In der vorhergehende Mitteilung hat Verfasser bestätigt, dass die Blockierung mit grösseren Dosen von Tusche-u. Kollargollösung die Funktionen des reticuloendothelialen Systems hemmt undso den Eiweissstoffwechsel im Organismus behindert. In Fortsetzung dieser Versuche wollte Verfasser untersuchen, ob der Peptonshock beim Hund irgend eine bestimmte Beeinflussung des Eiweissstoffwechsels zur Folge hat. Die Versuchsresultate sind folgende: 1) Wenn man dem Hund eine bestimmte Menge von 10% iger Peptonlösung parenteral einspritzt, treten sofort Shockerscheinungen auf; dabei vermehrt sich der Gesamtprotein- u. Gesamtstickstoffgehalt des Serums manchmal etwa 20 Minutenlang nach der Shockauslösung. Verfasser möchte annehmen, dass diese Vermehrung eine Folge der Bluteindickung und des Sauerstoffmangels des Körpers ist. Aber diese Vermehrung ninunt ziemlich schnell ab, und führt zu einer deutlichen Verminderung des Gesamtproteingehaltes des Gesamtstickstoffes, des osmotischen Drucks und des Albumingehaltes des Serums einige Stunde nach der Injektion, und zu einer gleichzeitigen Vermehrung des Globulingehaltes des Serums und des Reststickstoffes des Blutes. Nach diesem Versuch darf man wohl vermuten, dass der Peptonshock die Funktionen des reticuloendothelialen Systems hemmt, und also eine Verhinderung des Eiweisstoffwechsels im Körper wie bei stärkerer Tusche- u. Kollargollblockierung zur Folge hat. Aber diese Schädigung des reticuloendothelialen Systems ist eine vorübergehende. 2) Im ganzen genommen konnte Referent zwischen der Blockierung des reticuloendothelialen Systems mit Tusche oder kollargol, und Peptonshock oder parenteraler Einverleibung einer grösseren Dose von Proteinkörpern eine grosse Ähnlichkeit beobachten.