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    <Abstract>Der Verfasser untersuchte bei dieser Arbeit die Wirkung des sog. Hypophysenvorderlappenhormons im Schwangerschaftsharn und in der Plazenta auf die weiblichen Geschlechtsorgane und vergleicht sie mit der des echten Vorderlappenhormons des Rindes. (Was seine Wirkung auf die m&#228;nnlichen Organe betrifft, so erscheint das Ergebniss in der I. Mitteilung.) Als Versuchstiere kamen haupts&#228;chlich weibliche unreife Ratten von ca. 50 g K&#246;rpergewicht in Gebrauch. Das Ergebniss ist wie folgt. 1. Wenn man dem Versuchatiere 0.25-0.5 cc des Schwangerschaftsharns oder 0.5 cc einer 2 fachen Plazentaemulsion t&#228;glich 2 mal, morgens und abends, wiederholt unter die Haut injiziert, so tritt eine Schwangerschaftsver&#228;nderung der weiblichen Geschlechtsorgane auf, und zwar abnorme Wucherung der Funktionsschicht der Scheide, Verdickung der Muskel- und Schleimhaut des Uterus, Verschwinden der Eosinophilen in diesen H&#228;uten, baumartige Faltenbildung der Uterusschleimhaut u. s. w.. Gleichzeitig sistiert sich die cyklische Ver&#228;nderung des Smears. Dagegen kommt die Brunst wiederholt zum Vorscheine, wenn man eine geringe Menge der genannten Stoffe, d. h. 0.1 cc des Schwangerschaftsharns oder 0.5 cc einer 5 fachen Plazentaemulsion bei jeder Injektion braucht. 2. Auch bei der kastrierten Ratte tritt keine Schwangerschaftsver&#228;nderung, sondern eine durch die Behandlungszeit hindurch bestehende Brunstver&#228;nderung, wenn man dem Tiere 0.1-0.5 cc des Schwangerschaftsharns in gleicher Weise injiziert. Daher unterliegt es keinem Zweifel, dass die Schwangerschaftsver&#228;nderungen auf die Wirkung des sog. Hypophysenvorderlappenhormons zuruckzuf&#252;hren ist. 3. Wenn man der Ratte ein 0.1-0.3 g wiegendes St&#252;ck vom Hypophysenvorderlappen implantiert, so tritt die Brunst binnen 72-96 St. auf, und kommt bei wiederholten Implantationen nach einer Pause von 4-5 Tagen wieder zum Vorscheine. 4. Wenn man der Ratte 0.5 cc einer 5 fachen Rindervorderlappenemulsion subcutan injiziert, u. z. t&#228;glich 2 mal durch 1-10 Tage hindurch, so entwickelt sich im Ovarium eine grosse Anzahl von dem Corpus luteum &#228;hnlichen Gebilden (sog. Luteocorpoiden, Yamasaki), in welchen die Eizellen und die Granulosazellen zur Grunde gehen, w&#228;hrend die Zellen der Thecainterna wuchern. Dabei weisen die Scheide und der Uterus fast keine anatomische und histologische Ver&#228;nderung, indem sie im jugendlichen Zustande bleiben. Beim Gebrauch einer viel verd&#252;nnten (25-50 fachen) Emulsion zeigen die Scheide und der Uterus ebenfalls keine Ver&#228;nderung, w&#228;hrend die Bildung der sog. Luteocorpoide selten u. z. dann nur in geringer Anzahl zum Vorscheine kommt.
5. Wenn man Ratten 0.07-0.14 cc einer 10 fachen Vorderlappenemulsion t&#228;glich 10 mal d. h. tags jede 2te Stunde und nachts jede 3te Stunde, im ganzen 27 mal 3 Tage lang subkutan injiziert, so zeigen die Erfolgsorgane die Brunstver&#228;nderung nach ca. 72 Stunden, wie es beim Implantationsversuche der Fall ist. Aus dem gesagten geht das folgende hervor: a. Das echte Hypophysenvorderlappenhormon, das die weiblichen Geschlechtsorgane zum Zustand der Brunstzeit f&#252;hrt, geht vollst&#228;ndig zur w&#228;sserigen Emulsion &#252;ber. b. Die Verschiedenheit der Ergebnisse zwischen dem Injektions- und Implantationsversuch ist auf den Unterschied der Wirkungsweise des Hypophysenvorderlappenhormons zur&#252;ckzuf&#252;hren, abgesehen von seiner Menge. 6. Das echte Hypophysenvorderlappenhormon sch&#228;digt die Granulosazellen und Eizellen des Follikels und f&#252;hrt den letzteren zur Luteocorpoidbildung, wenn seine grosse Menge auf einmal wirkt, w&#228;hrend der Follikel sich zur Reife entwickelt, wenn seine kleine Menge dauernd wirkt. Gegen das echte Hypophysenvorderlappenhormon ist der Follikel um so empfind-licher, je mehr er entwickelt ist, und die Ei-und Granulosazellen werden von ihm viel leichter angegriffen als die Zellen der Thecaintern und Zwischenzellen. 7. Das Luteocorpoid bildet sich aus dem durch das &#252;berm&#228;ssige echte Hypophysenvorderlappenhormon gesch&#228;digten Follikel, w&#228;hrend das Ovarialhormon mit seiner Bildung nichts zu thun hat. 8. Wahrscheinlich wird das Ovarialhormon aus den Granulosazellen des reifen Follikels produziert. 9. Das sog. Hypophysenvorderlappenhormon im Schwangerschaftsharn und in der Plazenta gibt zur hochgradigen Wucherung der Hodenzwischenzellen und zur starken Anschwellung der Samenblasen beim mannlichen und zur Schwangerschaftsver&#228;nderung beim weiblichen Geschlechte Anlass, wenn es auf einmal in grosser Menge gebraucht wird. Im Gegensatz hierzu sch&#228;digt das echte Hypophysenvorderlappenhormon die Keimdr&#252;sen, wenn seine grosse Menge auf einmal wirkt, wobei die Zwischenzellen der Hoden keine Wucherung, die Samenblasen keine Anschwellung zeigen und der Uterus und die Scheide im jugendlichen Zustande bleiben. Daher ist es unrichtig beide Hormone-das sog. Hypophysenvorderlappenhormon und das echte Hyphpoysenvorderlappenhormon - als identisch zu betrachten und unter dem gemeinsamen Namen Hypophysenvorderlappenhormon zusammenzufassen. Da das sog. Hypophysenvorderlappenhormon sowohl im Schwangerschaftsharn als auch in der Plazenta ganz gleicherweise auf die Geschlechtsorgane bei beiden Geschlechtern wirkt, so ist es wahrscheinlich, dass das Hormon aus der Plazenta und zwar aus dem Cholionzottenepithel stammt. Daher schliesse ich mich Murala an, dieses Hormon als Trophoblasthormon zu bezeichnen, welches ganz anderes als das echte Hypophysenvorderlappenhormon ist. In diesem Sinne ist die Schwangerschaftsdiagnostizierung von Zondek und Aschheim nichts anders als eine Nachweissmethode des Trophoblasthormons.</Abstract>
    <CoiStatement>No potential conflict of interest relevant to this article was reported.</CoiStatement>
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    <Abstract>Strychnin verursacht in kleinen bis gr&#246;sseren Konzentrationen eine Erregung des Uterus, die auf die Reizung des Muskels selbst zur&#252;ckzuf&#252;hren ist. Bei sehr hohen Dosen (0, 04%) tritt dagegen infolge der Muskell&#228;hmung eine hemmende Wirkung auf. Wird der Uterus mit einer bestimmten Konzentration (0, 001-0, 01%) von Strychnin vorbehandelt, so wird die sonst auftretende erregende Wirkung des Adrenalins in eine hemmende umgekehrt. Die durch Adrenalin verursachte Erregung des Uterus wird durch these Dosen Strychnin v&#246;llig beseitigt. Wenn man Strychnin und Adrenalin gleichzeitig wirken l&#228;sst, so sieht man bei kleineren Dosen von Strychnin eine schwache und k&#252;rzer dauernde erregende Wirkung, als wenn man Adrenalin allein wirken l&#228;sst, aber bei Steigerung der Strychnindose tritt. schliesslich keine Erregung mehr auf, sondern eine Umkehrung der Wirkung. An dem mit Strychnin vorbehandelten Uterus bedingt ein wiederholter Zusatz von Adrenalin immer eine umgekehrte Wirkung.
Das Verhalten von Adrenalon zu Strychnin ist fast ebenso wie das von Adrenalin. Bei der Erregung durch Strychnin ruft eine sonst erregend wirkende Dose von Adrenalon eine Hemmung hervor, und die Erregung durch Adrenalon wird durch Strychnin gehemmt. Aber die Wirkung von sehr hohen Dosen Adrenalon, wie 0.1%, kann nicht mit Strychnin umkehren. Ferner zeigt am Strychninuterus die wiederholte Einwirkung von Adrenalon im Gegensatz zum Adrenalin bei der zweiten Einwirkung keine Umkehrung der Wirkung mehr. Die erregende Wirkung des Ephedrins kann auch durch Vor- oder Nachbehandlung mit Strychnin gehemmt und umgekehrt werden. Dabei ist aber eine etwas gr&#246;ssere Dose von Strychnin (0.005-0.01%) erforderlich, als bei Adrenalin und Adrenalon. Zwischen Tyramin oder Tetrahydro-ƒÀ-naphthylamin und Strychnin besteht auch ein &#228;hnliches Verh&#228;ltnis wie bei den vorangehenden Sympathicusgiften. Aber die Umkehrung der Wirkung tritt bei diesen 2 Giften viel undeutlicher und inkonstanter zutage. Strychnin verst&#228;rkt auch in kleinen Dosen, die die Wirkung der genannten Sympathicusgifte nicht umkehren k&#246;nnen, die erregende Wirkung derselben auf den Uterus nicht, sondern schw&#228;cht sie vielmehr ab, obwohl es allein auf diesen erregend wirkt. Aus diesen Resultaten ergibt sich, dass dem Strychnin neben der bekannten erregenden Wirkung auf den glatten Muskel auch die spezifische Wirkung zukommt, die Endigungen der f&#246;rdernden. Sympathicusfasern zu l&#228;hmen. Mit Hilfe dieser Wirkung konnte die Elektivit&#228;t der Sympathicuswirkung einiger Sympathicusgifte und ihre Wirkung auf die hemmenden Sympathicusfasern vergleichend beobachtet werden.</Abstract>
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    <Abstract>Auf den isolierten Kaninchen- und Rattenuterus wirken Hydrastinin und Methylhydrastinin in gleicher Weise kontrahierend. Beim Rattenuterus wird these Wirkung durch die hemmende Wirkung des Adrenalins antagonistisch beeinflusst. Bei den beiden Uteri kann eine Vor- oder Nachbehandlung mit Atropin auf die Wirkung der beiden Gifte keinen Einfluss aus&#252;ben. Auf das Ohrgef&#228;ss des Kaninchens wirken die beiden Gifte in allen Dosen gleichfalls konstriktorisch. Diese Wirkung wird auch durch Atropin weder verhindert noch beseitigt. Auf Grund dieser Resultate ist der Schluss gestattet, dass sich der Angriffspunkt der beiden Gifte bei der Uterus- sowie Gef&#228;sswirkung in dem glatten Muskel selbst befindet. Ein Anhaltspunkt f&#252;r die Annahme, dass bei der Wirkung des Hydrastinins auch der Nervenapparat (Kawashima) oder der Parasympathicus (Nisbikimi) teilnebmen kann, wurde nicht gefunden. Betreffs der Wirkungsst&#228;rke steht Methylhydrastinin bei den beiden Organen etwas hinter dem Hydrastinin zur&#252;ck. Durch die Methylierung b&#252;sst also Hydrastinin in seiner Wirkung ein.</Abstract>
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    <Abstract>Die Frage des Einflusses der Blockierung auf den &#220;bergang des Antik&#246;rpers in die Organe wurde wenig beachtet, w&#228;hrend dieser Einfluss auf die Antik&#246;rperbildung nach Aschoff und Kiyono von vielen Autoren festgestellt worden ist. Daher ging ich an diese Frage in der Weise, dass ich eine Reihe von Versuchstieren (junge Kaninchen oder Meerschweinchen) von vornherein mit Tusche stark oder schwach blockierte, danach passiv das Pr&#228;zipitin, Agglutinin oder H&#228;molysin injizierte, den &#220;bergang dieser Antik&#246;rper in die Organe mit Organextrakt pr&#252;fte und dabei als Kontrolle die Autik&#246;rper menge in den normalen Tieren gleichzeitig untersuchte. Als Matherial verwendete ich eine mit einer physiologischen Kochsalzl&#246;sung 10-fach verd&#252;nnte Tuschel&#246;sung. Bei Kaninchen injizierte ich diese Tuschel&#246;sung, t&#228;glich 1-10 cc, 5 Tage lang und bei Meerschweinchen, t&#228;glich 3 cc, 3 Tage lang. Die so blockierten Kaninchen oder Meerschweinchen wurden nach 24 Stunden passiv immunisiert. Die Resultate sind folgende: Bei den mit einer Tuschel&#246;sung von 5-10 cc blockierten Kaninchen war die Antik&#246;rpermenge geringer als bei den normalen Tieren und bei den mit einer Tuschel&#246;sung von 1-2 cc blockierten Tieren zeigte die Autik&#246;rpermenge keinen grossen Unterschied gegen&#252;ber derjenigen der normalen. Bei den mit einer Tuschel&#246;sung von 3cc 3 Tage lang blockierten Meerschweinchen war die Autik&#246;rpermenge der Organe geringer als bei den normalen Tieren und bei den mit einer Tuschel&#246;sung von 3cc nur einmal blockierten Tieren zeigte sie keinen grossen Unterschied zu derjenigen der normalen. Bei einer starken Blockierung wird n&#228;mlich die Zur&#252;ckhaltung des Antik&#246;rpers in den Organen gehemmt, bei einer sehr schwachen Blockierung ist dagegen eine solche Wirkung kaum zu beobachten. Nach meiner Untersuchung verschwindet diese hemmende Wirkung durch Blockierung wieder nach 10 Tagen. Sodann besch&#228;ftigte ich mich damit, nachzupr&#252;fen, welchen Einfluss die Anaphylaxie bie passiver Immunisierung auf den &#220;bergang des Antik&#246;rpers in die Organe aus&#252;bt. Als Versuchstiere verwendete ich Kaninchen und Meerschweinchen. Zuerst sensibilisierte ich die Tiere mit Rinderserum und injizierte nach der Inkubationszeit (Meerschweinchen 2 Wochen, Kaninchen 4 Wochen) die geringe Menge Antigen. 30 Minuten oder 1 Stunde nach der Reinjektion injizierte ich den Kaninchen H&#228;moagglutinin von H&#252;hnern und den Meerschweinchen Antikolibazillenagglutinin, um 24 Stunden danach die Antik&#246;rpermenge in den verschiedenen Organen zu bestimmen. Die Ergebnisse sind folgende: die Antik&#246;rpermenge war bei diesen F&#228;llen geringer als diejenige in den Organen der normalen Tiere. Ich konnte n&#228;mlich erkennen, dass die Anaphylaxie die Zur&#252;ckhaltung der Antik&#246;rpers in den Organen hemmen kann, und ausserdem, dass die Hemmung mit der St&#228;rke der Anaphylaxie parallel geht. So ist die Antik&#246;rpermenge in den Organen um so geringer, je st&#228;rker die Anaphylaxie ist.</Abstract>
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    <Abstract>&#220;ber das Mengenverh&#228;ltnis des Antik&#246;rpers in den verschiedenen Organextrakten und im Blut der aktiv immunisierten Meerschweinchen und Kaninchen habe ich bereits berichtet. Diesmal besch&#228;ftigte ich mich mit dem Antik&#246;rper bei der passiven Immunisierung. Als Antiserum verwandte ich Antirinderserumpr&#228;zipitin, Antikoliagglutinin, Antih&#252;hneragglutinin und Ziegenh&#228;molysine von Kaninchen. Nach intraven&#246;ser Injektion dieser Sera wurden Organe und Blut zeitlich entnommen, um den Gehalt des Antik&#246;rpers in den Organextrakten und im Blut zu vergleichen. Die Resultate sind die folgenden: a. Die injizierten Antik&#246;rper treten im Blut sofort auf. Nach 1/2-1 Stunden zeigen sie den h&#246;chsten Wert, der bis zu 3 Stunden anh&#228;lt, w&#228;hrend ihre Menge dabei in den verschiedenen Organextrakten desselben Tieres nur 1-12% des Blutes betr&#228;gt. In der Leber tritt der Antik&#246;rper verh&#228;ltnism&#228;ssig fr&#252;h auf und in gr&#246;sserer Menge als in den underen Organen, die hinsichtlich des Auftretens der Antik&#246;rpers in folgender Reihe stehen: Lungen, Knochenmark, Milz und Nieren. b. 6 Stunden nach der passiven Immunisierung beginnt der Antik&#246;rpergehalt im Blut abzunehmen, nach 20 Stunden betr&#228;gt er nur 1/2 des h&#246;chsten Wertes und verschwindet danach allm&#228;hlich von Tag zu Tag immer mehr. 24 Stunden nach der Injektion nimmt die Antik&#246;rpermenge in den Organextrakten verglichen mit der im Blut zu und betr&#228;gt 3-50%. Dabei stehen dieses Mengenverh&#228;ltnis des Pr&#228;zipitingehaltes im Organextrakt und das bei aktiver Immunisierung gleich. Der Antik&#246;rpergehalt ist in der Leber am niedrigsten und nimmt zu in der Reihenfolge: Lungen, Milz, Nieren und Knochenmark. Das Knochenmark enth&#228;lt nach 24 Stunden die gr&#246;sste Menge des Antik&#246;rpers. c. Etwa 1-2 Wochen nach der passiven Immunisierung zeigt der Antik&#246;rpergehalt im Blut 1/30 des h&#246;chsten Wertes, nach 3 Wochen betr&#228;gt er 1/300 und nach 1 Monate kann man den Antik&#246;rper nicht mehr nachweisen. Dabei schwindet auch der Antik&#246;rpergehalt im Organextrakt, jedoch etwas langsamer als der des Blutes. Es ist auch interessant, dass dabei im Knochenmark und in der Milz der Antik&#246;rper am sp&#228;testens nachweisbar ist. d. Dieser Verlauf des Antik&#246;rpers ist analog in verschiedenen Antik&#246;rperarten, wie Bakterienagglutinin, H&#228;moagglutinin, H&#228;molysin und Pr&#228;zipitin; bei letzterem muss man den Wert des Pr&#228;zipitins nach der Verd&#252;nnungsmethode von Immunserum bestimmen und dabei ist die f&#252;r die Reaktion geeignete Antigenmenge (Bindungszone) immer dieselbe, wie Spenderblut, Empf&#228;ngerblut und Organextrakt.</Abstract>
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    <Abstract>Den Einfluss des Mediums mit beigemengtem Rohrzucker auf die Immunreaktion baben bisher nur wenige Autoren systematisch studiert. Ich besch&#228;ftigte mich mit diesem Thema unter Verwendung von isotonischer Rohrzucker- und Kochsalzl&#246;sung und kam zu folgenden Schl&#252;ssen. 1) Die h&#228;molytische Reaktion wird in der Mischung von isotonischer Rohrzueker- und physiologischer Kochsalzl&#246;sung gehemmt oder gef&#246;rdert, je nach dem Mengenverh&#228;ltnis beider L&#246;sungen. Wenn der Gehalt der Rohrzuckerl&#246;sung &#252;ber 3/6 der Mischung betr&#228;gt, so tritt Hemmung ein, wenn ihr Gehalt dagegen 1/3-1/6 der gesamten Menge betr&#228;gt, so wird die Reaktion gef&#246;rdert. Eine Menge darunter &#252;bt keinen Einfluss auf die h&#228;molytische Wirkung aus. 2) Wenn Antigen oder Antik&#246;rper bei der Komplementbindungsreaktion (Komplement ausgenommen) mit isotonischer Rohrzuckerl&#246;sung verd&#252;nnt werden, so wird die Reaktion gef&#246;rdert. Wenn H&#228;molysin oder Blutsuspension mit derselben verd&#252;nnt wird, so wird die h&#228;molytische Kraft gef&#246;rdert. 3) In einem Medium, in welchem die Zuckerl&#246;sung zu 1/3 enthalten ist, werden Pr&#228;zipitation und Agglutination kaum beeinflusst. 4) Das 1/3-1/6 Rohrzuckermedium wirkt auch auf den Komplementtiter f&#246;rdernd (doppelt so viel), und besonders auf das Mittel- und Endst&#252;ck beg&#252;nstigend. Deswegen kann man in diesem Medium die drei Komponenten der isolierten Komplemente noch sch&#228;rfer als in physiologischer Kochsalzl&#246;sung unterscheiden; mit anderen Worten dieses Medium dient als Mass f&#252;r isolierte Komponente noch besser als gew&#246;hnliches Medium. Nach dieser Methode gestaltet sich das Mengenverh&#228;ltnis der 3 Komponenten, wie folgt:
Endst&#252;ck: Mittelst&#252;ck: III. Komponent=1:1:2
Thermostabilteil: Thermolabilteil=2:1 5) Der Grund f&#252;r die F&#246;rderung der h&#228;molytischen Wirkung und der Komplementbindungsreaktion in 1/3 Rohrzuckermedium liegt darin, dass die Bindungskraft und Wirkung des Mittelst&#252;cks und Endst&#252;cks des Komplements vers&#228;rkt werden.</Abstract>
    <CoiStatement>No potential conflict of interest relevant to this article was reported.</CoiStatement>
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    <Abstract>Die Entwicklungsgeschichte der Lungenanlage bei V&#246;geln ist seit langem oft Gegenstand eingehender Untersuchungen gewesen. Trotzdem m&#252;ssen wir zugeben, dass auch heute noch manche Fragen nicht endg&#252;ltig gekl&#228;rt sind. Prof. Shikinami &#252;bertrug uns deshalb die Aufgabe, die ersten und weiteren Entwicklungsstadien der Lungenanlage, besonders die Ver&#228;stelungsprozesse der Stammbronchien bei Columba domestica zuverfolgen. Einerseits sollten wir untersuchen, welche von den in der Literatur verbreiteten Angaben &#252;ber die V&#246;gel &#252;berstimmt seien, andrerseits sollten wir nach M&#246;glichkeit die L&#252;cken ausf&#252;llen, welche unsere Kenntnisse in betreff der Lungenentwicklung noch aufweisen.
Ale Material standen uns Haustaubenembryonen zur Verf&#252;gung. Das Material wurde gr&#246;sstenteils mit Zenkerscher L&#246;sung fixiert. Zur F&#228;rbung wurde Boraxkarmin, zum Einbetten Paraffin gebraucht; das Material wurde zum gr&#246;ssten Teil in quere Serien von 10ƒÊ Dicke geschnitten. Die Wachsplatten- und Gipsmodelle wurden in 100 father Vergr&#246;sserung hergestellt. Die Richtzeichen wurden mittels des Apparates nach Prof. J. Shikinami erfolgreich angebracht. Als Resultat unserer Untersuchungen m&#246;chten wir folgendes hervorheben: 1) Wir finden auch bei der Haustaube, wie bei anderen V&#246;geln, dass die Lunge entdermaler Herkunft ist and paarig als eine Ausst&#252;lpung der ventralen Seitenwand des Vorderdarmkanals entsteht. 2) Der Mutterboden des Respirationsapparates entsteht erst als eine charakteristische, umschriebene Wucherung des primitiven Epithels an der vorderen Kante sowie an den anschliessenden Seitenw&#228;nden des ventralen Darmkanals am Embryo von 6.0 mm (Ursegment 24c26) gr&#246;sster L&#228;nge. 3) Im Verlauf der weiteren Entwicklung entsteht aus der einheitlichen Epithelverdickung an der vorderen Kante des Vorderdarms die Trachea, aus der paarigen seitlichen Epithelverdickung die Lunge. Infolgedessen k&#246;nnen wir am Embryo von 5.8 mm (Ursegment 35) gr&#246;sster L&#228;nge Trachea- und Lungenanlage deutlich wahrnehmen. 4) Tracheaanlage ist vollst&#228;ndig abgesetzt von der Lungenanlage und es entstehen die Entbronchi 1, von der Mitte der erweiterten Stammbronchi als papillenartige Kn&#246;spchen am Embryo von 6.0 mm gr&#246;sster L&#228;nge. 5) Ausser den Entobronchi 1, entstehen 2, 3, und 4, am Embryo von 6.5 mm Nacken-steissl&#228;nge. So bestimmten wir bei den Tauben 4 ausgebildete Entbronchien. 6) Ausser den weiteren Wachstums- und Differenzierungsvorg&#228;ngen der 4 Entbronchien, entstehen Ectobronchi 1, 2, 3, 4 und die Andeutung der Laterobronchi am Embryo von 8.5 mm Nackeusteissl&#228;nge. 7) Wir unterschieden, den kaudalen, transversalen und medialen Ast von Entobronchi 1, den anterolateralen und dorsalen Ast von Entobronchi 2, den kaudalen und ventralen Ast von Entobronchi 3, und vergr&#246;sserte Entobronchi 4, Ectobronchi 1, 2, 3, 4 und Laterobronchi 1, 2, 3 am Embryo von 11.0 mm Scheitel-steissl&#228;nge. 8) Wir sahen komplizierte Ver&#228;stelungszustande des Bronchialbaums traubenartig am Embryo vou 12.5 mm Scheitel-steissl&#228;nge.</Abstract>
    <CoiStatement>No potential conflict of interest relevant to this article was reported.</CoiStatement>
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    <Abstract>Neuerdings wurde von Prof. Dr. Tsuda, Dr. Nishiyama und Dr. Shimizu in unserer Klink sowohl experimentell als auch klinisch festgestellt, dass das Antivirus im therapeutischen Gebiete der Feritonitis eine hervorragende Wirkung besitzt. Was jedoch das Wesen dieser Wirkung anbelangt, so ist es noch nicht klar erkannt worden. Dr. Nishiyama vermutet, dass diese Wirkung des Koliantivirus auf das Spaltungsprodukt der Bouillon durch die Bazillen zur&#252;ckzuf&#252;hren sei. Es gibt auch viele Autoren, welche der Meinung sind, dass der Antivirus keinerlei besondere Substanz, sondern nichts anderes als eine zerst&#246;rte Bazillensubstanz sei. Indessen habe ich die Kolibazillen aus Agarplattenkultur in verschiedener Weise isoliert und die folgenden sechs Arten von k&#252;nstlichen Substanzen, d. i. Kolibazillenvakzin, -vakzinabfluss, -vakzinbodens&#228;tze, -extrakte, -alkoholextrakte und lipoidfreie Bazillenbodens&#228;tze gewonnen.
W&#228;hrend ich mit diesen verschiedenen Substanzen die Wachstumshemmung der Kolibazillen, die Pfeiffersche Erscheinung und den Einfluss auf die peristaltishe Bewegung der isoliert &#252;berlebenden Kaninchendarmr&#246;hre untersuchte, besch&#228;ftigte ich mich mit Frage, in welchem Bestandteile der Bazillenk&#246;rper die Wirkung zu suchen oder ob sie sonst nicht anderes als eine neugebildete Stoffwechselsubstanz der Bazillen sei. Die Resultate sind die folgenden: 1) Obwohl das Koliantivirus eine Wirkung besitzt, wodurch die Entwicklung der Bakterien gehemmt wird, so kann man doch unter den verschiedenen isolierten Kolibazillensubstanzen keine mit solcher Wirkung finden. 2) Bei den Pfeifferschen Peritonealversuchen rufen die von Kolibazillen isolierten Substanzen im Vergleich zu der Kontrolle mit physiologischer Kochsalzl&#246;sung eine st&#228;rkere Vermehrung der Leukozyten und eine Beschleunigung ihrer phagozyt&#228;re Erscheinung hervor, jedoch ist diese Wirkung niclit so auffallend wie diejenige des Antivirus. 3) Das Koliantivirus wirkt auf die Bewegung der exstirpierten Darmr&#246;hre stets bef&#246;rdernd ein und dadurch wird diese deutlich lebhafter gemacht. Dagegen kann man unter den von Kolibazillen isolierten Substanzen keine Substanzen mit solcher Wirkung finden. 4) Auf Grund der Resultate der oben erw&#228;hnten verschiedenen Untersuchungen kann gesagt werden, dass die Wirkung des Koliantivirus nicht in den Bazillensubstanzen selbst zu suchen, sondern dass sie nichts anders als ein Resultat jener Stoffwechselprodukte ist, die mit dem durch Kolibazillen gespalteten Bouilloneiweise eng zusammenh&#228;ngen.</Abstract>
    <CoiStatement>No potential conflict of interest relevant to this article was reported.</CoiStatement>
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    <Abstract>Der Verfasser injizierte cholesterinhaltiges Lanolin oder Lezithin bei Kaninchen t&#228;glich einmal durch mehre Tage hindurch, und untersuchte nach verschiedener Behandlungsdauer die Zellen der Schilddr&#252;se mit Hilfe der Cajalschen Uransilbermethode und der Eosin-H&#228;matoxylin F&#228;rbung. Das Ergebnis ist wie folgt. Bei Lanolinbehandelung werden die Schilddr&#252;senzellen anfangs h&#246;her und dichter, und ihr Golgischer Apparat zeigt eine gute Entwicklung, w&#228;hrend die Kolloidsubstanz in den Follikeln abnimmt. Diese Erscheinung erreicht ihr Maximum am Ende der dritten Woche der Injektionsbehandlung. Von der 4 ten Woche der Behandlung an werden die Zellen aber vielmehr platt und locker und der Apparat tritt in den Hintergrund, w&#228;hrend die Kolloidsubstanz in den Follikeln zunimmt. Gerade umgekehrtes sieht man bei Lezithinbehandlung. Hier im Anfangsstadium der Behandlung werden die Zellen platt und locker, gleichzeitig weist der Apparat eine R&#252;ckbildung auf, im Gegensatz zur Kolloidsubstanz, die an Menge zunimmt. Diese Ver&#228;nderung ist am Ende der 3 ten Woche der Behandlung am deutlichsten zu sehen. Bei weiterer Fortsetzung der Behandlung werden die Zellen aber h&#246;her und dichter, wobei der Apparat sich st&#228;rker entwicklt, w&#228;hrend die Menge der Kolloidsubstanz abnimmt.</Abstract>
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    <Abstract>Verfasser untersuchte in der ersten Linie die normale Struktur der Hypophyse beim Kaninchen, indem er sich teils der Mallory'schen Bindegewebsf&#228;rbung, teils der Cajal'scben Uransilbermethode bediente. Die Zellen des Vorderlappens lassen sich in 7 Typen einteilen, w&#228;hrend man in der Pars intermedia nur 4 Typen Zellen unterscheiden kann. Doch entstehen diese verschiedenen Typen nur aus der Phasendifferenz des Sekretionsvorgangs, indem eine und dieselbe Zelle entweder im Vorderlappen oder in der Pars intermedia je nach der Sekretbildungsstufe verschiedenes Aussehen zeigt. Im Vorderlappen kommen ganz Sekretleere Zellen als die des 1. Typus zum Vorschein, wahrend mit sekretgef&#252;llte Zellen die des 5. u. 6. Typus Ausmachen. Der Inbalt der letzteren zeichnet sich dadurch aus, Bass er sich mit S&#228;urefuchsin intensiv f&#228;rbt und einen starken Glanz hat. Diese Substanz ist auch im Blutgef&#228;sse in der Nahe der betreffenden Zellen zu sehen, sogar sieht man h&#228;ufig, dass sie in Form eines Fortsatzes eine Zelle mit dem Gef&#228;ss verbindet. Zellen, die ihre Sekretmasse grosstenteils entleert haben, aber noch einen kleinen Rest enthalten, gelten als die des 7. Typus, welcbe nach vollst&#228;diger Entleerung ihres Sekretes wieder zu den Zellen des 1. Typus zur&#252;ekkehren. Der Zellleib der letzteren besteht nur aus einer schmalen Plasmazone, die unf&#228;rbbare K&#246;rnchen enth&#228;lt. Auch der Kern f&#228;rbt sich nur schwach. Diese Zellen sind im normalen Zustand am zahlreichsten vorhanden. Bei Sekretbildung vergr&#246;sseren sich diese Zellen in erster Linie, und ihre K&#246;rnchen f&#228;rben sich gut mit Anilinblau, w&#228;hrend die Kerne Chromatinreich werden. So ver&#228;nderte Zellen stellen die des 2. u. 3. Typus, die aber viel sp&#228;rlicher vorhanden sind. Die K&#246;rnchen dieser Zellen l&#252;sen sich auf und b&#252;ssen die F&#228;rbbarkeit ein, so dass Zellen mit einem homogenen, unf&#228;rbbaren Zellleib als die des 4. Typus ent-stehen. Die weitere Umwandelung dieser Zellen bilden die Zellen des 5. und dann des 6. Typus. Die Zellen des 5.-7. Typus sind im allgemeinen gr&#246;sser als die des 1.-4. Typus und enthalten meistens einen gr&#246;sseren und deutlichen Apparat, der vom Kern getrennt vorhanden zu sein pflegt im Gegensatz zu den Zellen des 1.-4. Typus, wo der Apparat meistens am Kern anliegt. Die Zellen der Pars intermedia sind von verschiedener Gr&#246;sse, u. z. die des 1. Typus sind am kleinsten, w&#228;hrend die des 3. u. 4. Typus sich gut entwickeln. Ihr Zellleib f&#228;rbt sich blau im Malloryscher Pr&#228;parat mit Ausnahme der 3. Zellen, die unf&#228;rbbares Cytoplasma haben. Aus these Verschiedenheiten sind, scheint es, von der Phasendifferenz der Zellfunktion abh&#228;ngig. Der Golgische Apparat in den Zellen der Pars intermedia sind im allgemeinen gut entwickelt.
Nach der Kastration zeigen die Pars intermedia und der hintere Lappen fast keine nennenswerte Ver&#228;nderung, w&#228;hrend der Vorderlappen einer deutlichen Umwandelung unterwerfen ist. Nach der Operation sieht der Vorderlappen eine Zeitlang ungef&#228;hr big sum 15. Tage etwas eingeschrumpft aus, indem die Zellen des 5. u. 6. Typus vial sp&#228;r-licher werden, um den kleineren Zellen des 1.-3. Typus Platz zu machen. Zu dieser Zeit ist auch der Golgische Apparat in den Vorderlappenzellen im allgemeinen kleiner und undeutlicher, und inzwischen f&#228;llt das K&#246;rpergewicht einer geringen Verminderung anheim. Bald aber zeigt der Vorderlappen eine gute Entwickelung und eine Funktionssteigerung, sodass die gr&#246;sseren Zellen des 5. u. 6. Typus in den Vordergrund steten, und ihr gutentwickelter Apparat deutlich in den Augen springt. Gleichzeigtig nimmt das K&#246;rpergewicht etwas zu. Dieser Befund erreicht schon am 30. Tage nach Operation fast sein Maximum, um im weiteren Verlauf der Zeit nur eine kleine Schwankung zu zeigen. Aus dieser Tatsache ist der Verfasser zur &#220;berzeugung gekommen, dass der Vorderlappen der Hypophyse eine vikarierende Funktion f&#252;r den Hoden hat.</Abstract>
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    <Abstract>An isolierten glattmuskeligen Organen, wie D&#228;nndarm und Blase vom Kaninchen und Bronchialmuskel vom Rind einerseits, und Uterus und Ohrgef&#228;ss vom Kaninchen andrerseits, wurden Kombiuationsversuche mit verschiedenen Dosen von Adrenalin und Cocain angestellt. 1) Die Kombination von je der H&#228;lfte der wirksamen Minimaldosen oder von je einer unterschwelligen Dose der beiden Gifte &#252;bt bei allen Organen fast keine Wirkung aus. Es zeigt sich dabei keine Herabsetzung der Wirkungsschwelle des einzelnen Giftes. 2) Beim Zusammenwirken von unterschwelligen Dosen des einen Partners und wirksamen Dosen des anderen bemerkt man entweder keine oder eine nur geringe Verst&#228;rkung der Wirkung. 3) Bei der Kombination von wirksamen Dosen der beiden Gifte bei den Organen, bei welchen der Sympathicus hemmend innerviert, gestaltet sich die Wirkung wie folgt: Am Bronchialmuskel sieht man eine Wirkungsst&#228;rke, die etwa einer Summation entspricht, an der Blase wird bald auch eine Summation bald ein Antagonismus der Wirkung beobachtet, je nach dem das Cocain an sich hemmend oder erregend wirkt, am D&#252;nndarm kommt immer eine verst&#228;rkte Hemmung zum Vorschein, gleichg&#252;ltig, ob das Cocain an sich eine Erregung oder Hemmung bewirkt; im ersteren Falle findet also eine Umkehrung der Cocainwirkung statt. 4) An den Organen, bei welchen der Sympathicus f&#246;rdernd wirkt, wie Uterus und Ohrgef&#228;ss, zeigt die Kombination von wirksamen Dosen der beiden Gifte meistens etwa eine Addition der Wirkungsst&#228;rken, w&#228;hrend manchmal dabei eine ziemlich verst&#228;rkte Wirkung beobachtet wird. Bei hohen Dosen Cocain wirkt diesel auf die Wirkung des Adrenalins antagonistisch und hemmt sie, weil das erstere den Muskel l&#228;hmt. 5) Aus diesen Resultaten ergibt sich, dass Adrenalin und Cocain bei der Kombination von zwei unterschwelligen Dosen oder bei den F&#228;llen, in denen ein Partner in unterschwelligen Dosen angewandt wird, keine deutlicbe Addition der Wirkung zeigen, dass sie aber beim Zusammenwirken von zwei wirksamen Dosen prinzipiell eine Addition der Wirkung zu resultieren scheinen. Ein sicherer Beweis f&#252;r die Potenzierung wurde nicht erzielt. BezNglich des Zusammenhanges l&#228;sst sich kaum unterschiden, ob die betreffenden Organe durch den Sympathicus bemmend oder erregend innerviert sind. Nur sei dabei bemerkt, dass Cocain an den Organen, die durch den Sympathicus hemmend innerviert sind, auf die Adrenalinwirkung entweder antagonistisch wirkt oder seine Wirkung durch die letztere umgekehrt wird, wenn es an und f&#252;r sich eine erregende Wirkung aus&#252;bt. An den Organen ferner, bei denen der Sympathicus eine Erregung hervorruft, wirkt Cocain in hohen Dosen auf die Adrenalinwirkung hemmend.</Abstract>
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    <Abstract>1. Die steigernde bzw. erniedrigende Wirkung des Adrenalins bzw. des Adrenalons auf den Blutdruck des Kaninchens ist bei der Applikation in die Mesenterialvene schw&#228;cher als bei der in die Femoralvene. Dabei nimmt die Wirkungsintensit&#228;t des Adrenalins bis auf 1/10 ab, w&#228;hrend die Wirkung des Adrenalons nur bis auf 1/3 abgeschw&#228;cht wird. 2. Bei der k&#252;nstlichen Durchstr&#246;mung der frisch herausgenommenen Kaninchenund Kr&#246;tenleber mit adrenalin- und adrenalonhaltiger Ringerl&#246;sung von der Pfortader aus stellt sich die Verlustmenge der beiden Stoffe in der ausfliessenden Fl&#252;ssigkeit nach Folin, wie folgt: Bei der Kaninchenleber, bei der Durchstr&#246;mung mit 0.2 mg Adrenalin 59%, mit 0.5 mg Adrenalin 38%, mit 0.2 mg Adrenalon 43% und mit 0.5 mg Adrenalon 27%. Bei der Kr&#246;tenleber, bei der Durchstr&#246;mung mit 0.02 mg Adrenalin 32%, mit 0.05 mg Adrenalin 17%, mit 0.02 mg Adrenalon 38% und mit 0.05 mg Adrenalon 14%. 3. Nach der pharmakologischen Bestimmung des Adrenaline am Froschschenkelpr&#228;parat von Trendelenburg und des Adrenalons am Rattenuterus vom Verfasser ist der Grad des Verlustes w&#228;hrend der Durchstr&#246;mung der Kaninchenleber viel gr&#246;sser. Dazu ist der Unterschied zwischen den beiden Stoffe deutlich zu ermitteln. Bei der Durchstr&#246;mung mit 100 ccm einer 0.0002%igen Adrenalinl&#246;sung wurde eine Abnahme bei auf 1/6 und bei derjenigen mit 100 ccm einer 0.00005-0.00055%igen Adrenalonl&#246;sung bis auf 2/5-1/3 nachgewiesen. Bei der kololimetrischen Methode scheint der Anteil des nur wenig vera&#228;nderten Stoffes, der aber schon seine physiologische Wirkung verloren hat, noch urspr&#252;ngliche Reaktion zu behalten. Aus diesen Resultaten geht hervor, dass die Entgiftbarkeit des Adrenalons durch die Leber viel geringer ist, als die des Adrenalins, ferner dass die pharmakologische Bestimmungsmethode des Adrenalons am Rattenuterus vom Verfasser gut brauchbar ist, und endlich dass die Bestimmung dieser Stoffe auf dem pharmakologischen Wege bei einer derartigen Untersuchung viel zweckm&#228;ssiger ist als die kololimetrische Methode nach Folin.</Abstract>
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    <Abstract>Um das Verhalten des Akridins und seiner Derivate im Tierk&#246;rper zu studieren, stellte Verfasser bei Kaninchen eine experimentelle Untersuchung &#252;ber die Ausscheidung einiger derartiger Substanzen im Harn an. Die Resultate sind folgende: Nach der intraven&#246;sen oder subkutanen Injektion einer bestimmten Menge der w&#228;sserigen L&#246;sung von Trypaflavin oder Rivanol vermehrte sich im allgemeinen die Ausscheidung der gepaarten Glukurons&#228;ure und Schwefels&#228;ure im Harn; bei Darreichung einer relativ grossen Menge wurde das Allgemeinbefinden des Kaninchens hochgradig gest&#228;rt und die Ausscheidung beider gepaarten S&#228;uren deutlich verz&#228;gert. Diese Erscheinung mag darauf zur&#252;ckzuf&#252;hren sein, dass einerseits ein gewisser Teil dieser Medikamente zuerst in den Organen oder Geweben fixiert wird, um dann allm&#228;hlich gepaart im Harn ausgeschieden zu werden, w&#228;hrend ein anderer Teil bald als solche in den Harn &#252;bergeht, und dass andererseits die Paarungsf&#228;higkeit in der Leber und der Niere durch diese Gifte mehr oder weniger gest&#246;rt wird.</Abstract>
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    <Abstract>Bei Kaninchen hat Verfasser teils den Temporallappen, teils die Corpus geniculatum mediale zerst&#246;rt, um die betreffenden Gehirne sowohl nach Marchi, als auch nach Nissl zu untersuchen. Das Ergebnis lautet wie folgt. 1) Die zahlreichen zentrifugalen acustischen Fasern aus der oberen u. der mittleren Temporalwindung sammeln sich im Stratum sagittale externum, w&#228;hrend die sp&#228;rlichen Kommissurfassern aus denselben Windungen durch das Corpus callosum zum collateralen Temporallappen ziehen. 2) Die ersteren erreichen durch die caudale u. die ventrale Partie des Caps. int. die Formatio reticularis b und verlaufen zwischen dem Tractus opticus und dem Thalamus, um das Corpus genicl. med. derselben Seite umzuh&#252;llen. 3) Eine geringe Anzahl von Fasern aus den temporalen Windungen schl&#228;gt zuerst denselben Weg mit den obengenannten ein, dann gelangt aber an das dorsolaterale Ende des Pes pedunculi cerebri, um weiter in die Br&#252;cke einzutreten, wobei die Faserzahl allm&#228;hlich sp&#228;rlicher wird. 4) Durch die genannten reichlichen zentrifugalen Fasern wird das Corpus gen. med. von der lateralen, caudalen und dorsalen Seite umh&#252;llt und zwar in seiner oralen H&#228;lfte mit einer dicken Faserschicht, die nach caudalw&#228;rts allm&#228;hlich d&#252;nner wird. 5) Fast in der Mitte der sagittalen L&#228;nge des Corp. gen. med. zweigt diese Faserschicht ein Faserb&#252;ndel ab, das nach innen in das Corp. gen. med. eindringt, um dort sich bald wieder in zwei B&#252;ndelchen abzuteilen. Eins von ihnen zieht mediodorsalw&#228;rts, w&#228;hrend das andere eine medioventrale Richtung einschl&#228;gt, sodass das Corp. gen. med. sich deutlich in drei Kerne (einem dorsalen, einem ventralen und einem Zwischenkern) einteilen l&#228;sst. 6) Die zentrifugalen acustischen Fasern dringen ins Corp. gen. med. haupts&#228;chlich von der genannten Faserschicht, bes. von ihrem abgezweigten Faserb&#252;ndel mit beiden B&#252;ndelchen ein, um in erster Linie in dem von beiden B&#252;ndelchen umarmten Zwischenkern und in zweiter Linie im dorsomedialen. Abschnitt des Ventralkerns zu endigen, w&#228;hrend der ventrale Abschnitt des Dorsalkerns mit ihnen am sp&#228;rlichsten versogt ist. 7) Die orale H&#228;lfte des Corp. gen. med. empf&#228;ngt diese Fasern am dichtesten, im. Gegensatz zur caudalen H&#228;lfte. 8) Alle diese Fasern endigen im Corp. gen. med. derselben Seite, ohne weiter zu ziehen. 9) Die Lamina Ganglionaris im Gyrus temporalis superior und medius ist sehr wahrscheinlich die Ursprungsstelle der gennanten Fasern, doch l&#228;sst sich ihre Ver&#228;nderung nach Zerst&#246;rung des Corp. gen. med. nicht deutlich erkennen. 10) Aus dem oralen Teil des Corp. gen. med. und zwar vorwiegend aus dem peripheren Teil des Zwischenkerns, weniger aus dem Ventralkern und am geringsten aus dem Dorsalkern entspringen die zentripetalen Fasern der Acusticusbahn. Diese Fasern vereinigen sich zu einem Faserb&#252;ndel, das aussen und ventral vom Ventralkern zum Vorschein kommt, und von der Formatio reticularis a durch die hitere u. ventrale Partie der Caps. int. nach Corona radiata zieht, um dann auf dem Wege des. Stratumm sagittale externum vorwiegend im Gyrus temporalis sup. u. med., zum Teil aberr such im Gyrus temporalis inferior zu endigen. 11) Als Ursprungsstelle nehmen diese Fasern den ganzen Zwischenkern, die dorsale H&#228;lfte des Ventralkerns und den ventrale Teil des Dorsalkerns im Corp. gen. med, in Anspruch. 12) Die zentripetalen Fasern der Acusticusbahn entstammen haupts&#228;chlich der oralen H&#228;lfte des Corp. gen. med., weniger aber auch seiner caudalen H&#228;lfte.</Abstract>
    <CoiStatement>No potential conflict of interest relevant to this article was reported.</CoiStatement>
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    <Abstract>Verfasser immunisierte das Kaninchen mit abget&#246;ten Tuberkelbazillen oder verschiedenen Tuberkulinarten und untersuchte die Pr&#228;zipitinreaktion zwischen Immunserum und Bazillenextrakt. Dabei fand er den auf die folgende Weise hergestellten Bazillenextrakt als Pr&#228;zipitinogen f&#252;r die Reaktion am st&#228;rksten reagierbar. Der kultivierte N&#228;hrboden wurde bei 100‹C sterilisiert, danach wurden die Bazillen durch einen gew&#246;hnlichen Filter filttiert. Dieses Filtrat wurde mehrmals in der Centrifuge abgewaschen, worauf die Bazillen gesammelt wurden. Nach Zusatz von &#196;ther wurden die gewachenen Bazillen gesch&#252;ttelt, dann wurden sie vom &#196;ther befreit. Danach wurde das &#196;tznatron (Normall&#246;sung) in 10-20 father Menge hinzugef&#252;gt und das Ganze 24 Stunden lang im Brutschrank aufbewahrt. Danach wurde dieses &#196;tznatron durch die Centrifuge mit Kochsalzl&#246;sung m&#246;glichst entfernt. Diese lipoidfreien Bazillen wurden in 20 father Menge von Aq. destillat. aufgeschwemmt und wieder zweimal bei 60‹C 1 Stunde lang erw&#228;rmt. Danach wurden sie 3-4 Tage lang im Brutschrank bei 37‹C extrahiert. Mittels Berkefeld-Kerze wurde der Bazillenleib abfiltriert. Dieses Filtrat enth&#228;lt eine gen&#252;gende Menge von Bazilleneiweiss, die ungefahr 1/200-1/800 vom Eiweissgehalt des Kaninchenserums entspricht. Dabei fand Verfasser, dass dieser Extrakt mit Bazillen-immunserum oder Antituber kulinserum eine starke Pr&#228;zipitinreaktion zeigt, und er konnte wgeter durch Komplementbindung these Reaktion feststellen. Der Extrakt reagiert spezifisch.
Verfasser pr&#252;fte danach die Antigenit&#228;t der 3 Tuberkulinarten, Alt-, Neu- und Albumosefreies-Tuberkulin, einerseits nach der Pr&#228;zipitin bildenden Kraft f&#252;r oberes Pr&#228;zipitinogen und andrerseits nach der Antigenit&#228;t f&#228;r Bazillen-immunserum. Er fand dabei, dass als Pr&#228;zipitinogen f&#252;r Immunk&#246;rperbildung das Albumosefreie Tuberkulin am besten und als Antigen f&#252;r Pr&#228;zipitinserum das Alt-Tuberkulin am geeignetsten ist.</Abstract>
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    <Abstract>Durch die Untersuchung von Misaki, Fuzita und S. Okamura wurde bewiesen, dass die Glykogenbildung in der Leber des Kaninchens durch die Zufuhr von Gallens&#228;ure stark gef&#246;rdert wird. Auf Grund dieser Daten kann man wohl vermuten, dass die Glykogenbildung der Gewebe von dem Gehalt an Gallens&#228;ure im Organismus abh&#228;ngig sein d&#252;rfte. In diesem Sinne habe ich den Einfluss des Gallenverlustes und der Wiederzufuhr von Gallens&#228;ure auf die Glykogenbildung in den Geweben histologisch untersucht. Eine Anzahl von Kaninchen wurde in 3 Gruppen geteilt, die in allen Versuchsreihen mit der gleichen Nahrung gef&#252;ttert wurden. Die erste Gruppe wurde als Kontrolle f&#252;r die Versuche verwendet. In der zweiten Gruppe wurde den Kaninchen eine Gallenbl&#228;senfistel angelegt und man liess 1-4 Tage lang die eigene Galle der Tiere unter Verhinderung jedes Ableckens nach aussen ruhig abfliessen und die Gallens&#228;ure aus. dem K&#228;rper abgehen. Die so behandelten Kaninchen wurden unter Verblutung get&#228;tet. Es wurde der Glykogengehalt der Leber, der Niere, des Muskels und des Fettgewebes histologisch untersucht und gefunden, dass das Glykogen der Leber im Laufe der Tage stark vermindert oder sogar verschwunden, das der Niere und des Muskels dagegen nicht merklich beeinflusst war. In der dritten Gruppe der Kaninchen wurden nach Anlegung der Gallenblasenfistel und 1-4 t&#228;gigem Gallenverlust die Tiere 3 Stunden vor der T&#246;tung mit Cholat gef&#252;ttert. Es wurde dann in genau der gleichen Weise das Glykogen in den Geweben untersucht und gefunden, dass das Glykogen der Leber sich am 1-4 ten Tage nach Ableitung der Galle durch die Zufuhr der Chols&#228;ure nicht vermindert. In den Fettgeweben sowohl des normalen als auch des behandelten Kaninchens wurde Glykogen nicht nachgewiesen. Somit ist bewiesen, dass die Glykogenbildung in der Leber von dem Gallens&#228;uregehalt im Organismus abh&#228;ngig ist.</Abstract>
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    <Abstract>&#220;ber die physiologische Bedeutung der Katalase sind sich die einzelnen Autoren noch nicht einig. Aber die Ansicht, dass die Katalase in einer bestimmten Beziehung zu dem Oxydationsvorgang im Gewebe stehe, wird von mehreren Autoren vertreten.
Bez&#252;glich dieser Frage untersuchten wir die Blut- und Organkatalasenmenge an k&#252;nstlich infolge W&#228;rmestich, Termin- (Tetrahydro-ƒÀ-Naphthylamin) und Vakzin-injek-tion fiebernden Kaninchen. Wir konuten jedoch keine durch Fieber hervorgerufenen eigenartigen Ver&#228;nderungen konstatieren und d&#252;rfen folglich, zum mindestens beim Fieber, auf Grund der Katalasenmenge &#252;ber die Oxydationsintensit&#228;t im Gewebe nicht urteilen. Auch konnen wir uns der Behauptung, dass die Sch&#252;tzwirkung des Organismus durch Temperaturanstieg gesteigert wird, nicht anschliessen.</Abstract>
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    <Abstract>Die Untersuchungsmethode ist ebenso wie die beim fr&#252;hermitgeteilten Versuche am Vogel. Die Resultate sind folgende: 1) Bei den S&#228;ugern (Affe, Hund und Kaninchen) kr&#252;mmt sich bei der elektrischen Reizung des Ziliark&#246;rpers die vordere Fl&#228;che der Linse st&#228;rker und tritt vor, die Hornhaut aber zeigt keine Ver&#228;nderung. 2) Bei der Durchtrennung der Zonula Zinni rings um die Linse tritt eine st&#228;rkere Kr&#252;mmung der Linse auf, ebenso wie bei der Reizung des Ziliark&#246;rpers. 3) Die Akkommodationsbreite ist je nach der klasse der S&#228;uger verschieden. Sie betr&#228;gt z. B, beim Affen 9-10 D, beim Hund 6.5-7.0 D, beim Kaninchen 3.0-3.75 D.</Abstract>
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    <Abstract>Es handelte sich um eine stark abgemagerte 32 j&#228;hrige Frau. Seit der Kindheit neigte sie an Erfrieren zu leiden. Im Januar des letzten Jahres bekam sie einen Riss an der Beugeseite des ersten Phalangealgelenkes des linken Zeigefingers, der sich schwer heilbar zeigte und zu dem sich seit Mai eine Anschwellung und Schmerzen am ganzen Zeigefinger gesellten. Scbliesslich brach die Scbwellung durch und der Eiter entleerte sich. Seit Oktober wirde die Spitze des Zeigefingers nekrotisch und dann abgestossen. Die Granulation des Geschw&#252;rs wucherte immer mehr und blutete leicht. Am 7. April diesel Jabres wurde sie in das Hospital aufgenommen und behandelt. Es fand sich ein kleine-Faust-grosser, breitgestielter Granulationstumor an der Basis des ersten Phalangealknochens des linken Zeigefingers, der stark. jauchend, leicht blutend und mit nekrotischen Massen bedeckt war. Im R&#246;ntgenbild zeigte sich kein osteosarkom&#228;hn-liches Bild. Man konstatierte im Prohest&#252;ck Granulationsgewebe und amputierte am 22. April an der Spitze des zweiten Metakarpalknochens. Die Granulationswunde wucherte wieder and es bildete sich ein Tumor, so gross wie ein kleines H&#252;hnerei. Er wurde am 3. Juni exzidiert and am 13. Juni kauterisiert. Am 1. August wurde die Frau schliesslich als geheilt entlassen. Histologisch ergaben sich Gef&#228;sserweiterung, Wucherung der Endothelzellen Fibroblasten und Endothelzellen &#228;hnlichen Zellen, in denen vereinzelt Kernteilungsfiguren sichtbar waren, aber keine Vermehrung der Schweissdr&#252;senzellen festgestellt wurde. In der &#228;usseren Schicht des Tumors fanden sich die aus den Grampositiven Kokken und Kolibazillen bestebenden Bakterienhaufen. Diese Grampositiven Kokken zeigten keinen Untersehied von den gew&#246;hlichen Staphylokokken, weder bei der serologischen Untersuchung noch bez&#252;glich der Toxit&#228;t. Daher kann man annebmen, dass dieser Granulationstumor, d. h., die sog. Botryomykose, nicht durch eine spezifische Art von Staphylokokken, sondern durch mannigfaltige Ursachen, z. B. durch die Disposition der Kranken (Neigung zum Erfrieren), Vernachl&#228;ssigung der Wunde, Allergie des Gewebes gegen die Bakterien u. s. w. hervorgerufen wurde.</Abstract>
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