Journal of Okayama Medical Association
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無尾兩棲類ニ於ケル水晶體ノ發生ニ就テ(特ニ本邦産蟾蜍ニ於ケル檢索)

渡邊 武 岡山醫科大學解剖學教室胎生學研究室
Thumnail 46_2405.pdf 8.7 MB
抄録
Es ist eine sehr interessante Frage, ob sich die Anurenlinse ursprünglich als solide Anlage, wie von Götte (1875) zuerst angegeben wurde, oder als Grübchen oder Säckchen wie bei anderen Wirbeltieren entwickelt. Im Jahre 1921 hat A. Jokl eine merkwürdige Studie über dieses Problem veroffentlicht. Er hat bei Rana temporaria zwei verschiedene Linsenbläschen im Laufe der Entwicklung unterschieden und dazwischen noch ein Stadium der soliden Linsenanlage angenommen. Neuerdings hatte ich Gelegenheit, bei Bufo vulgaris japonicus diese Fiage zu untersuchen. Merne Resultate lassen sich folgendermassen zusammenfassen: 1) Bei der 5.0mm langen Larve bemerkt man eine uiedrig-konische Verdickung der Grundschicht der Epidermis (Linsenplatte) an der lateralen Seite der gerade zu dem Augenbecher übergehenden Augenblase (Fig. 2). 2) Die Linsenplatte hebt sich zuerst von der Deckschicht ab und faltet sich dann ein, wodurch hier ein Linsengrübchen entsteht. In dem Liusengrübchen finden sich einige pigmenthaltige atretische Zellen, die bis zum spätersten Stadium des Linsenbläschens zurückbleiben, um endlich spurlos zu resorbieren (Fig. 3u. 4). Was die benachbarte Grundschicht der Linsenanlage anbetrifft, so bemerkt man, dass sich die Grundschicht an ihrer ventralen Seite stärker verdicket als an ihrer dorsalen. 3) Mit dem rapiden Wachstum der Linsenanlage nach innen und ventral verengert sich das Lumen des Linsensäckchens so schmal, dass kann man spaltförmige Lücke kaum zu finden. Dieses Lumen verschwindet aber sehr bald und es tritt das sog. "Stadium der soliden Linsenanlage" ein. (Larve von 7.0-8.0mm Körperlänge. Figg. 5u. 6). So handelt es sich bei meinem Tier höchstwahrscheinlich nicht um das "primäre Linsenbläschen". 4) Die Verbindung zwischen Linsenanlage und Epidermis schnurt sich zuerst ein, um einen schmalen Linsenstiel zu bilden, der im weiteren Wachstum von der Grundschicht der Epidermis abgelöst wird, und zwar findet diese Trennung zuerst an der dorsalen Seite statt (Fig. 6). Die ventrale Verbindung bleibt also noch ziemlich lange bestehen, wird aber auch endlich in dichter Nähe der Linsenanlage abgetrennt (Fig. 7). "Der ventrale Haftstiel der Linse (Jokl)" bei den vorliegenden Tieren hebt sich durchaus nicht von der Deckschicht ab. 5) Im nächsten Stadium (Larve von 8.0-9.0mm Körperlänge) beginnen die Zellen im zentralen Teil der soliden Linsenanlage sich aufzulockern, wodurch sich an mehreren Stellen kleine Spalträume bzw. Vakuolen bilden, die in der weiteren Entwicklung zu einem einheitlichen Lumen verschmelzen, und hier erst entsteht das Linsenbläschen (Figg. 8u. 9). 6) Die im früheren Stadium seitlich abgeplattete Linsenanlage nimmt allmählich eine kugelige Gestalt an und die Verfaserung schreitet immer weiter an der hinteren Wand des Linsenbläschens fort, bis es endlich an seiner vorderen Wand zu dichter Berührung kommt.
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489