Journal of Okayama Medical Association
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腎臟生體染色ニ及ボス「グアニヂン」ノ影響ニ就テ

己斐 言 岡山醫科大學解剖學教室
Thumnail 47_145.pdf 1.22 MB
抄録
Bei kaninchen injizierte der Verfasser eine 2%ige Guanidinlösung und dann eine 2%ige Trypanblaulösung in die Ohrvene und zwar je 7cc pro Kilo Köpergewicht. Nach Verauf von 30 Minuten, 6 und 24 Stunden tötete er die Tiere, um ihre Nieren histologisch zu untersuchen, wobei er zur Nachfärbung eine Bismarckbraunlösung gebrauchte. Als Kontrolle dienen Kaninchen, die mit Ausnahme des Guanidins auf dieselbe Weise behandelt wurden. Dazu noch untersuchte der Verfasser die Nieren der täglich einmal die genannte Injektion durch 3 Tage hindurch erfahrenen Tiere. Daraus ergibt sich das Folgende: 1) 30 Minuten nach Guanidintrypanblauinjektion schwellen die Nierenepithelzellen stark an und man sieht eine farbstoffhaltige Stauung in den Blutkapillaren der Niere, sowie Farbstoffmassen in den Harnkanälchen, während die Eipthelzellen selbst vom Farbstoff frei sind. 2) Bei Kaninchen, die die genannte Injektion 6 oder 24 Stunden überlebten, vermindert sich die Anschwellung der Nierenepithelzellen mehr oder weniger, indem sie im allgemeinen ungefähr eine mittelmässige Anschwellung zeigen. Dabei enthalten die Zellen Farbstoffgranula, die sich den Stäbchenapparat von Heidenhain entlang anreihen und bei den die Injektion 24 Stunden überlebten Tieren zahlreichen sind. 3) Bei den Kaninchen, die durch durch 3 Tage hindurch der Injektion unterworfen waren und die letzte Injektion 24 Stunden überlebten, schwellen die Nierenepithelzellen stark an und enthalten zahlreiche Farbstoffgranula, die den ganzen Zellleib ausfüllen oder zu einem Klümpchen zusammenfliessen. Ausserdem sieht man stellenweise gleichmässig gefärbten Zellen und Kerne. Die Glomeruli und die die Harnkanälchen umgebenden Blutkapillaren zeigen eine farbstoffhaltige Stauung, während die Harnkanälchen zahlreiche Farbstoffklümpchen ober Farbstoffzylinder enthalten. 4) Bei den nur mit Trypanblau behandelten Kontrolltieren sind die Nierenepithelzellen stets kleiner als bei den Guanidintieren, sodass sie fast normale Grösse darbieten. Doch sieht man bei den Kontrollkaninchen weder gleichmässig gefärbte Zellen und Kerne noch zerfallene Zellen. 5) Die Anschwellung der Nierenepithelzellen durch Guanidin beruht hauptsächlich darauf, dass der Calciumgehalt im Blut sich vermindert und infolge dessen die Kaliumwirkung dominiert. Dazu kommt noch dass die Kurareähnliche Wirkung, d. h. die eine Paralyse veranlasende Wirkung von Guanidin vielleicht daran beteiligt ist. Bei den Guanidintieren tritt der Befund der vitalen Färbung winiger zutage als bei den Kontrolltieren. Dies ist darauf zurückzuführen ist, dass die Anschwellung der Nierenzellen bei jenen deutlich ist und daher der farbstoffhaltige Gewebssaft die Zellen schnell fliesst, ohne zur Ablagerung des Farbstoffes Anlass zu geben, wie es bei den Kontrolltieren der Fall ist.
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489