Journal of Okayama Medical Association
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「ヒスタミン」ノ生物學的作用ニ因スル研究 第5報 Histaminト血糖價及ビ體温トニ因スル實驗的研究(其一)

松枝 新 岡山縣連島町松枝醫院研究室
Thumnail 44_859.pdf 2.07 MB
抄録
Hier werden zuerst die Versuchsergebnisse bezüglich des Einflusses der subkutanen und intravenösen Histamininjektion auf den Blutzucker und die Körpertemperatur an Kaninchen, Hunden und auch an Menschen geschildert. Die Bestimmung des Blutzuckers geschah immer nach Hagedorn-Jensen. 1) Das Histamin, subkutan oder intravenös angewandt, rief an Tieren und Menschen, wie schon von anderen Forschern angegeben, eine mehr oder weniger deutliche Hyperglykämie hervor, wenn auch deren Grad, Dauer und Verlaufsweise je nach der Versuchstieren und der Anwendungsweise etwas verschieden waren. An Menschen (hier nur subkutan angewandt) und Hunden stieg der Blutzucker nach der einmaligen Histamininjektion immer allmählich an, während an Kaninchen der Hyperglykämie eine nur vorübergehende Hypoglykämie voranging. Es wurde aber bei allen Tieren bemerkt, dass der Blutzucker nach der Hyperglykämie einmal bis zum subnormalen Werte abstieg, bevor er wieder zum normalen zurückkehrte. Im allgemeinen trat die Blutzuckersteigerung nach der intravenösen Anwendung schneller auf und ging in kürzerer Zeitdauer vorbei als nach der subkutanen. Die Höhe der Hyperglykämie hing nicht immer von der angewandten Menge Histamins ab; bei Kaninchen und Hunden zeigte sie dann den höchsten Wert, wenn eine sog. Shockdose oder beinahe eine solche Dose angewandt wurde, während beim Menschen der Blutzucker dabei sicher nicht in die Höhe, sondern manchmal eher herabging. 2) Durch die einmalige Histaminverabreichung wurde die Körpertemperatur an Kaninchen wenig beeinflusst, nur abgesehen von einigen Fällen mit Shockerscheinungen, wo eine geringfügige Herabsetzung gefunden wurde. An Menschen pflegte die Temperatur in der Achselhöhle im allgemeinen leicht zu steigen und nur bei Shockfällen wenn auch in geringem Grade, so doch zu sinken. An Hunden wurde aber die Körpertemperatur durch Histamin markanterweise beeinflusst, indem sie besonders bei subkutaner Injektion einer grossen Menge, d. h. beim Shock eine sehr ausgeprägte und etwa 10 Stunden oder darüber lange fortgesetzte Senkung zeigte, während bei intravenösern Injektion des Histamins manchmal sogar eine leichte Steigerung hervorgerufen wurde. 3) Wenn man Histamin an Kaninchen subkutan fortgesetzt injizierte, so wurde ohne Unterschied der gebrauchten Dose die sonst infolge der einmaligen Injektion auftretende, den Blutzucker steigernde Wirkung des Histamins stark gehemmt und auch die Körpertemperatur zeigte nur in einigen, mit einer grossen Dose behandelten, Fällen eine vorübergehende Herabsetzung. In der Zwischenzeit waren weder der Blutzucker noch die Körpertemperatur geändert, mit normalen Kaninchen verglichen. 4) Zwiscben den Schwankungen des Blutzuckers und der Temperatur durch Histamin wurde bei keinem Tiere ein bestimmter Parallelismus gefunden.
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489