Journal of Okayama Medical Association
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黄疸ヲ伴ヘル細菌性赤痢ノ1例

佐藤 靜馬 神戸市立東山病院
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抄録
Es handelt sich um einen 37-jährigen Mann, einen schweren Dysentheriekranken, in dessen Stuhl Ruhrbazillen nachgewiesen wurden, und bei dem vom 2. Krankheitstage an allmählich Ikteruskombination hinzutrat. Als er am 8. Krankheitstage aufgenommen wurde, zeigte die Haut echon eine ganz hochgradige ikterische Verfärbung. Die direkte Reaktion des Serum nach Hiymans van den Berghscher Methode war positiv. Nach dem 14. Krankheitstage trat Exitus letalis ein, worauf die Sektion ausgeführt wurde. Obduktionsbefunde: Die Leber im ganzen war bis etwa mannskopfgross angeschwollen und stark ikterisch verfärbt. In der Gallenblase sowie im Ductur choledochus wurden keine Gallensteine gefunden. Auch an dem Duodenum sowie an der Papilla Vateri war keine Veränderung, wie Anschwellung oder Stenose, aufzuweisen. Im Leberparenchym weder Abscess- noch Nekrosenherd. Mikroskopisch liessen sich odematose Amichwellungen der Zentralpartie des Leberläppchens und eine grosse Anzahl von Gallenpfropfen in den Gallenkapillaren sowie Ablagerung von Gallenfarbstoff auf den Leberzellen nachweisen (s. Abb.). Auch waren die Sternzellen hypertrophiert und in mehreren von ihnen war Gallenfarbstoff aufgespeichert. In den Blutkapillaren waren Lymphozyten und mononucleäre Leukozyten infiltriert. Am peripheren Teile des Läppchens waren die Veränderungen nur gering. Es ist bekannt, dass die Kombination von Ikterus mit Dysentherie sehr selten vorkommt, obwohl aufgrund der anatomischen Verbindung des Angriffspunktes der Bazillendysentherie, d.h. des Darms, mit der Leber durch das Pfortadelsystem ein häufiges Auftreten des Ikterus leicht zu erwarten wäre. Andrerseits stimmen die Meinungen der Autoren über die Entgtehunggweise des Ikterus bei akuten Iufektionskrankheiten nicht ganz überein. Nach den Beschreibungen Schittenhelms und Bittorfs von Dysentheriekranken handelt es sich nur um ein zufälliges Hinzutreten von katarrhalischem Ikterus. In dem vorliegenden Falls scheint es aber dem Verfasser nicht wahrscheinlich, dass es eine zufällige Kombination von katarrhalischem Ikterus ist, da klinisch die H.v.B.-Reaktion des Serums positiv ausfiel und der Ikterus sich parallel mit dem Krankheitsprozess verschlimmerte und da ferner nach dem Obduktionsbefunde keine Anschwellung oder Stenose der Papilla Vateri oder des Duodenums nachgewiesen wurde. Aufgrund der Obengenannten mikroskopischen. Befunde neigt der Verfasser vielmehr zu der Annahme, dass hier sowohl die Gallenatauung als auch die Leberzellen selbst, und sogar mehr oder weniger auch das Retikuloendoterialsystem, eine wichtige Rolle gespielt haben.
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489