Journal of Okayama Medical Association
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胞状鬼胎ニPorro氏手術ヲ行ヒタル後早期ニ變位性脉絡膜上皮腫ヲ發生シタル1例及ビ他1例 附. Porro氏手術ノ適應ニ就テ

岡崎 哲 日本赤十字社香川支部病院産婦人科
Thumnail 47_2097.pdf 12.3 MB
抄録
Es handelt sich um eine 27 jährige, 3 mal niedergekommene Bäuerin. Sie hat vor 3 Jahren zum letzten Male geboren; das Kind lebt. Die Periode begann am 13. März 1934 wie gewöhnlich, war von 5 tätiger Dauer und ohne Beschwerde. Seit etwa 20 Tagen traten in verschiedenen Zwischenräumen Genitalblutungen und wehenartige Schmerzen im Unterleib auf. Die Frau wurde am 16. August 1934 in unsere Klinik aufgenommen. Gynäkologischer Befund; Der Uterus steht 3-Querfinger-breit unterhalb des Schwertfortsatzes und ist auffallend weich. Vulva und Vagina sind ohne Besonderheiten, der Muttermund ist für die Fingerkuppe geöffnet. Das Cavumsekret ist dunkelblutig von mässiger Menge. Diagnose; Blasenmole. Therapie; Am 16. August Laparotomie-Porrosche Operation- glatt ausgeführt. Makroskopischer Befund der inneren Geschlechtsorgane: a) Der Uterus, welcher von Blasenmole völlig ausgefüllt war, hatte eine glatte Oberfläche und zeigte makroskopisch keine fraglichen Veränderungen. b) Die beiden Ovarien waren etwa hühnereigross angeschwollen und waren von sog. Luteincysten umgeben. c) Die sonstigen inneren Geschlechtsorgane zeichten nichts Abnormes. Bis zum 11. Tage nach der Operation war der Verlauf günstig, die Wundheilung ebenfalls. Am 28. August (am 12. Tage nach der Laparotomie) entdeckte man leider wider Erwarten an der rechten Seite des Introitus vaginae und der Urethralmündung drei, etwa erbsengrosse, braunrötlich gefärbte, leicht blutende Tumoren. Das Röntgenbild der Lungen (am 28. August 1934) zeigte keine Besonderheiten, namentlich nicht für die Annahme von Metastasen. Am 1. September war dei Zondek-Aschheimsche Reaktion beim Kaninchen noch stark positiv. Auf Grund der oben beschriebenen Befunde scheint mir die Diagnose “ektopisches Chorionepitheliom” richtig zu sein. Am 1. September wurden daher die Tumoren exstirpiert. Der mikroskopische Befund wurde auch als zu Recht bestehend nachgewiesen. Am 6. September (am 5. Tage nach der Tumorenexstirpation) wurde die Z-A-R negativ. Primär ektopisches Chorionepitheliom kommt meist nach der Entleerung der Mole oder des Eies, selten während der Gravidität und äusserst selten nach der Porroschen Uterusexstirpation vor. Endlich halte ich diesen Fall für ein seltenes primär ektopisches Chorionepitheliom der Scheide nach der Porroschen Operation. Über die Indikationen der Porroschen Operation bei Blasenmole ist meiner Ansicht kurz folgendes festzustellen:- 1) Wenn die Patientin einen heftigen Wunsch nach dem Kind hegt, wie das besonders bei jungen Frauen der Fall ist, so muss man zuerst die Ausräumung des Uterus schonend ausführen und dann den Verlauf vorsichtig beobachten. 2) Bei allen sonstigen Fällen, wie z. B. bei schon mehrmals niedergekommenen oder alten Frauen, scheint mir die Porrosche Operation eine grundsätzliche Massnahme für die Blasenmole zu sein.
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489