Journal of Okayama Medical Association
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温度ノ免疫竝ニ膠質反應ニ及ボス影響ニ就テ

石原 忠之 岡山醫科大學衛生學教室
Thumnail 46_2660.pdf 1.82 MB
抄録
Über die passendste Temperatur für die Bakterienagglutination werden seit langem von zahlreichen Forschern Untersuchungen angestellt. Die geeignetste Temperatur für die Bildung grosser Flocken ist nach Kafka, Venema, Stern u. a. 37°C, nach Weil, Sadler, van Loghem, Porges u. a. 50-55°C, nach Gaehtgens weniger als 37°C, nach Asakawa 0°C: so bestehen in dieser Frage noch grosse Meinungsverschiedenheiten. Die gewöhnliche Methode zur Agglutininuntersuchung pflegt meist nach 2 Stunden langer Digerierung bei 37°C und in Zimmertemperatur oder bei 0°C das Objekt ruhig liegen zu lassen und am nächsten Tage zu prüfen. Aber bei dieser Methode stösst man oft auf undeutliche Reaktionen. Deshalb wird zur Messung des Agglutininwertes gewöhnlich das Agglutinoskop als Hilfsmittel gebraucht. Es ist sowohl nach der praktischen, als auch nach der theoretischen Seite hin interessant, dass durch Temperaturwirkung die Flockenbildung bei Agglutinin, Präzipitin und Kolloidreaktionen und auch die Vergrösserung der Flocken oder Vermehrung der Flockenbildung möglich ist. Zuerst habe ich die passendste Temperatur und Zeitdauer für die deutliche Flockenbildung bei Bakterienagglutininen bestimmt und die Grosse der Flocken mikroskopisch gemessen. Ferner habe ich auch bei der Präzipitation und der Kolloidreaktion (Kongorot und Janusgrün) dieselben Experimente angestellt und bin zu folgendem Schluss gelangt: 1) Die passendste Temperatur für die Colibazillenagglutination ist 45°C, die geeignetste Zeitdauer 24 Stunden. Bei dieser Methode kann man die Bildung der gröberen Flocken und eine äusserst klare Reaktion beobachten. 2) Mit dieser Methode kann man den Agglutininwert auch mit blossem Auge leicht bestimmen. 3) Sowohl bei der Präzipitation und der Kolloidreaktion wie auch bei der Agglutination jst es zu bemerken, dass eine hohere Temperatur für die Flockenbildung besser ist als eine niedrigere, was bei längerer Zeitdauer um so deutlicher wird. Es gibt jedoch eine Grenze zur Flockenbildung und man sieht keinen Unterschied zwischen 40-60°C, bei über 70°C bemerkt man sogar eine Verminderung der Flockenbildung.
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489