz zum Adrenalin oder Adrenalon eine sofortige Erregung, die wenigstens bei hohen Konzentrationen als von Muskel ausgehend aufgefasst wird. Die Wirkung des Tetra's auf den Darm ist fast dieselbe, wobei aber seine sympathische Wirkung nosh schw&#228;cher ist als die des Tyramins. Am Detrusor der isolierten Kaninchenblase ruft das Adrenalon, ebenso wie das Adrenalin, clue deutliche Hemmung sympathischer Netur hervor. Tyramin wirkt hier zwar in kleineren Konzentrationen, wenn auch viel schw&#228;cher als das Adrenalon, auch hemmend, in st&#228;rkeren dagegen erregend. Tetra zeigt stets eine f&#246;rdernde Wirkung. Diese f&#246;rdernden Wirkungen sind auf die Erregung des glatten Muskels selbst zur&#252;ck-zuf&#252;hren. Auf das Trigonum der Kaninchenblase bewirkt das Adrenalon, wie das Adrenalin, in kleinen Dosen Erschlaffung und in gr&#246;sseren Erregung, welch letztere sich aber bei atropinisierten Pr&#228;paraten in Erschlaffung verwandelt. Daraus ergibt sich, ebenso wie beim Adrenalin, dass dieses Gift sowohl die bemmenden als such die f&#246;rdernden Elemente des Sympathikus angreift. In noch h&#246;heren Konzentrationen zeigt das Adrenalon aber eine Wirkung auf die Muskeln. Der Unterschied in der Wirkung des Tyramins und des Adrenalons besteht auch hier nur in der Starke der Sympathikus- und Muskelwirkung. Tetra zeigt an diesem Organ nur erregende Wirkung, die bei niedrigeren Konzentrationen auf der Erregung des Sympathikus, bei h&#246;heren auf der des Muskels selbst beruht. Seine Muskelwirkung ist noch betr&#228;chtlich st&#228;rker als die des Tyramins. Das Adrenalon zeigt am Kaninchenuterus in schw&#228;cheren Konzentrationen im Gegensatz zu Adrenalin eine hemmende, in st&#228;rkeren aber eine erregende Wirkung, die durch Atropin beseitigt werden kann. Die hemmende Wirkung tritt am graviden Uterus bis zu noch h&#246;heren Konzentrationen als am nichtgraviden auf. Bei dem Merschweinchenuterus bewirkt es wie Adrenalin, in den meisten F&#228;llen eine vor&#252;bergehende Hemmung. Alle diese Wirkungen besitzen die Angriffsorte in den hemmenden resp. f&#246;rdernden Sympathikusendigungen. Dazu kommt dem Adrenalon, wie es am Meerschweinchenuterus nachgewiesen wurde, die Wirkung zu, die sympathischen Endigungen gegen Adrenalin unempfindlicn zu machen. Tyramin und Tetra zeigen im Gegensatz zum Adrenalin oder zum Adrenalon sowohl am Kaninchen als- such am Meerschweinchenuterus immer eine erregende Wirkung, welche als haupts&#228;chlich durch die Erregung des Uterusmuskels bedingt aufgefasst wird, da das Atropin keinen Antagonismus darauf aufweist. Auf den Bronchialmuskel wirkt das Adrenalon und Tetra, wie das Adrenalin, hemmend, w&#228;hrend das Tyramin keine Wirkung zeigt. Auf die &#252;berlebende Kaninchenmilz wirkt das Adrenalon und Tyramin, wie Adrenalin, erregend. Tetra wirkt dagegen auf dieses Organ erschlaffend. Kurz, das Adrenalon zeigt eine viel reinere Sympathikuswirkung als das Tyramin, ist aber von Adrenalin vor allem dadurch verschieden, dass es diesem in der Wirkungsintensit&#228;t unterliegt, in der hemmenden Wirkung dagegen das Adrenalin &#252;bertrifft, wie es beim Blutdruck- und Uterusversuche ersichtlich ist, und dass es bei einzelnen Organen eine st&#228;rkere Muskelwirkung aufweist. Beim Tyramin ist im allgemeinen die sympathikotrope Wirkung viel geringer, die Muskelwirkung dagegen viel hervortretender als bei Adrenalin and Adrenalon. Die Wirkung des Tetra's steht der des Tyramins sehr nahe, aber seine Wirkung auf den Sympathikus ist noch schw&#228;cher, w&#228;hrend bei der Muskelwirkung das umgekehrte der Fall ist. Den 3 Aminen ausser dem Adrenalin kommt endlich bei einzelnen Organen die Wirkung zu, den Angriffsort des Adrenalins unempfindlich zu machen.</Abstract>
    <CoiStatement>No potential conflict of interest relevant to this article was reported.</CoiStatement>
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    <Abstract>Die Gramsche Methode (Vergl. diese Zeitschr. Nr. 445) wurde angewandt. Hier wird nur der durchschnittliche Fibringehalt im Blutplasma angegeben. Der normale Wert ist nach Verf. 0.2-0.38%. Die Fibrinmenge vermehrt sich bei entz&#252;ndlichen bzw. bei suppurativen Hautkrankheiten; z. B. bei Eczema acutum 0.44%, bei Impetigo contagiosa 0.49% usw. Bei Syphilis ist der Wert im floriden 2. Stadium eth&#246;ht (0.77%), dagegen im 3. Stadium beinahe normal (0.34%). Bei Lues congenita tarda ist er ebenso normal. Im allgemeinen verh&#228;lt sich die Fibrinmenge nicht parallel mit WaR. Bei behandelter Lepra war der Wert fast normal. Die Fibrinmenge war bei Nephrophthisis (0.52%), bei Cystitis acuta (0.45), bei Epididymitis gonorrhoica u. tuberculosa (0.46-0.52) und bei Peniskrebs (0.61%) erh&#246;ht. Nach der erfolgreichen Operation naht die erh&#246;hte Fibrinmenge allm&#228;hlich der Norm. Bei Urethritis gonorrhoica acuta war der Wert 0.49, bei chronica 0.3%. Die Fibrinmenge im Blutplasma geht nicht immer parallel mit derjenigen im Blut selbst, sondern sind sie vom Volumen der Blutk&#246;rperchen abh&#228;ngig.</Abstract>
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    <Abstract>1. Das Scillaren, Strophanthin sowie Convallamarin zeigt, am isolierten Eskulentenherzen exocardial appliziert, bei allen Konzentrationen vorwiegend eine diastolische Wirkung, die in Abschw&#228;chung der Systole, vollerhaltener Diastole, Verminderung der Pulszahl und zuletzt in einem Stillstand in diastolischen Endstellung besteht. Der Steillstand kommt um so schneller, je st&#228;rker die Giftkonzentration ist. Der diastolische Herzstillstand ist als ein aktiver aufzufassen, welcher auf dem Wege der Erregung der diastolischen Elemente, vermutlich der &#228;usseren Muskelschicht, zustand kommt, da dabei eine exocardiale Einwirkung von Kaliumchlorid von einer bestimmten. Konzentration im stand ist, das Herz wieder zum Schlagen zu bringen und allm&#228;hlich in eine systolische Endstellung &#252;bergehen zu lassen. 2. Die oben genannte diastolische Wirkung des Scillarens wird durch Kombination mit Atropin in keiner Weise beeinflusst. Sie hat also mit einer Erregung der Vaguselemente nichts zu tun. 3. Wenn wir verschiedene Konzentrationen von Scillaren, Strophanthin oder Convallamarin exocardial applizieren, w&#228;hrend bestimmte Konzentrationen derselben Substanzen, die etwa gleiche Wirkungsst&#228;rke zeigen, von der Innenseite wirken, so finden wir, dass die beiden Wirkungen, die diastolische und die systolische, im Antagonismus stehen. Wenn die Konzentration der Aussenseite die der Innenseite in einem bestimmten Masse &#252;berschreitet, so gewinnt die diastolische Wirkung die Oberhand, sodass das Herz eine halb- oder voile diastolische Endstellung nimmt. Diesem diastolischen Stillstand wird auch eine aktive Erregung des diastolischen Apparates zugrunde gelegt, weil das Kaliumchlorid wie beim obigen Falle in gleichem Sinne wirkt, wobei aber bei diesem Falle die diastolischen Wirkungen der beiden L&#246;sungen der Innen- und Aussenseite daf&#252;r teilnehmen. 4. Was das &#220;berwiegen der diastolischen Wirkung &#252;ber die systolische anbetrifft, so ist unter den drel Substanzen das Verh&#228;ltnis der Innen- zu den Aussenkonzentrationen sehr verschieden. Beim Scillaren ist das Verhaltnis wie 1:2, w&#228;hrend es bei den zwei anderen viel kleiner ist, wie beim Strophanthin 2:20-1:18, und beim Convallamarin 2:16-1:15. (Die Zahlen sind mit der Konzentrationseinheit gezeigt, die einen bestimmten Wirkungswert hat, der das Froschherz, endocardial appliziert, in etwa 30 Minuten zum systolischen Stillstand f&#252;hren kann.) Mit anderen Worten: die von der Aussenseite angewendeten Konzentrationen sind im Vergleich zu den von Innen angewendeten beim Scillaren viel kleiner als bei den anderen zwei Substanzen. 5. Wenn wir von einer Seite das Scillaren und von der anderen Seite das Strophanthin oder Convallamarin abwechselnd applizieren so wird das Verh&#228;ltnis der Innen- zu den Aussenkonzentrationen immer gr&#246;sser, als wenn das Strophanthin oder Convallmarin allein angewendet wird, gleichg&#252;ltig, ob das Scillaren von Aussen oder von Innen wirkt. Dies gilt aber besonders, wenn Scillaren von Aussen und das andere von Innen appliziert werden. 6. Auf Grund der oben erhaltenen Tatsachen scheint es mir sehr wahrscheinlich, dass das Scillaren auf den diastolischen Apparat des Herzens viel st&#228;rker erregend wirkt, als die anderen Substanzen der Digitalisgruppe. 7. Die Kontrollversuche, welche mit den Strophanthin- resp. Convallamarinl&#246;sungen, denen Kaliumchlorid in den dem Kaliumgehalt von Scillarenl&#246;sung entsprechenden Mengen zugesetzt war, ergaben ferner beim &#220;berwiegen der diastolischen Wirkung fast das gleiche Konzentrationsverh&#228;ltnis der Innen- zur Aussenl&#246;sung, wie wir es vorher ohne Kaliumzusatz erhielten, ein Beweis daf&#252;r, dass die ausgezeichnete diastolische Wirkung des Scillarens durch seinen Kaliumgehalt nicht nennenswert beeinflusst wird. 8. Endlich stellte ich die gleichen Versuche mit den Strophanthinl&#246;sungen an, deren Viskosit&#228;t durch Beif&#252;gung von Gummi arabici erh&#246;ht war. Es konnte aber kein merkbarer Einfluss der erh&#246;hten Viskosit&#228;t auf das Konzentrationsverh&#228;ltnis nachgewiesen werden. Obwohl nach der Literatur das Scillaren die Viskosit&#228;t der Kolloidl&#246;sungen steigern soil, and ich such dies bei der Gummil&#246;sung in geringem Grade nachgewiesen habe, so scheint es mir doch nach den Resultaten mit der Strophanthingumil&#246;sung sehr unwahrscheinlich zu sein, dass these Eigenschaft des Scillarens f&#252;r seine starke diastolische Wirkung ein wesentlicher Grund sei.</Abstract>
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    <Abstract>Das Vorhandensein der in der Uberschrift bezeichneten Bahn beim Vogel wurde zuerst von Friedlander mit Hilfe der Degenerationsmethode bewiesen. Spater gaben Frenkel und besonders Shimazono diese Bahn ausfuhrlich an, doch in Bezug auf ihren Ursprung lasst es noch viel zu wunschen ubrig. Daher beabsichtigte ich diesen Gegenstand an der Hand sowohl der Marchischen als auch der Nisslschen Degenerationspraparate noch einmal zu einer Prufung zu stellen. Versuch 1.
Bei einem Huhn wurden die Rinden- und Marksubstanz des Kleinhirns mit einer Nadel auf der linken Seite gestochen. Die Verletzungslinie lauft von der dorsolateralen Seiten nach ventromedial und dann die dorsale Wand des Ventriculus cerebelli durchquerend reicht sie bis auf das orale dorsale Ende des kontralateralen medialen Kerns in der Frontalebene, wo der laterale Kern noch nicht vorhanden ist, ohne jedoch den medialen Kern selbst zu beschadigen. Auf beiden Seiten treten die Marchischollen von der Lasionsstelle in die dorsooralen Partien des medialen und lateralen Kerns ein. Ferner bezieht der kaudale Abschnitt des rechten lateralen Kerns schwarze Schollen von der dorsalen und dorsolateralen Seite, zum kleinen Teil aber auch von der dorsomedialen. Diese Degenerationsfasern mussen weiter oralwarts durch die dorsale Wand der Kleinhirnkammer ziehen, denn die letztere ist ausschliesslich an der rechten Seite verletzt und dementsprechend konnen die Degenerationsfasern nur auf derselben Seite gesehen werden. Bei diesem Versuch steigen keine degenerierten Fasern in die Medulla oblongata ab, was beweist, dass die Fasern der kleinhirnspinalen Bahn nicht von der Kleinhirnrinde entspringen. Versuch 2.
Auf der linken Seite wurde vorwiegend der Markkern des Kleinhirnkorpers zerstort, welcher lateral vom oralen Abschnitte des medialen Kerns und welter kaudalwarts an der lateralen Seite des lateralen Kerns liegt. Auch der dorsale Abschnitt des lateralen Kerns ist mitbeschadigt, wahrend der mediale Kern und die Commissura cerebelli inferior ganz intakt bleiben. Eine Anzahl degenerierter Fasern ziehen durch die dorsale Kleinhirnkommissur (Commissura internuclearis Shimazono) zur dorsalen, und dann lateralen Seite des kontralateralen Lateralkerns, um weiter ventrolateralwarts schreitend den lateralen peripherischen Teil der Medulla oblongata zu erreichen. Ein anderer Teil der degenerierten Fasern begiebt sich von der lateralen und ventralen Seite des verletzten Lateralkerns direkt ventrolateralwarts und erreicht die laterale periphere Partie der Medulla oblongata. In dieser Gegend biegen sich sowohl die gekreuzten als auch die ungekreuzten Degenerationsfasern um, und schlagen eine absteigende Richtung ein, u. z. auf demselben Weg mit Tractus spinocerebellaris. Im Ruckenmark ist ihre Fortsetzung hauptsachlich im peripheren Abschnitte des Seitenstranges ventral vom Caput cornu posterioris lokalisiert, zum Teil aber auch in der Markschicht, welche den Kopf des Hinterhorns deckt. Dass diese Fasern bei Versuch 1 nicht degeneriert sind, beruht auf der Lage der Verletzung, welche zu weft oralwarts liegend sie gar nicht antrifft. Versuch 3. Durch den linken Flocculus ging die Nadel zwischen den lateralen Kern und Nucleus bigeminus und zerstorte spinalwarts sowohl den ventralen Teil des ersteren als auch das Grenzgebiet zwischen ihm und dem Deitersschen Kern. Weiter kaudalwarts streif e die Verletzungslinie auch das dorsale Ende des letzteren, um an der Nahe des Nucleus laminaris zu endigen. Bei diesem Versuch treten degenerierte Fasern dem verletzten Lateralkern in erstet Linie in den Deitersschen Kern ein, welcher sie zum Teil direkt von der dorsalen Seite an, zum Teil aber auf dem medialen Umwege erhalt. Ein Tail der degenerierten Fasern zum R&#252;ckenmark zieht durch die Commissura cerebelli dorsalis und umgibt die dorsale und laterale Seite des kontralateralen Lateralkerns, um ventrolateralw&#228;rts die laterale peripherie der Medulla oblongata zu erreichen. Ein anderer Teil von ihnen begiebt sich von der ventralen und lateralen Seite des verletzen Lateralkems direkt ventrolateralw&#228;rts und gelangt zur lateralen Peripherie der Medulla oblongata. Von dieser Gegend steigen die gekreuzten und ungekreuzten Degenerationsfasern nach dem R&#252;ckenmark ab. Ihr ganzer Verlauf ist genau wie bei Versuch 2. Dasselbe gilt auch f&#252;r ihre Lage im R&#252;ckenmark. Ich konnte sie nach unten bis zur mittleren H&#246;he des Brustmarks verfolgen, vermag aber nicht zu sagen, wo sie enden, da ich leider den unteren Teil des R&#252;ckenmarks nicht untersuchte. Versuch 4. Die von der linken Seite durch die Rinden-und Marksubstanz hindurch eingestochene Nadel erreichte an der Medianlinie die Kleinhirnkammer und dann zerst&#246;rte den ventralen Abschnitt des Medialkerns und die Commissura cerebelli inferior auf der gegen&#252;berliegenden Seite. Weiter ging sie durch, die Lingula nach dem kontralateralen Deitersschen Kern, dessen kaudales Ende mitbesch&#228;digt wurde und gelangte endlich durch den Nucleus laminaris hindurch in dorsoventraler Richtung bis zur dorsolateralen Partie der rechten Formatio reticularis. Die degenerierten cerebellospinalen Fasern geh&#246;ren gr&#246;sstentgils zu den aus dem ventralen Teil des Medialkerns stammenden, welche ganz u. gar in der Commissura cerebelli inferior verletzt wurden. Sie begeben sich von der ventromedialen Seite der grauen Kerne des Kleinhirns ventrolateralw&#228;rts (Fig.1 a) und erreichen die laterale periphere Partie der Medulla oblongata, wo sie auf demselben Wege mit dem Tractus spino-cerebellaris nach unten absteigen. Andere degenerierte cerebello-spinale Fasern entstammen dem lateralen Kern des Kleinhirns, und ziehen nach der gegen&#252;berliegenden Seite durch die Commissura cerebella dorsalis s. internuclearis, wo sie durchtrennt wurden. Dann umgeben sie den kontralateralen Lateralkern von der dorsolateralen Seite her und schreiten weiter ventralw&#228;rts, um die laterale Seite des aus dern kontralateralen medialen Kern entspringenden Faserbundels zu erreichen (Fig.1 b). F&#252;r ihren weiteren Verlauf gilt dasselbe was beim 2. u. 3. Versuch gesagt wurde. Versuch 5. Bei einem Huhn wurde des Halsmark auf dem linken Seite mit einer Nadel zerst&#246;rt welche nach Durchtrennung der Haut-und Muskelschicht in der Nackengegend zwsichen den 2 ten und 3 ten Halswirbel gestochen worden war. Die Verletzung greift an einen grossen Teil des Seitenstranges und teilweise auch an das Hinterhorn sowie die mittlere Partie genauer Substanz auf der Operationsseite, w&#228;hrend das Vorderhorn und der Hinterstrang derselben Seite, sowie die andere H&#228;lfte des R&#252;ckenmarks ganz verschont bleiben (Fig. 2). Das Gehirn dieses Tieres wurde nach Nissl untersucht. Der Deitersscbe Kern zeigt auf beiden Seiten eine auffallende Degeneration im Gegensatz zum Nucleus bigeminus welcher keine nennenswerte Ver&#228;nderung aufweist. Auch viele grosse Nervenzellen der Formatio reticularis verfallen beiderseits in eine starke Chromatolyse. Man findet diese Zellen &#252;berall in der Formatio reticularis, aber vorwiegend neben dem ventralen Abschnitte der Raphe. Was die Degeneration der grauen Kerne des Kleinhirns anbetrifft, so ist die Erscheinung sehr schwach, was sich besonders beim Medialkern geltend macht. Wenn man aber ihre Zellen zu einer genauen Pr&#252;fung stellt, so findet man, dass manche von ihnen etwas abweichendes Aussehen von den entsprechenden normalen Zellen der Kontrollpr&#228;parate geben, indem die Nisslschen Schollen leicht gel&#246;st erscheinen, der Zellkern mehr oder weiniger hervorragend und der Zellkontur etwas verschwommen. Dies ist besonders im Lateralkern ziemlich deutlich zu sehen, und zwar auf der Operationsseite finden sich die leicht ver&#228;nderten Zellen haupts&#228;chlich im ventralen und ventmlateralen Teil des Kerns (Fig. 3.), w&#228;hrend auf der anderen Seite sie vorwiegend im dorsolateralen Abschnitt des Kerns lokalisiert sind (Fig. 4). Schluss. Aus den gesagten Befunden ergiebt sich, dass der Tractus cerebellospinalis beim Vogel nicht nur aus den gekreuzten und ungekreuzten Fasern aus den Medialkernen des Kleinhirns, sondern auch aus solchen von den lateralen Kleinhirnkernen besteht. Die gekreuzten der letzteren entspringen haupts&#228;chlich aus dem dorsolateralen Teil des Lateralkerns und gelangen zur anderen Seite auf dem Wege der dorsalen Kleinhirnkommissura. Dann begeben sie sich ventralw&#228;rts, den dorsalen und lateralen Rand des kontralateralen Lateralkerns umgebend, und schliessen sich von der lateralen Seite her dem den Medialkernen entstammenden Faserb&#252;ndel an, und zwar unweit der lateralen Oberfl&#228;che der Medulla oblongata, um mit diesem. B&#252;ndel zusammen spinalw&#228;rts abzusteigen. Die ungekreuzten Fasern aus dem Lateralkern stammen der Hauptsache nach vom ventralen und ventrolateralen Abschnitt des Kerns ab und ziehen teils direkt, teils aber nach einem lateralen Umschweife ventralw&#228;rts. Am lateralen Rand der Medulla oblongata erreichen sie die &#228;ussere Seite des aus den medialen Kernen entspringenden Faserb&#252;ndels, um mit diesem zusammen kaudalw&#228;rts abzusteigen. Im R&#252;ckenmark findet man die genannten gekreuzten und ungekreuzten Fasern aus den Lateralkernen des Kleinhirns vorwiegend im dorsolateralen Teil des Seitenstrangs, zum Teil aber auch in der Markschicht, welche den Kopf des Hinterhorns deckt.</Abstract>
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    <Abstract>Im Jahre 1922 berichteten Dr. Tubogo und Tosaka unserer Klinik 2 Faelle von Tonsillitis hyperkeratosa. Dabei stellten sie nun durch histologische Untersuchung reichliche Knorpel-und Knochengewebe in diesen Gaumenmandeln feat. Sie sehen diese Tatsache nicht als zufaellig an, sondern vermuten, dass diese beiden Veraenderungen gleicher Herkunft waeren, und sind der Meinung, dass bei der Entstehung dieser beiden Veraenderungen die Entzuendung die Hauptrolle spielen muesste, obwohl noch andere individuetle Bedingungen sich daran beteiligen koennten. Nach dieser Miteilung haben wir bisjetzt 3 andere Faelle von Tonsillitis hyperkeratosa bekommen. Aus jedem Falle schaelten wir die Gaumenmandeln in toto aus und durdh histologische Untersuchung in Serienschnitten haben wir immer reichliche Knorpel-und Knochengewebe in jeder Gaumenmandeln nachgewiesen.
Hier erinneren wir uns des Literatur, in der bei der Keratosis pharyngis manchmal das gleichzeitige Vorkommen der Knorpel-und Knochengewebe in den Gaumenmandeln mitgeteilt worden ist. Einerseits gestuetzt auf unsere Erfahrungen und andererseits von den Tatsachen in der Literatur ausgehend, sind wir nun immer mehr zu der Ueberzeugung gekommen, dass die keratotisch veraenderten Gaumenmandeln meistens die Knorpel-und Knochengewebe beherbergen.
Bisher haben sich in Bezug auf die Genese der Keratosis pharyngis 2 Anschauungen gegenuebergestanden; eine ist die Bakterientheorie und die andere schreibt ihre Entstehung einer Entzuendung zu. Aber nach unserer Anschauung, dass sich diese keratotische Veraenderung aus der gleichen Ursache wie die Knorpel-und-Knochenbildung in den Gaumenmandeln bilden, scheint es schwer zu sein, die Bakterientheorie anzunehmen. Auch der Meinung, dass alle Knochen-und Knorpelinseln in der Gaumenmandeln aus der embryologischen Grundlage entstehen, koennen wir nicht beistimmen, sowohl auf Grund des gleichzeitigen Vorkommens der keratotischen Veraenderungen als auch des histologischen Befundes, bei dem wir verschiedene Uebergangsformen zwischen den Knorpel-und Knochengeweben und den sie beherbergenden Bindegeweben sehen koennen. Im Gegenteil, scheint es uns viel richtiger zu sein, als eine gemeinsame Ursache. der beiden Veraenderungen die Entzuendungstheorie anzunehmen, und unser histologischer Befund gibt eine kraeftige Stuetze fuer diese Theorie. Doch koennen wir die Entzuendung nicht als das einzige aetiologischen Moment dieser Processe betrachten, da wir in den weitaus meisten Gaumenmandeln im Entzuendungszustande keine Knorpel-und Knochengewebe finden koennen. So muessen wir fuer ihre Entstehung noch irgend einen unbekannten Faktor annehmen. In solcher Annahme fuehrten wir die quantitative Bestimmung des Serumcarciums nach De Waard aus und stellten fest, dass bei der Keratosis pharyngis dessen Gehalt hoeher ist als bei den normalen Menschen. So sind wir zu folgendem Schluss gekommen:- 1. Wie wir schon vorher vermutet hatten, stellten wir durch histologische Untersuchung immer reichliche Knorpel-und Knochengewebe in allen Gaumenmandln von 3 Faellen der Tonsillitis hyperkeratosa fest. 2. Diese Tatsache soll die Behauptung von Dr. Tubogo und Tosaka unserer Klinik, dass diese beiden Veraenderungen in den Gaumenmandeln nicht als zufaellig betrachten sind, sondern von einer gemeinsamen Ursache herruehren, noch sicherer nachweisen. 3. Mit Tubogo und Tosaka betrachten wir die Entzuendung als diese hauptsaechliche, gemeinsame Ursache, aber ausser der Entzuendung muessen wir fuer diese Entstehung noch andere konstitutionelle Moment annehmen. 4. Unter diesen konstitutionellen Momenten mag der Carciumgehalt des Blutserums eine wichtige Rolle spielen.</Abstract>
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    <Abstract>Es gibt ja wirklich mehrere Mitteilungen &#252;ber den Einfluss der R&#246;ntgenstrahlenwirkung auf Blutzucker, doch sind die Resultaten davon f&#252;r uns noch nicht befriedigend, also wollen wir in erster Linie vorzuziehen, um die noch mehr genauere Blutzuckerschwankungen festzustellen und zwar unsere Untersuchungen erstreckten sich auf nachfolgenden vier Versuchsreihen; 1. Bei der Bestrahlung auf Lebergegend des Kaninchens. 2. Bestrahlung auf Lebergegend des Kaninchens, bei dem durch Adrenalin- oder Traubenzuckerinjektion vorher k&#252;nstlich hyperglyk&#228;misch gemacht worden war. 3. Bestrahlung auf anderen K&#246;rperpartien des Kaninchens als Kontroll. 4. Bestrahlung auf Lebergegend des Hundes und des Menschen. Nach genaueren vergleichenden Forschungen kamen wir zu den folgenden Schl&#252;ssen. 1. Wenn die Leber an Glykogen reich ist, so steigt die H&#246;he des Blutzuckerspiegels in gewissermassen proportionell gem&#228;ss der bestrahlten Dosis auf; der R&#246;ntgenstrahlen wirkt also aufsteigend auf den Blutzucker. 2. Dagegen wirkt es absteigend, wenn die Leber im gewissen Grade an Glykogen &#228;rmer ist und wobei steht der Zuckergehalt umgekehrt zu Bestrahlungsdosis. Dabei ist es bemerkensw&#252;rdig, dass die Wirkung der R&#246;ntgenstrahlen ganz einl&#228;ufig und gering ist. 3. Bei der Bestrahlung auf anderen K&#246;rperpartien des Kaninchens (Unterbauch und oberer Brustteil) konnten wir keine bemerkenswertige Schwankungen des Blutzuckerspiegels konstatieren. 4. Beim gesunden n&#252;chternen Hunde steigt die Menge des Blutzuckers ab. Dabei ist die Ver&#228;nderung um so viel deutlicher und mehr andauernd als beim Kaninchen. 5. Beim Menschen ist es h&#246;chst wahrscheinlich ann&#228;hernd wie beim Hunde.</Abstract>
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