Journal of Okayama Medical Association
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所謂外傷性半月状骨骨軟化症ニ就テ

葛城 雷次郎 岡山醫科大學津田外科教室
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抄録
Die sog. traumatische Malacie des Os lunatum manus ist eine osteomalazische Rückbildung, die auf Os lunatum beschränkt, unspezifisch und nicht entzündlich verläuft. Sie wurde erst im Jahre 1910 von Kienböck als eine selbständige, typische Krankheit beschrieben, deshalb in Deutschland heisst sie auch Kienböcksche Krankheit. Da ich auch 12 Fälle derselben antraf und dabei Ursachen, Hauptsymptome, operative Resultate u. a. beobachtete, so möchte ich hier darüber berichten. Es handelt sich bei meinen. Fällen ausnahmslos um die relativ gesunden jungen Männer im Alter von 20-27 Jahren, die sich täglich mit der Handarbeit beschäftigen. In der Mehrzahl der Fälle (8 von 12 Fällen) fand ich die Krankheit am rechten Os lunatum. Die Hauptklagen bestanden in der Anschwellung, den Schmerzen und der Bewegungsstörung im Handgelenk. Solche Fälle, die in der Anamnese sicher erkennbares Trauma als veranlassende. Momente der Krankheit zeigten, betrugen nur zwei. Bei solchen, wo die Operation relativ frühzeitig (innerhalb eines Jahres nach dem Krankheitsbeginn) vorgenommen wurde, ging der postoperative Verlauf gut vonstatten und die wegen der Operation aufgetretenen Bewegungsstörungen sowie Schmerzen sind meist in 2-6 Monaten fast spurlos verschwunden, so dass die Kranken die Arbeit ohne besondere Beschwerden wieder in Angriff nehmen konnten. Doch bei einem Falle, der seit der Erkrankung schon 3 Jahre zugebracht hat, bleibt selbst etwa 5 Jahre nach der Operation noch eine leichte Störung übrig. Wie Kappis, Müller, Santozki, Kopelmann u. a. behaupten, ist das der Grund, warum die frühzeitige Operation notwendig ist. Obwohl die Ursachen dieser Krankheit nicht so einfach sind, könnte man sie hauptsächlich in einem osteomalazischen Prozesse suchen, der im Os lunatum durch die wiederholt entstandenen feinen Knocheubrüche wegen von Dauertrauma und durch die Ernährungsstörung zustandegebracht wird, die von der durch chronische Reize verursachte Verletzung der knochenernährenden Gefässe herrührt. Dass diese Krankheit unter den Handwurzelknochen besonders auf Os lunatum beschränkt ist, sollte auf die dynamischen Einflüsse infolge seiner speziellen anatomischen Lage zurückgeführt werden. Im grossen und ganzen muss man zuerst einmal diese Krankheit in Betracht ziehen, wenn die jungen Leute, die sich mit der Handarbeit als Beruf beschäftigen, über die dauernden Schwellungen und Schmerzen im Handgelenk klagen. Zur Festsetzung des Heilplanes ist es wichtig, diese Krankheit von der Tuberkulose des Handgelenks sowie der Handwurzelknochen zu unterscheiden.
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489