Journal of Okayama Medical Association
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哺乳動物ノJacobson'sches Organノ形態學的發生ニ關スル研究(其ノ1)(Rattus albusニ於ケル檢索)

藤井 正和 岡山醫科大學解剖學教室胎生學研究室
Thumnail 53_1547.pdf 15.8 MB
抄録
Das Jacobsonsche Organ ist ein Nasenorgan, das am Boden der Nasenhöhle, zu beiden Seiten der Scheidewand gelegen ist. Seitdem es im Jahre 1811 von dem dänischen Gelehrten Jacobson zum erstenmal entdeckt und von ihm selbst unter der Bezeichnung "Organo vomeronsale Jacobsoni" bekannt gegeben worden war, erregte es eine allgemeine Aufmerksamkeit und hat eine kaum mehr zu überschauende Fülle von Arbeiten in die Öffentlichkeit befördert. Als die bekanntesten unter den Forschern sind Namen zu nennen wie Roserthal (1826), Balogh (1860), Dursy (1869), Klein (1882), Harvey-Reuden (1882), Löwe (1888), Herzbeld (1888), Range (1893), Garnault (1895), Röse (1893), Mihalkovics (1868), Broman (1920), Navratil (1926) u.a.m. Trotzdem konnte der Verf. in der Literatur, soweit sie ihm zugänglich war, keinen Bericht finden, der in die Funktion dieser Organe klare Einsicht gewährte. Broman nämlich hat auf Grund der Ergebnisse seine Tierexperimente die Behauptung aufgestellt, dass dieses Organ ein Wassergeruchsorgan darstelle, Navratil konnte trotz seiner ausgedehntesten Studien noch koine bindende Erklärung bezüglich der physiologischen Funktion dieses Organes geben. Wenn man einmal an die Enge des Ausfuhrungsganges dieses Organes denkt, erscheint es kaum möglich, dass die Luft und irgendein Geruch durch diesen engen Gang hindurch zum betr. Organ gelangen. Man kann jedoch dabei auch die Möglichkeit nicht in Abrede. stellen, dass sich im lebenden Organismus das Organ gelegentlich mehr oder weniger erweitert. Die Annahme, welche das einschlägige Organ für ein Geruchsorgan hält, darf man deshalb nicht ganz von der Hand weisen. Um das Wesen dieses funktionell noch nicht völlig aufgeklärten Organes festzustellen, ist es erforderlich, histologisch-anatomische Untersuchungen, wie unsere Värganger getan haben, gründlich auszuführen. Aber es ist auch ohne wciteres klar, dass eine systematisch angeordnete morphogenetische Vergleichsuntersuchung über das in Rede stehende Organ sicher zur Aufklärung seines Wesens vieles beitragen kann. Diese morphogenetische Untersuchung erschien dem Verf. um so interessanter, weil er in der bisherigen sowohl japanischen als auch europäischen Literatur keinen Bericht finden konnte. Zur Untersuchung wählte er Säugetiere, von denen er zunächst 10 Embryonen von Ratten von 6, 2mm an bis zu 36, 0mm Sch -St. -L. benutzte und kam zu folgendem Schluss: 1) Das Jacobsonsche Organ von Ratten ist bei einem Embryo von 6, 2mm Sch. -St.-L. als die erste Spur angedeutet, und zwar in der Gestalt von einer kleinen halbkugligen Ausbuchtung in der Mitte der inneren Seitenwand des Sulcus olfactorius. Diese Ausbuchtung entwickelt sich allmählich und wird schliesslich zu einer Längsfurche, die entlang an der Längsachse des Sulcus olfactorius liegt. 2) Die vertikale Furche wird vom kaudalen Ende her allmahlich eingeschnürt, bildet sich dann bei eiuem Embryo von 10, 2mm Sch, -St. -L. zu einem Lumen, dessen Blindende kaudalwärts gerichtet ist. Das kraniale Ende dieses Lumen öffnet sich am kranialen Ende der Innenwand, welches nahe am Boden der Nasenhöhle liegt. 3) Mit der weiteren Entwicklung des Embryos wird an der äusseren Seite des Lumens eine Längsfurche gebildet, indem die Aussenwand des Lumens in dasselbe hineinsinkt. Das Lumen selbst dreht sich dabei allmählich um die Längsachse. 4) Das Epithel der Lumenwand besteht in früheren Stadium aus mehrschichtigem Zylinderepithel, welehes dem Epithel der Nasenhöhle an Beschaffenheit und Dicke gleich ist.
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489