Journal of Okayama Medical Association
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補體結合反應ニ於ケル補體各成分ニ關スル研究

大川 富雄 岡山醫科大學衛生學教室
Thumnail 54_1711.pdf 1.34 MB
抄録
Es ist schon durch Untersuchungen von Michaelis, Skwirsky, Amako u.a. festgestellt worden, dass bei der Komplementbindung das Mittelstück des Komplements gebunden wird, während die thermolabile Albuminfraktion wenig Einbusse erleidet. Neuerdings wissen wir jedoch, dass die Komponenten des Komplementes ausser den thermolabilen Fraktionen (End- und Mittelstück) noch zwei thermoresistente Komponenten hinzufügen, nähmlich die dritte, die durch Hefe oder Kobragift zerstört wird, und die vierte, welche durch Ammoniak vernichtet wird. Auf Grund dieser neueren Befunde wurde nach Deissler festgestellt, dass bei der Komplementbindung die vierte Komponente verbraucht wurde, dagegen die dritte Komponente wenig Einbusse erlitt. Diese Tatsache wurde durch die Untersuchungen von Misawa bestätigt und erweitert. Doch ist diese Frage noch nicht allgemein anerkannt, weil einerseits die Methodik der Komponentenzerlegung nicht einwandfrei ist und andererseits durch Komplementbindung von Eiweissarten und Lipoidarten die Reaktionsform etwas verschieden ist. Verfasser berücksichtigte nach Möglichkeit erstens die Zerlegung des Meerschweinchenkomplements in verschiedenen Komponenten, zweitens prüfte er das Eiweiss und die Lipoidarten nach dem Beteiligungsverhältnis dieser Komponenten bei der Komplementbindungsreaktion. Als Antiserum benützte Verfasser Kaninchenimmunserum gegen Rinderserum, Eieralbumin, Meerschweinchennierenemulsion und Rindermilchlipoid. Dazu untersuchte er die Komplementbindung beim unspezifischen Lipoidsystem. Als hämolytisches System wurden das Antiziegenhämolysin oder Antirinderhämolysin und Meerschweinchenkomplement angewandt. Die Komplementbindungsreaktion wurde in geeignetem Mengenverhältnis des Antigens bei Antiserumverdünnung und umgekehrt in geeigneter bestimmter Antiserumverdünnung zur Antigenverdünnung ge Die Resultate dieser Untersuchungen sind folgende: 1) Um die thermolabile Komponente zu inaktivieren, ist eine Wasserbaderwärmung des Meerschweinchenserums (1:10) von 15 Minuten auf 56°C nötig, weil bei kürzerer Erwärmung (5-10 Minuten) oft eine unvollkommene Inaktivierung beobachtet wurde. 2) Die Zerstörung der dritten Komponente allein wird durch Vorbehandlung des Meerschweinchenserums mit Hefe, die Zerstörung der vierten Komponente durch Vorbehandlung mit Ammoniak erzielt. Die Zerlegung des Globulin- und Albuminteils wurde durch Kohlensöure nach Liefmann vorgenommen, wobei Verfasser die vierte Komponente stets in der Albuminfraktion fand, während die dritte Komponente grösstenteils in der Globulinfraktion und in kleiner Menge in der Albuminfraktion vorhanden war. 3) Das Mittelstück und das Endstück blieben trotz wiederholter Einwirkung von Hefe und Ammoniak auf dasselbe Meerschweinchenkomplement intakt. Deswegen kann man das reins Mittelstück und das reine Endstück durch kombinierte Behandlung mit CO(2)-Trennung und Hefe oder Ammoniak erhalten. 4) Der Gehalt in bezug auf reine dritte und vierte Komponenten ist verschieden nach Serumarten als Komplement. Das Meerschweinchenserum enthält sowohl dritte als auch vierte Komponenten ziemlich reichlich. Das Kaninchenserum zeigt sich geeignet als Immunserum zur Komplementbindung, weil das Serum wenig dritte Komponenten besitzt, während die vierte Komplemente kaum nachweisbar ist. Das Menschenserum wirkt als dritte Komponente sehr schwich, jedoch ziemlich stark als vierte Komponente. Bei anderen Serumarten (Ratte, Schwein, Rind und Ziege) legt sich dagegen die dritte Komponente über. Bei Buhner- und Gänseserum fehlten beide Wirkungen als dritte oder vierte Komponenten. 5) Die verschiedenartigsten Komplementbindungsreaktionen werden mit Antirinderserum, Antieieralbuminserum, Antilipoidserum von Meerschweinchennierenextrakt und Antimilchlipoidserum nach obigen Methoden gepruft und die Reaktivierung durch hinzugefugtes Komplement: a. physiologische Kochsalzlosung b. 15 Minuten lang bei 56℃ inaktiviertes Serum c. durch Hefe zerstortes Komplement d. durch Ammoniak vorbehandeltes Komplement e. durch 56℃ und Hefe behandeltes Komplement f. durch 56℃ und Ammoniak behandeltes Komplement g. Albuminfraktion h. Globulinfraktion i. 56℃ inaktivierte Albuminfraktion j. 56℃ inaktivierte Globulinfraktion k. Mittelstuck allein l. Endstuck allein untersucht. Dabei fand Verfasser in jedem Fall den Schwund der vierten Komponente des Komplements, wahrend die dritte Komponente beinahe intakt blieb. Daneben beobachtete Verfasser die Inaktivierung der thermolabilen Komponente bei diesem Versuch und fand die Abschwachung des Endstucks als Mittelstuck. Der Verbrauch dieser Komplementkomponenten hangt von der Starke des Komplementbindungseffekts ab. Zwischen proteinophilen und lipoidphilen Antikorpern gibt es keinen wesentlichen Unterschied in bezug auf beteiligte Komponenten. 6) Auch bei der unspezifischen Komplementbindungsreaktion zwischen Milchlipoid und Normalkaninchenserum verhalt sich jede Komponente des Komplements ebenso wie bei der spezifischen Komplementbindungsreaktion.
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489