Journal of Okayama Medical Association
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諸種痙攣毒ノ家兎血清「カルシウム」含量ニ及ボス影響ニ就テ

内橋 禮次 岡山醫科大學藥理學教室
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抄録
Verf. untersuchte den Einfluss verschiedener Krampfgifte auf den Blutkalkspiegel beim Kaninchen, wobei auch ihr Wirkungsmechanismus auf den Calciumstoffwechsel diskutiert wurde. Die zur Anwendung gelangten Gifte wurden frisch in Wasser gelöst und je in Subkrampfdosis ausschliesslich subkutan injiziert. Die Resultate sind kurz zusammengefasst folgende: Die Gifte, welche beim Kaninchen Krämpfe verursachen, wirken auf den Blutkalkspiegel nicht einheitlich. Picrotoxin, Santosol (santoninsaures Natrium) und Antipyrin rufen eine Herabsetzung des Ca-Gehaltes im Blute hervor, während Strychnin Thebain, Codein und Caffein eine Steigerung desselben bewirken. Nach der beiderseitigen Durchschneidung der Nn. splanchnici und auch nach der Einwirkung von Yohimbin, welches die fördernden Fasern des Sympathicus zu lähmen vermag, tritt die Ca-vermindernde Wirkung des Picrotoxins und Santosols nicht mehr auf. Aus diesen Tatsachen geht hervor, dass diese Wirkung wohl durch eine Ca-Ionenverschiebung aus der Blutbahn in die sympathisch innervierten Stellen zustande kommt.Dagegen wird die Ca-vermehrende Wirkung des Strychnins, Thebains und Codeins durch Vorbehandlung mit Yohimbin gar nicht beeinflusst. Berücksichtigt man, dass diese Gifte bekanntlich auf die Reflexerregbarkeit des Rückenmarkes sowie der oberen Zentren steigernd wirken, so liegt der Gedanke nahe, dass die sympathischen Zentren durch diese Substanzen wohl nicht beeinflusst werden, und dass diese Wirkungsweise vielleicht auf die Ca-Ionenverschiebung aus von anderen Nerven innervierten Stellen in die Blutbahn zurückzuführen sei. Die blutkalkvermehrende Wirkung des Caffeins, welches als zentrales Sympathicusgift bekannt ist, wird durch Yohimbin zwar nicht völlig gehemmt, seine Wirkungsdauer aber deutlich verkürzt. Was den Wirkungsmechanismus des Caffeine auf den Ca-Stoffwechsel anbelangt, so werden Ca-Ionen bei der Einwirkung dieses Stoffes grösstenteils aus den sympathisch innervierten Stellen in die Blutbahn verschoben. Daneben wirkt es teilweise aber strychninartig. Endlich wird die blutkalkherabsetzende Wirkung des Antipyrins im Gegensatz zu derjenigen des Picrotoxins und des Santosols durch Yohimbin nicht beeinflusst. Über seinen Wirkungsmechanismus bleibt noch unentschieden.
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489