Journal of Okayama Medical Association
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蒼鉛劑ノ吸收竝ニ排泄ニ關スル臨牀的研究(第1編)Milaneuen, Thiobis及ビPerbismolノ吸收竝ニ排泄ニ關スル研究

石 天之樞 岡山醫科大學皮膚科泌尿器科教室
Thumnail 52_2672.pdf 8.76 MB
抄録
I) Der Verfasser ist bei der Gesundheitsprufüngsstelle der staatlichen Volksversicherung Tamasima, Okayama-ken, angestellt. Seine Untersuchungen betreffen Syphiliskranke: Die Kranken erhielten von ihm Milaneuen-, Perbismol-und Thiobis-Injektionen. 1. Nach den einzelnen, verschiedenen Injektionen wurdan die Bi-Ausscheidungsprodukte des Harns untersucht. 2. Bei den Milaneuen-Injektionen wurden die Bi-Ausscheidungen sowohl des Harnsvom Tage als auch von der Nacht untersucht. 3. 141 Tage hindürch wurden diese Untersuchungen bei Milaneuen jede Stunde durchgefuhrt. II) Die stündlich untersuchten Bi-Ausscheidungen nach Injektion von Milaneuen (2.0cc=96.4mg Bi) und Perbismol (20cc=45.8mg) ergaben eine ungleiche Menge, aber nahezu das gleiche Ausscheidungsbild. Nach den Thiobis-Injektionen (1.4cc=52.22mg) waren die Ausscheidungen des Bi znerst sehr hoch, um dann plötzlich stark zu fallen, so dass die Ausscheidungsmenge sich nunmehr ungefähr in der Höhe der Ausscheidungsmenge nach Injektionen von Milaneuen und Perbismol hielt. 1. D.h. bei Milaneuen, Perbismol, Thiobis ist die Ausscheidungsmenge innerhalb der ersten Stunde jeweils 0.0032mg, O.0110mg und 3.1325mg. Vergleicht man die In- jektionsmenge mit der Ausscheidungsmenge, so ergibt sich für Milaneuen, Perbismol, Thiobis jeweils ein Prozentsatz von 0.003%, 0.024%, 5.99%. D.h. die Ausscheidungsmenge ist bei Perbismol das 8-fache derjenigen von Milaneuen. Der Prozentsatz bei Thiobis ist sehr hoch, nämlich das 250-fache der Ausscheidungsmenge bei Perbismol, und das 2000-fache der Ausscheidungsmenge bei Milaneuen-Injektionen. 2. Damit verglichen waren die Ausscheidungsprodukte nach der zweiten Stunde das 4-fache bei Milaneuen, das 3-fache bei Perbismol, dagegen nur 1/3 bei Thiobis. Darauf verlief der Ausscheidungsprozess folgendermassen: a) Bei Milaneuen sehr langsam zunehmend: nach der 7 Stunde beträgt die Ausscheidungsmenge 0.025%, die sich nach der 11. Stunde noch nicht geandert hat. b) Bei Perbismol ist der Aussche dungsprozess, verglichen mit dem beim Milaneuen, nach der 6. St. das 5-6-fache; von der 7.-9. St. das 2.7-3.8-fache; in der 10. und 11. St. wieder zunehmend das 5-6-fache. c) Thiobis dagegen zeigt lediglich stundlich eine treppenartige Abnahme, so dass. schliesslich seine Ausscheidungsmenge sich der von Milaneuen und Perbismol sehr stark nähert. So ist nach der 11. St. der Prozentsatz bei Thiobis derselbe wie der von Perbismo1 (1.03%). III) Die Untersuchung der Bi-Ausscheidungsprodukte im Harn bis zur elften St ergab bei Perbismol ungefähr das 5-fache ale bei Milaneuen. Thiobis ergab den höchsten Prozentsatz, nämlich 12.07%, d.h. das 12-fache des Prozentsatzes bei Perbismol (1.03%) und das 60-fache des Prozentsatzes bei Milaneuen (0.21%). 1. Nach der In jektion von Milaneuen war die stündliche Ausscheidungsmenge von der 25. St. bis zur 1. St. am 6. Tage fast gleich; sie betrug das 6-10-fache des in der 10. und 11. St. ausgeschiedenen Bi. In der 1. St. des 13. Tages zeigte sich eine Abnahme. Bei Perbismol war die Ausscheidungsmenge in der Zeit von der 25. St. bis zur 1. St. des 8. Tages nach der Injektion ungefähr gleich oder etwas weniger als in der 10. und 11. St. nach der gleichen Injektion. Bei Thiobis war die Bi-Ausscheidungsmenge der 25. St. ungefähr der der 11. St. gleich. Danach zeigt sich eine plötzlich Abnahme. Die vom 6. bis zum 9. Tage stündlich ausgeschiedene Menge, verglichen mit der von der 11. St., beträgt nur noch 1/2-1/3, am 14. und 15. Tage nur noch 1/5-1/10; am 20. Tage nach der 1. St. ist Bi kaum nachweisbar. Bei fräheren Untersuchungen wurde jeweils nur 1.0cc der Harnmenge auf das ausgeschiedene Bi hin untersucht und zur Darstellung gebracht. Nahrungsaufnahme und Blutdruck haben auf die Bi-Ausscheidungen keinen Einfluss. Milaneuen und Perbismol zeigen nach der Injektion keine diuretischen Wirkungen, wohl dagegen in hohem Grade Thiobis und zwar in der 1.-3. Stunde nach der Injektion. Diese diuretische Wirkung, d.h. eine starke Harnaussckeidung, tritt nach der Thiobis-Injektion entweder gleichzeitig mit oder unmilttelbar nach der höchsten Bi-Ausscheidung ein. Die Ursache dafür dürfte in der beträchtlichen Zahl der Bi-Ionen, die der Körper resorbiert, zu suchen sein. IV) Die Wirkung der gleichen Injektionsmenge desselben Bi-Praparates ist bei den einzelnen Kranken, was die Menge der Bi-Ausscheidung angeht, individuell verschieden, zeigt aber immer das nahezu gleiche Ausscheidungsbild. Gibt man zu verschiedenen Zeiten demselben Kranken die gleiche Injektionsmenge des gleichen Bi-Präparates, so ist die Bi-Auescheidungsmenge nach der 1. Injektion grösser als die nach der 2. Injektion, aber das Kurvenbild bleibt wiederum nachezu das gleiche. Die Injizierungend er verschiedenen Bi-Präparate am selben Kranken ergeben jeweils ein ganz verschiedenes Ausscheidungsbild. V) Bei Milaneuen ist die durchschnittliche sündliche Bi-Ausscheidungsmenge in der Wachzeit grösser als in der Schlafzeit, wenn der Schlaf normal war. War dagegen der Schlaf gestört, so war die Bi-Ausscheidungsmenge grösser als in der Wachzeit. In der Wachzeit war die stündlich ausgeschiedene Harnmenge im allgemeinen vormittags grösser als nachmittags. Doch ist natürlich der Einfluss der Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme zu berücksichtigen. VI) Bei Milaneuen verläuft der Ausscheidungsprozess von Bi sehr träge ; es handelt sich um die sogenannte lineare Ausscheidung. Doch istd ie durcitschnittliche stündliche Bi-Ausscheidungsmenge in der Wachzeit stets grösser-bisweilen beträchtlich grösser - als in der Schlafzeit. Bei gestörtem Schlaf war die durchschnittliche stündliche Bi-Ausscheidungsmenge die gleiche oder etwas grösser als in der Wachzeit. Im grossen und ganzen genommen ist die stündliche Bi-Ausscheidungsmenge in der Wachzeit für die Nachbarzeiten nachezu gleich (lineare Ausscheidung); doch ist, genauer gesprochen, die stündliche Bi-Ausscheidungsmenge am Vormittag im allgemeinen grösser als am Nachmittag. Die Nahrungsaufnahme übt auf die Bi-Ausscheidungsmenge der Wachzeit keinen besonderen Einfluss aus. Ferner, wenn die Harnmenge zunimmt, nimmt auch die Bi-Ausscheidungsmenge zu. Wenn dagegen die Harnmenge abnimmt, vermindert sich die Bi-Ausscheidungsmenge nicht dementsprechend ; sie sinkt vielmehr nie unter eine bestimmte Menge. VII) Die Untersuchung der Bi-Ausscheidungsmenge, die nach 15 Injektionen zur gleichen, festgesetzten Stunde in gewissen Zeitabschnitten einmal, und zwar lange Zeit hindurch, stattfand, hatte folgende Ergebnisse : a) Zur Zeit der grössten Bi-Ausscheidung findet im allgemeinen auch die Diurese statt. b) Bei jeder stündlichen Untersuchung zeigte die ausgeschiedene Bi-Menge in der Harnmenge einer Stunde eine fortlaufende allmähliche Verminderung. Starke Bi-Ausscheidungen entspricht eine schnelle Ausscheidungssenkung. Schwachen Bi-Ausscheidungen entspricht eine sehr träge Abnahme ; jedoch war nach vier Monaten eine weitere Bi-Abnahme kaum mehr bemerkbar. In der letzten Untersuchung am 141. Tage wurde in der Harnmenge einer Stunde eine Bi-Menge von 0.02494mg festgestellt.
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489