| ID | 32125 |
| JaLCDOI | |
| FullText URL | |
| Author |
Shirasaka, Masakichi
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| Abstract | Aus dem Gesagten ergibt sich folgendes : 1) Nach Darreichung einer kleinen Menge von KBr kommt beim Kaninchen der Golgische Apparat der Leberzellen in Gestalt sehr zahlreicher feiner stabchen- oder fadenformiger Elemente zum Vorschein. Diese finden sich am dichtesten an den Gallenkapillaren und sind dort besonders fein, sodass man den Eindruck hat, als ob sie in feinere Kornchen zerfallen und in die Gallenkapillaren eindringen. Wenn man aber eine grossere Dosis des Mlittels gebraucht, so nehmen die Kornchen an Zahl ab, an Grbsse aber zu. Dabei ist ihre innige Beziehung zu den Gallenkapillaren nicht mehr erkennbar. Endlich verschwinden sie bei der hochgradigen Beschadigung der Zellfunktion ganz und gar. 2) Die Veranderung des Golgicshen Apparates in den Leberzellen, die durch Darreichung von KJ zustande kommt, stimmt mit dem oben Genannten fast uberein, abgesehen davon, dass hier die Grosse der Kornchen etwas grober ist. 3) Nach Darreichung von KC1 kann man ebenfalls einen fast ahnlichen Befund wie bei den vorigen Failen konstatieren, jedoch sieht man haufig anstatt des Golgischen Apparates eine grosse schwarze Masse, die sicher als Niederschlag anzusehen ist und besonders nach Darreichung einer grossen Menge von KCI auftritt. 4) Nach Darreichung von KN03 stellt sich der Golgsche Apparat in Gestalt von verhaltnismossig grbsseren Kornchen dar, die hauptsah lich in der Nahe der Gallenkapillaren vorhanden sind, wenn man sie auch uberall im ganzen Zelleib findet. 5) Nach Darreichung von Na2S04 verhalt sich der Golgische. Apparat wie irn Falle von KN03. Aus den oben erwahnten verschieclenen Befunden ergibt sich, dass der Golgische Apparat der Leberzellen nach der innerlichen Darreichung verschieclener Salze eine Veranderung erleidet, die vor allem je nach der Dosis des gebrauchten Mittels verschieden ist. Eine starke Beschadigung , der Zellfunktion durch Aufnahme einer grossen Dosis beeinflusst den Golgischen Apparat auf das schwerste, so sehr, dass er endlich vernichtet wird. Auch die Wirkung der genannten Mittel auf den Apparat ist je nach der Art der Salze mehr oder wenibger verschieden. Besonders auffallend ist in dieser Beziehung der Unterschied zwischen Halogen- und anderen Verbindungen. Die ersteren lassen den Golgischen Apparat in feine Kornchen zerfalle,n und in die Gallenkapillaren eindringen, was nach Darreichusg von KN03 oder Na2S04 nicht der Fall ist. Im allgemeinen hat das einwertige Anion die Wirkungg den Zelleib zu lockern, indem es die Dispersitat der Kolloide steigert. Vor allem gilt dies fur Halogenanionen. Was die Verschiebungsgeschwindigkeit und Penetrationskraft dieser Anionen anbelangt, so gibt, es keinen deutlichen Unterschied zwischen Br', J' und Cl', jedoch scheint es, dass Br' in dieser Beziehung den zwei andern etwas voransteht. Die Halogenionen im Blute scheiden sich schnell in die Galle, wobei sie die Gallensekretion befordern. Hisiologisch kann man diese Tatsac.he dufch die oberwahnte Veranderung des Golgischen Apparates in den Leberzellen nachweisen. N'03' u.nd S04" haben nur eine geringe Wanderungsgeschwincligkeit und Eindringung'skraft. S04" entlwasse.rt sogar die Zellen, indem es lange Zeit ausserhalb der Zelle bleibt. Was die Gallensekretion anbelangt, so uben N03' und S04" keinen bedeutenden Einfluss auf sie aus, was auch histologisch durch den Befund des Golgischen Apparates in den Leberzellen nach Darreichung von KN03 oder Na2S04 erkennbar ist. |
| Amo Type | Article
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| Publication Title |
Arbeiten aus der Medizinischen Universität zu Okayama
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| Published Date | 1930-03
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| Volume | volume1
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| Issue | issue4
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| Publisher | Arbeiten aus der Medizinischen Universität zu Okayama
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| Start Page | 484
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| End Page | 495
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| NCID | AA00508452
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| Content Type |
Journal Article
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| language |
German
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| File Version | publisher
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| Refereed |
True
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| NAID |