Journal of Okayama Medical Association
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「パンヌス」ヲ全治セシムル青酸々化汞ノ作用ニ關スル實驗的研究

山田 金吾 岡山醫科大學解剖學教室
Thumnail 43_2382.pdf 5.16 MB
抄録
Erfahrungsmässig ist der Verfasser zur Überzeugung gelangt, dass subkonjunktivale Injektionen von Quecksilberoxycyanid für die Radikalbehandlung des Pannus sehr empfehlenswert sind. Um die vorzügliche Wirkung dieses Mittels auf dem histologischen Weg zu untersuchen, injizierte der Verfasser bei zahlreichen Kanincben 0.5-1.5 cc verschiedener Quecksilberoxycyanidlösungen einmal oder mehrmal ins subkonjunktive Gewebe und nach Verlauf verschider Zeiten exstirpierte ihre Augäpfel mit den Augenlidern. Bei einmaliger Injektion brauchte er eine 0.5%ige Lösung des betreffenden Mittels und die dadurch hervorgerufene Veränderung wurde 24 Stunden-30 Tage nach der Injektion beobachtet. Das Folgende ist der Befund: Das obere Augenlid ist stark ödematisch angeschwollen, die Sekretion des Augentalgs nnd der Tränenfluss steigern sich in hohem Grade und das Tier leidet an Lichtscheue. Dabei sind Chemosis, Ziliarinjektion, pseudomembranartiger weisser Fleck auf der Bindehaut an der injizierten Stelle, zuweilen subkonjunktivale Blutung, Ödem der Hornhaut, Trübung der Substantia propria, Hyperämie und Ödem der Iris u. s. w. zu sehen. Als histologischen Hornhautveränderung sieht man Unebenheit der Oberflacbe, partielle Abblätterung des Epithels, Veränderung der Färbbarkeit, Vakuolenbildung in den Epithel- und Endothelzellen, Zerfall oder Schrumpfumg der Kerne. Verdichtung der Membrana Descemeti, Vorhanddensein der Polyblasten, der kleinen Lympfozyten und der entzündlichen Spiesse. Das Epithel der Conjunctiva bulbi und der Fornix ist teilweise abgelöst, wobei die übrig bleibenden Zellen eine unregelmässige Anordung, Vakuolenbildung, Karyolyse, Karyorrhexis oder Schrumpfung der Kerne zeigen. Im Bindegewebe der Conjunctiva bulbi erweitern sicb die Blutgefässe stark und sind mit dem koagulierten Blut ausgefüllt, sodass der Blutkreislauf sich einstellt. Dabei stagniert auch die Lymphe, was zum Ödem Anlass gibt. Darauf folgt der Zerfall der Erytbrozyten, und die Absetzung der schwarzen Körnchen kommt zum Vorschein. Dann treten die Polyblasten, und die kleinen Lymphozyten in die Erscheinung, und infolge ihrer Phagozytose wird das Zerfallungsprodukt resorbiert. Die genannte Veränderung ist im Verlauf von 24-48 Stunden nach der Injektion am deutlichsten zu sehen, um dann durch den Resorptionsprozess allmählich zu verschwinden. Später verlieren die Polyblasten und die kleinen Lymphozyten nach und nach aus dem Gesicht und machen den Fibroblasten Platz. Die letzteren geben einstweilen zur Wuchrung und Verdichtung des Bindegewebes Anlass. Aber auch diese Veränderung tritt allmählich in den Hintergrund und man findet spätestens im Verlauf einer Woche nach der Injektion eine fast volständige Wiederherstellung des betreffenden Gebietes. In der Regel tritt die Trübung der Substantia propria corneae auf, wenn man 1.5 cc der genannte Injektionslösung gebraucht, obwvohl sie innerhalb einer Woche ganz verschwindet. Dagegen kommt sie gar nicht zum Vorschein im Falle, wo nur 0.5-1.0 cc der Lösung injiziert wird. Diese Tatsache ist beachtenswert bei der therapeutischen Anwendung des Mittels. Wenn es sich um mehrmalige Injektionen handelte, so wurden eine 2,000 fache, eine 3,000 fache und eine 5,000 fache Quecksilberoxycyanidlösung für sich gebraucht. Jede Lösung wurde mit einem Zwischenraum von 5 Tagen 3 bis 10 mal injiziert. Am 7-30. Tage nach der letzten Injektion untersuchte man das Befinden des Tieres and das Gewebe des betreffenden Gebietes. Folgendes ist der Befund: Die Hornhaut zeigt keine Abweichung, die Konjunktiva jet getrübt und verdichtet mit einem porzellanartigen weissen Glanz. An der injizierten Stelle vermindern sich die Blutgefäse oder sind gar nicht zu sehen Die Conjunctiva bulbi härtet sich, und die Bindehaut ist mit der Sklera fest verwachsen. Die genannte narbenartige Veränderung ist besonders deutlich im Falls, wo die mehr konzentrierte Lösung gebraucht wurde. Sie tritt jedoch allmählich in den Hintergrund im Verauf eines Monates nach der letzten Injektion, um dann mit einem normalen Gewebe Jewechselt zu werden. Diese Tatsache steht mit einem klinischen Vorgang im Einklang, dass das obere Augenlid des Kranken nach der Quecksilberoxycyanidbehandlung eine Zeit lang sich nicht umkehren lässt, später aber leicht umkehrbar wird. Der Unterschied zwischen Menschen und Kaninchen besteht nur darin, dass eine vollständige Wirderherstellung beim Kaninchen innerhalb eines Monates erfolgt, im Gegensatz zum Menschen, bei dem sie 3-5 Monate in Anspruch nimmt. Die mit einem Zwischenraum von 5 Tagen wiederholten subkonjunktivalen Injektionen von Quecksilberoxycyanid, wenn 1.5cc einer so dünnen Lösung wie einer 0,1 Prozentigen als einmalige Dosis gebraucht wird. haben keine Veränderung der Chorioidea, Retina und des N. Opticus zur Folge, u. z. so, selbst wenn sie über zehnmal wiederholt werden. Auf Grund der genannten experimentellen Resultate ist der Verfasser der Meinung, dass die vorzügliche Wirkung von Quecksilberoxycyanid gegen Pannus neben seiner starken bakterientötende Kraft auf seine eiweiskoaglierende und den Blutkleislauf sistierende Wirkung zurückzuführen ist. In der Conjunctiva bulbi, wo das Mittel injiziert worden ist, sieht man in erster Linie, dass die Blutgefässe sich stark erweitern und mit dem koagulierten Blut ausgefdllt sind. Dies muss auf die Heilung des Pannus einen bedeutungsvollen Einfluss ausüben, da die neugebildeten Hornhautgefässe beim Pannus aus den subkonjunktivalen Gefässe der Conjunctiva bullbi stammen. In zweiter Linie treten die Polyblasten, die kleinen Lympozyten und in der Hornbaut die Spiesse in die Erscheinung, um Zerfallungsprodukt zu resorbieren. Anstatt ihrer treten später die Fibroblasten in den Vordergrund, was zur Biudegewebswucherung und einer Narbenbildung führt. Im weiteren Verlauf der Zeit wird auch dieses narbenartige Gewebe allmählich undeutlich, um endlich mit einem ganz normalen Gewebe ersetzt zu werden. Gleichzeitiger Gebrauch von Adrenalin und Novocain bei Quecksilberoxycyanidbehandlung bringt mit rich keinen nennenswerten Erfolg, aber er ist bei therapeutischer Anwendung soviel vorteilhaft, als die Hornhautgefässe sich dadurch verengern und der Patient wenn auch einstweilen ein klares Sehen erfreut.
備考
原著
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489