Journal of Okayama Medical Association
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移植腎ニ於ケル實驗的研究(第1報)

橘 英基 岡山醫科大學皮膚科泌尿器科教室
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抄録
Bei Hunden wurde eine einerseitige Niere exstirpiert und in die rechtsseitige Halsgegend derselben Hunde bei Anwendung der Gefässnaht völlständig transplantiert, Zur Feststellung der funktionellen Veränderungen, welche sich bei der autoplastischen Niere postoperativ einstellen werden und ferner um die verönderten Funktionen im Vergleich oder auch im Parallelismus zu der zurückgeltassenen normalen Schwesterniere zu beobachten, hat der Verf, die quantitativen Schwankungen von Ammoniak, Harnstoff und Harnsäure im blut und Harn vor und nach der Operation in verschiedenen Intervallen untersucht und anschliessend Prüfung der Farbstoffausscheidung sowie der Harnstoffbelastung vorgonommen. Die Ergebnisse lassen sich kurz folgendermassen zusammenfassen: 1) Bei 4 weiblichen Hunden gelang es dem Verf., die linksseitige Niere autoplastisch in die Halsgegend zu verpflanzen und sie physiologisch in Funktion zu setzen. In einem dieser Falle konnte er sogar 12 Monate lang die Funktionen zu untersuchen und das Tier wahrend dieser Zeit völlig gesund zu behalten. 2) Die transplantierte Niere begann in der Regel sogleich nach der Operation den Harn auszuscheiden. Es gab aber auch solche Falle, in denen der Harn erst 2-3 Tage nach der Operation ausgeschieden wurde. Die Harnmenge war im Vergleich zu der voroperativen Menge oder zu der zuräckgelässenen Niere kleiner. 3) Die Prufung der Farbstoffausscheidung durch intramuskuläre Injektion von Phenolphtalein in der Zeit unmittelbar nach der Nierentransplantation, wo die Harnausscheidung auftrat, ergab, dass eine Stunde nach der Injektion die Harnausscheidung in 2 Fällen 5%, in einem Falle 35% betrug, während die verbleibende Niere den Harn annähernd bis zu 50% ausschich, Nach Ablauf von einer Woche kam die plastische Niere zu einem bestimmten dauerhaften Zustande zuzück, indem sie den Harn bis zu 20-25% ausschied. Das wird wohl die höchste Heilungsgrenze sein, zu der die in den Hals eingepflanzete Niere bei den erlittenen operativen Störungen gelangen kann. Eine Woche nach der Transplantation wurde in einem Fall Indigokarmin intramuskulär eingespritzt. Die Harnausscheidung trat 10 Minuten und 10 Senkunden danach ein, d.i. 4 Minuten später als bei der verbleibenden Niere. Dazu kam, dass nach Ablauf einer Stunde noch keinen Harn herauskam, der intensiv bläulich gefärbt wäre. 165 Tage nach der Operation kam nach der Injektion der Harn in demselben Fall gleich wie bei der verbleibenden Niere nach Ablauf von 2 Minuten 38 Sekunden heraus. 4) Bei den Harnstoffbelastungsproben, die unmittelbar nach der Transplantation vorgenommen wurden, war in einem Fall die aus der verpflanzten Niere ausgeschiedene Harnmenge nicht erheblich, sie betrug im Laufe eines ganzen Tages nur 1/10 der aus der normalen Schwesterniere ausgeschiedenen Menge, wahrend die letztere bei denselben Proben eine beträchtliche Zunahme erfuhr. 5) An Gehalt an Ammoniak wies das Blut weder vor noch nach der Operation grosse Schwankungen auf. Die Menge des Harnstoffes im Blut zeigte nach der Operation in 2 Fällen eine Zunahme, während sie in einem Fall fast unverändert blieb. Die Menge der Harnsäure im Blut vermehrte sich unmittelbar nach der Operation in 2 Fällen in leichtem Masse, was aber nach Ablauf von einer Woche wieder zum voroperativen Wert zurückkam. In einem Fall waren quantitative Veränderungen kaum feststellbar. 6) Bei der transplantierten Niere zeigte das Ammoniak im Harn unmittelbar nach der Operation in allen 4 Fällen eine Verringerung, welche aber nach einer Woche beinahe zum früheren Wert zurückkehrte oder oder sogar höher als dieser anstieg. Die Menge des Harnstoffes erfuhr unmittelbar nach der Operation in einem Fall Vermehrung, in einem anderen Fall Verringerung, blieb in den ubrigen 2 Fällen konstant, kehrte aber nach einer Woche zum voroperativen Wert zuruck. Die Menge der Harnsaure zeigte unmittelbar nach der Operation in 2 Fällen Zunahme, in einem Falle Abnahme, nach einer Woche wurde sie Schwankungen unterworfen. 7) Bei der Schwesterniere nahm das Ammoniak im Harn unmittelbar nach der Operation in 2 Fallen zu, in einem Falle ab; der Harnstoff vermehrte sich in 2 Fällen, verringerte sich in einem Falle: die Harnsäure zeigte in einem Falle eine starke Vermehrung. 8) Bezüglich der Konzentration von Ammoniak, Harnstoff und Harnsäure im Blut und Harn liessen sich weder ante noch post operationem bestimmte Verānderungen feststellen. Auch die Wechselbeziehungen zwischen der transplantierten Niere und der normalen Schwesterniere waren in der ausgeschiedenen Menge dieser Substanzen nicht immer gleichbleibend. Es liegt aber die Annahme nahe, dass die verpflanzte Niere selbständig beschädigende Funktionen auslöst, gegen welche die Schwesternniere sich im grossen und ganzen kompensatorisch verhält. 9) Eine Woche nach der Operation kam die eingepflanzte Niere in der Funktion ungefahr zur Norm zuzück und stimmte in der ausgeschiedenen Menge und in der Konzentration von Ammoniak, Hernstoff und Harnsäure annähernd mit der Schwesterniere überein. An Acidität des Harns und an Ausscheidungsmenge der Farbstoffe ging sie aber immer gegen die Schwesterniere zuzück. 10) In einigen Fällen wurden beim Ureter peristaltische Bewegungen beobachtet, welche sogleich nach der Beendigung der Transplantation eintraten. 11) Bei gesunden weiblichen Normalhunden hat der Verf. den durchschnittlichen Wert der Menge von Ammoniak, Harnstoff und Harnsäure im Blut und im Harn und auch in dem aus beiderseitigen Nieren ausgeschiedenen Harn festgestellt. Daraus ergab sich, das das Blut durchschnittlich 0,161mg/dl Ammoniak, 15,88mg/dl Harnstoff und 0,807mg/dl Harnsäure enthielt, was in der Formel. NH(3) : Ur : Ur = 1 ; 98,6 : 5 angegeben wird. Der Harn enthielt das Ammoniak im Mittel bis zu 5,174mg/dl, den Harnstoff bis zu 251,9mg/dl, die Harnsäure bis zu 8,561mg/dl, woraus sich das Verhältnis wie NH(3) : Ur : Ur = 1 : 48,7 : 1,6 ergab.
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489