Journal of Okayama Medical Association
Published by Okayama Medical Association

<Availability>
Full-text articles are available 3 years after publication.

鷄眼網膜色素移動ニ就テ

松浦 堯 岡山醫科大學病理學教室
Thumnail 45_885.pdf 329 KB
抄録
Es ist bis heute allgemeine Überzeugung, dass die örtliche Verschiedenheiten der Pigmentbewegung, die in der Retina des Tagvogels mit Belichtung oder Verdunkelung einsetzen, dem Verhältnis der Dichtigkeit der Stäbchen entspricht. Wo die Stäbchen sich dicht nebeneinander befinden, da ist auffällig, bzw. im Zentralgebiet, wo aber die Stäbchen ganz spärlig vorhanden sind, ist sie kaum nachweisbar. Als der Verfasser früher die durch das Licht bewirkte Formänderung der Sehzelle im Hahnenauge erforschte, konstatierte er die Tatsache, dass sie im Zentralteil der Netzhaut am grössten ist. So führte er diese Arbeit fort, in der Annahme, dass die Pigmentbewegung von den gleichen Umständen wie die Formänderung der Sehzellen abhänge. Er wählte zuerst viele, tadellose, durch Medianschnitt hergestellte mikroskopische Präparate und mass den Abstand zwischen dem meist ausgewanderten Pigmentkorn und der skleralen Grenze der Pigmentzellen. Indem er ausserdem die mannigfachen Übergangszustände zwischen Hell- und Dunkelstellung in Betracht zog, kam zu folgenden Schlüssen. 1) Die örtliche Verschiedenheit des Auswanderungsabstandes der Pigmentkörner in einer Retina entspricht ungefähr der Dichtigkeit der Zapfen sowohl in Dunkelstellung als auch in Hellstellung, steht demgemäss um Gegensatz zur Dichtigkeit der Stäbchen. 2) Wo die Pigmentkörner weiter entfernt auswandern, da ist die mit Hell-und Dunkelstellung eintretende Differenz der Auswanderungsabstände grösser, weshalb der Umfang der Pigmentbewegung im Zentralteile am grössten ist, und je entfernter davon, desto kleiner. Diese Tatsache beweist, dass die Verhältnisse ähnlich wie beiden Bewegung der Sehzellen liegen. 3) Übergangsvorgänge der Pigmentkörner zwischen der Hell- und Dunkelstellung folgen denen der Zapfen und haben nur wenig Beziehung zu denen der Stäbchen. 4) Bei der Belichtung verschiedener Stärke zeigen die Pigmentkörner in jedem Falle einen gewissen eigentümlichen Auswanderungsgrad, so dass es aussieht, als ob sie sich jeder Helligkeit anpassten, und halten danach diesen Zustand fest.
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489