Journal of Okayama Medical Association
Published by Okayama Medical Association

<Availability>
Full-text articles are available 3 years after publication.

蒼鉛劑ノ吸收竝ニ排泄ニ關スル實驗的研究(第1編)家兎ニ於ケルMilaneuenノ吸收竝ニ排泄ニ關スル研究

石 天之樞 岡山醫科大學皮膚科泌尿器科教室
Thumnail 53_488.pdf 3.08 MB
抄録
In der Dermato-Urologischen Klinik der Medizinischen Fakultät in Okayama gab der Verfasser Kaninchen Injektionen von Milaneuen und bestimmte die ausgeschiedene BiMenge im Harn und die Aufnahme von Bi im Blutserum und in der Cerebrospinalflüssigkeit. Dieselben Untersuchungen wurden angestellt, nachdem die Versuchstiere nach den Milaneuen-Injektionen Injektionen entweder von Pilocarpin mur. oder Adrenalin mur. oder Dextrose erhalten hatten. I. Die Harnmenge. Die Kaninchen erhielten pro Kilogr. Gewicht eine Injektionsdosis Milaneuen von 0.12cc d.h. das dreifache der therapeutischen Dosis. Ob man die drei oben angegebenen Mittel anwendet oder nicht, hat auf die Harnmenge keinen Einfluss. Mit der Zunahme der Bi-Menge nahm auch die Harnmenge zu; dagegen folgte starker Abnahme des Bi nicht ebenso eine Abnahme der Harnmenge. Bei kombinierter Injektion zeigt sich folgendes: a) Die Harnmenge nimmt mit oder nach (bis zum 2. Tage) der Injektion von Pilocarpin ab. b) Mit oder unmittelbar nach der Injektion von Adrenalin ist die Abnahme der Harnmenge leichteren Grades als bei Pilocarpin. Dagegen währt die Zeit der Abnahme bei Adrenalin länger als bei Pilocarpin (d.h. bis zum 5 Tage nach der Injektion). c) In 4 Fällen bewirkte die in der heissesten Jahreszeit verabreichte DextroseInjektion eine starke Abnahme der Harnmenge. Bei oder nach dieser Injektion zeigt sich bezüglich der Harnmenge nur eine geringe Schwankung, bis zum 19. Tage verläuft die Kurve fast linear. Doch bewirkt Dextrose eine leichte Diurese. II. Die Bi-Menge im Harn. Nach 3 Injektionen von Milaneuen, deren Dosis je pro Kilo 0.12cc betrug, zeigte sich zuerst eine allmähliche Zunahme der Bi-Ausscheidungsmenge im Harn. Die Ausscheidung erreichte ihren Höhepunkt in der Zeit vom 7. bis zum 10. Tage, in einzelnen Fällen bis zum 13. Tage. In allen diesen Fallen betrug die Bi-Ausscheidungsmenge das 1-2 fache der Menge, die durch entsprechende Injektionen von nur 0.049cc bewirkt wurden. Bei blosser Injektion von Milaneuen lag die Höchstmenge des ausgeschiedenen Bi über der Höchstmenge, die sich bei kombinierter Injektion ergab. Doch zeigt sich in beiden Fällen nach Erreichung der Höchstmenge bei der Abnahme die gleiche Kurvenneigung. Nach der blossen Injektion von Milaneuen verläuft der Ausscheidungsprozess folgendermassen: Zuerst zeigt sich eine heftige, dann eine mässige, zuletzt eine verschwindend geringe Abnahme. Liegt der Höhepunkt der Ausscheidung früh, so setzt auch die Abnahme entsprechend früh ein, doch hält die Ausscheidungsdauer mit entsprechend kleinen oder geringeren Ausscheidungswerten länger an. Bei der kombinierten Injektion verläuft der Abnahmeprozess der Bi-Ausscheidungsmenge träger als bei der nicht-kombinierten Injektion und hält langer an; infolgedessen ist die Inklination der Kurve weniger steil. Bei kombinierter Injektion mit Pilocarpin fällt die Bi-Abnahme-Kurve nach Erreichung ihres Höhepunktes steil ab; die Kurve der Harnmenge verläuf damit ganz parallel. Bei kombinierter Injektion mit Pilocarpin ist bis zum 10. Tage nach der Injektion eine deutliche Abnahme der Bi-Ausscheidungsmenge feststellbar; bei einer solchen mit Adrenalin bis zum 13. Tage. Nach dem 13. Tage ist bei Adrenalin die Ausscheidungsmenge des Bi geringer, hält aber länger an als bei Pilocarpin. Bei kombinierter Injektion mit Dextrose fällt der Höhepunkt der Bi-Ausscheidung später als bei den beiden vorherigen Injektionen; er fällt mit einer geringeren Menge in die Zeit vom 10.-13. Tage. Nach Überschreitung des Höhepunktes verläuft die Kurve bei relativ grossen Ausscheidungsmengen weniger steil als bei Pilocarpin und Adrenalin und hält längere Zeit an. III. Die Bi-Menge im Serum. Die 1. Gruppe Kaninchen erhielt 3 Milaneuen-Injektionen von 0.049cc pro Kilo Gewicht; die in 1.0cc Serum enthaltene Bi-Menge betrug am 10. Tage in diesen Fall 0mg-0.00099mg. Die 2. und 3. Gruppe erhielt etwa die 3 fache Dosis, nämlich 0.12cc pro Kilo; aber die Bi-Menge in 1.0cc Serum betrug bei diesen Gruppen am gleichen 10. Tage nur 0mg-0.00001mg, am 16. Tage betrug sie 0mg-0.0034mg; danach erfolgte eine plötzliche Abnahme und am 28. Tage betrug die Bi-Menge nur noch 0.00063mg, um dann auf Null zu sinken. Bei kombinierter Injektion mit Pilocarpin fand sich bei einem Versuchstier in 1.0cc Serum am 10. Tage 0.00023mg, bei einem anderen am 16. Tage 0.0017mg und am 22. Tage 0.00014mg Bi, während bei den übrigen Tieren sich kein Bi nachweisen liess. Bei mit Adrenalin kombinierter Injektion fand sich in einem Fall am 16. Tage 0.00049mg Bi, am 22. Tage 0.00011mg Bi. Bei allen übrigen Fällen war kein Bi nachweisbar. Bei kombinierter Injektion mit Dextrose war die im Serum vorgefundene Bi-Menge im Vergleich zu den vorigen Gruppen beträchtlich gross. Sie betrug am 10. Tage 0.000057mg-0.018mg, dagegen am 16. Tage nur noch 0mg-0.0007mg; danach war Bi nicht mehr nachweisbar. Aus den bisherigen Versuchen ergibt sich unumstösslich, dass, wenn auch die im Körper enthaltene Bi-Menge gross ist,i m zirkulierenden Blut (Serum) eine dementsprechende Bi-Menge sich nicht vorfindet; d.h. die im 2. und 3. klinischen Teil dieser Arbeit bereits angeführte Tatsache ist nunmehr bewiesen; d.h. die im zirkulierenden Blut vorgefundene Bi-Menge variiert. IV. Die Bi-Menge in 1.0cc Cerebrospinalflüssigkeit. Im klinischen Teil dieser Arbeit (IV. Teil, II, b, 2) wurde die Existenz einer nach Personen individuell verschiedenen Schwelle, welche die Aufnahmefähigkeit der Cerebrospinalflüssigkeibte schränkt und der zufolge mit dem Wachsen der Bi-Menge im Körper das Wachsen der in die Cerebrospinalflüssigkeit übergehenden Bi-Menge nicht gleichen Schritt hält, erwähnt. Nunmehr wird als sicher feststehende Tatsache der Übergang von Bi ans dem Depot in die Cerebrospinalflüssigkeibte wiesen: a) Bei der 1. Versuchsgruppe, die drei Injektionen von Milaneucn, und zwar pro Kilo 0.049cc erhielt, fand sich am 10. Tage in 1.0cc Cerebrospinalflüssigkeit. 0.00006mg-0.0003mg Bi; am 16. Tage 0mg-0.00013mg; darauf sank die Bi-Menge auf Null. b) Die2. Gruppe erhieIt 3 lnjektion Milaneuen von fast drei facher Dosis nämlich pro Kilo 0.12cc. Die am 10. Tage untersuchte Cerebrospinalflüssigkeit 1.0cc ergab nun nicht, wie man vielleicht erwarten würde, auch die entsprechende dreifache Menge von Bi, sondern nur 0mg-0.0000mg Bi. In dieser- Gruppe läuft Zu- und Abnahme der Bi-Menge in der Cerebrospinalflüssigkeit und im Serum zwar nicht parallel, aber mit dem Wachsen der Bi-Menge im Serum wächst auch die Bi-Menge in der Cerebrospinalflüssigkeit, d.h.die Bi-Menge in der Cerebrospinalflüssigkeit betrug am 16. Tage 0.00014mg-0.0037mg; am 22. Tage 0.0008mg-0.0017mg; am 28. Tage 0mg. c) Die 3. Gruppe erhielt wie die vorhergehende Milaneuen-Injektionen der gleichen Dosis (0.12cc pro Kilo). Am 16. Tage ergab die Untersuchung bei dieser Gruppe ein Bi-Menge von 0.0018mg-0.0046mg, am 28. Tage (also nach einem Intervall von 12 Tagen) 0.00017mg-0.003mg, während die 2. Gruppe am gleichen 28 Tage kein Bi mchr anfwies. Der Grund für den Unterschied dürfte darin zu suchen sein, dass das bei der 3. Gruppe bis zum 22. Tage in die Cerebrospinalflüssigkeit übergegangene Bi bei der trägen Zirkulation als Rest in der Flüssigkeit verblieb und so am 28. Tage in der oben angegebenen Menge feststellbar war. Am 31. Tage war auch bei dieser Gruppe die Bi-Menge auf Null gesunken. Die in die Cerebrospinalflüssigkeit übergegangene Bi-Menge ist bei der 2. Gruppe (b) geringer als bei der 3. Gruppe. Der Grund mag darin zu suchen sein, dass bei der 2. Gruppe eine Flüssigkeitsentnahme mehr stattfand und so der Flüssigkeitsdruck im Cerebrospinalraum herabgesetzt wurde, wodurch die Aufnahmefähigkeit für Bi nicht zunahm. d) Bei der mit Pilocarpin behandelten 4. Gruppe lag der Übergang von Bi in die Cerebrospinalflüssigkeimti t einer grösseren Menge früher (am 10. Tage) als bei den vorigen Gruppen, sank aber auch früher auf Null (am 22. Tage). e) Bei der mit Adrenalin behandelten 5. Gruppe ging wie bei der 4. Gruppe der Übergang früh vor sich (10. Tage), nur mit einer noch grösseren Menge. Ferner lag die Grenze für dar Verschwinden des Bi weiter hinaus. f) Wie die Adrenalin-Gruppe so verhält sich auch die Dextrose-Gruppe (6. Gruppe), doch mit dem Unterschied, dass am 28. Tage Bi nicht mehr feststellbar ist. V. Bei den Versuchstieren aller Gruppen nahm das Körpergewicht im Laufe der Untersuchungen allmählicha b. Bei Adrenalin war diese Abnahme beträchtlich. Der Nachweis für Harneiweis fiel bei allen Gruppen meistensn egativ aus.
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489