Bei jungen Kaninchen exstirpierte der Verfasser den ganzen Thymus und tötete die Tiere nach verschiedenen Zeitlauf, um ihre Schilddrüse zu untersuchen. Daraus ergibt sich Folgendes: Nach totaler Exstirpation wird die Entwickelung des Tieres gestört, indem das Körpergewicht sich als beim Kontrolltiere erniedrigt. Nach Exstirpation des Thymus steigert sich zuerst die Funktion der Schilddrüse infolge des Ausfalls der antagonistischen wirkung, indem die Drüsenzellen höher werden und ihre Golgi'scher Apparat sich deutlich entwickelt, was am 3. Tage nach Operation sein Maximum erreicht Später fällt die Schilddrüse allmählich der Rückbildung anheim, weil ihre antagonistische Wirkung gegen den Thymus unnötig wirk. Die Kolloidsubstanz akkumuliert sich im Follikel, der sich infolge dessen nach und nach erweitert, wobei die Drüsenzellen platt gedrückt werden und ihr Golgi'scher Apparat in den Hintergrund tritt.