Journal of Okayama Medical Association
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再ビ膀胱原基ノ發生ニ就テ Ratte胎兒ニ於ケル檢索

森 六朗 岡山醫科大學解剖學教室胎生學研究室
Thumnail 49_946.pdf 19.2 MB
抄録
Bereits früher habe ich unter der Leitung von Herrn Professor Dr. J. Shikinami eine Untersuchung über die Entwicklung der Harnblasenanlage bei Mausembryonen angestellt und gezeigt, dass die aufänglich Entwicklung der Harnblase bei Mausenembryonen verschieden von der anerkannten Theorie von Keibel (1893) verläuft. Weiterhin habe ich unter derselben Leitung Untersuchungen über die Entwicklung der Harnblase bei Rattenembryonen angestellt und dabei fast die gleichen Resultate wie bei den Mausembryonen erzielt. Demnach kann als sicher festgestellt werden: Die Entwicklung der Harnblase verläuft je nach den Tierarten verschieden. Das Material wurde in Formol-Alkohol fixiert die Färbung ganz mit Hämatoxylin- Eosin vorgenommen. Allas wurde in Paraffin eingebettet und in queren Serien von 10, 20 oder 30 Dicke geschnitten. Die Wachsplattenmodelle wurden in 50, 75 oder 100 facher Vergrösserung nach der Born-Peterschen Methode angefertigt. Die hauptsachlichen Resultate lassen sich folgendermassen zusammenfassen: 1) Die Harnblasenanlage entwickelt sich vom kranialen Ende des Allantois- schenkels aus (der Allantoisgang ist schon verschwunden). In einem späteren Entwicklungsstadium bildet sich von dieser Anlage und von dem daran beteiligten kleinen Teile des Allantoisschenkels aus, die gemeinsame Harnblasen- Harnröhrenanlage. Dieser Vorgang ist bei Rattenembryonen ganz identisch mit dem gleichen bei Mauseembryonen, verläuft aber ganz ver schieden bei Kaninchen- und Schweineembryonen. 2) Später verschiebt sich die Mündungsstelle des Ureters nach oben, die gemein- same Harnblasen- Harnröhrenanlage teilt sich in eine besondere Harnblasenanlage und eine besondere Harnröhrenanlage. Dieser Vorgang ist bei Rattenembryonen ebenfalls ganz identisch mit dem bei Mauseembryonen. 3) Die Harnblase bildet zuerst die Basis, dann den Korper und zuletzt den Scheitel aus. Die Reihenfolge dieser Entwicklung bei Rattenembryonen ist der bei Kaninchen- und Schweineembryonen gerade entgegengesetzt. Diese Verschiedenheit ist dadurch bedingt, dass bei Rattenembryonen sich die Harnblase kranialwärts entwickelt, bei Kaninchen- und Schweinembryonen dagegen kaudalwärts, wobei der Entstehungort der Harnblasenanlage verschieden ist. 4) Am Eude der Embryonalzeit der Mauseembryonen weist die Harnblase ein Kugelform auf und vollendet ihre morphologische Entwicklung; bei Rattenembryonen hingegen ist ihre Gestalt etwa läsnglich-rund, auch ist die Partie des Scheitels morphologisch noch nicht vollendet. 5) Bei Mauseembryonen entwickelt sich die Harnblase symmetrisch zu der Medianlinie, bei Rattenembryonen aber stets asymmetriseh; besonders am Blasen- scheitel entwickelt sich die recite Hälfte immer stärker als die linke. 6) Die primäre Harnröhre (Urethra im engeren Sinne) verlängert sich und ähnelt mit fortschreitenden Wachstum allmählich immer mehr einer ovalen Röhre; bei 31,8mm Scheitel-Steiss-langen Embryonen ist ihre Bildung beendet; ihre ganze Länge beträgt etwa 0,78mm. 7) Bei Mause- und Rattenembryonen wird die primäre Harnröhre von der gemeinsamen Harnblasen- Harnröhrenanlage aus gebeldel; bei Kaninchen und Schwein- embryonen aber entsteht sie durch die Ausdehnung des Allantoisschenkels. 8) Die Uretern münden in die Harnbasis, indem sie innen-kranialwärts konver- gieren. Es entsteht keine Krümmung oder Verschiebung der Uretermündung wie bei Maus-, Kaninchen- und Schweineembryonen.
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489