Journal of Okayama Medical Association
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脂肪組織糖原質ニ關スル研究(第4報)脂肪組織糖原質ノ「インスリン」ニヨル影響

佐野 進 岡山醫科大學病理學教室
Thumnail 46_2439.pdf 418 KB
抄録
Nach der Feststellung, dass die Glykogenbildung im Fettgewebe mit der Kohlehydratzufuhr in inniger Beziehung steht und beim Hungerzustand erheblich gefördert wird, hat Verf. nachstehende Versuch angestellt, um die Frage zu lösen, wie weit sich dabei das Fettgewebe im Vergleich zur Leber und Korpermuskulatur an der Glykogenbildung zu beteiligen vermag. Versuchsanordnung: Als Versuchstiere wurden Ratten, die man vorher 2 Tage hatte fasten lassen, gewäblt, da das Fettgewebe bei solchen Ratten sowohl chemisch als auch histologisch immer als glykogenfrei nachgewiesen wurde. Die Tiere wurden während verschiedener Zeitdauer (1, 3, 5, 10 und 15 Tage hindurch) täglich einmal mit Insulin von 1/2 Einheiten eingespritzt und 3 Stunden danach getötet. Das Verhalten des Glykogens in Leber, Körpermuskulatur und Fettgewebe (interscapularem) wurde nach der Takahata'schen Mikromethode chemisch untersucht und mit mikroskopischen Befunden der Gewebsstücke verglichen. Zur Kontrolle wurden vor und nach der Insulininjektion Blutzuckeruntersuchungen nach der Bang'schen neuen Methode ausgeführt. Ergebnisse: Bei einmaliger Insulininjektion erscheint das Glykogen im an sich glykogenfreien Fettgewebe in reichlicher Menge. Bei 3 und 5 tägigen Insulingaben tritt im allgemeinen die Glykogenanreicherung in Leber, Muskulatur und Fettgewebe hervor, besonders im letzten Gewebe ist sie bei mehreren Fällen stärker als in der Muskulatur. Bei 10 tägigen Insulingaben nimmt der Glykogengehalt im Fettgewebe ab und bei 15 tägigen Gaben kann er manchmal völlig verechwunden sein. Bei Kontrolltieren, die ohne Insulininjektion in derselben Weise wie Versuchstiere gefüttert wurden, zeigt sich das Fettgewebe immer glykogenfrei, mit Ausnahme einer Ratte, deren Fettgewebe nur einen geringen Glykogengehalt aufweist. Nach obiben Versuchsresultaten ist der Beweis also erbracht, dass das Verhalten des Fettgewebes durch Insulin bedeutend beeinflusst wird und das Fettgewebe in bestimmtem Zustande stärker als die Leber sowie Körpermuskulatur am Glykogenstoffwechsel beteiligt ist.
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489