Journal of Okayama Medical Association
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皮膚組織球ノ研究

小池 藤太郎 岡山醫科大學皮膚科泌尿器科教室
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抄録
Verfasser hat sich mit der Frage der Histiozyten in der Haut beschäftigt und kam zu folgenden Schlüssen. 1) Auf Grund der Untersuchungsergebnisse mittels intravenöser Lithionkarmininjektion lässt sich zuerst konstatieren: A) Beim Kaninchen enthält die Kutis sowie das subkutane Gewebe normalerweise eine respektable Anzahl von Histiozyten, die sich durch Farbstoffkörnchen im Protoplasma auszeichnen. Indessen wird der Farbstoff im allgemeinen weniger leicht von den Histiozyten der Haut aufgenommen als von denjenigen der übrigen Organe. Die Histiozyten der Haut kommen meist als Zellen von verschiedener Gestalt mit einzelnen und exzentrischen Kernen vor, und zwar reichlich in der Umgebung der Haarbälge, Talgdrüsen, sowie der Blutgefässe. In der Regel werden sie normalerweise nicht in der Epidermis nachgewiesen. B) Den Lageverhältnissen gemäss gestalten sich die Histiozyten in den oberen Schichten der Kutis manohmal spindelförmig oder länglich und erinnern uns morphologisch gewissermassen an die Fibroblasten, während sie in den tieferen Schichten immer mehr rundlich oder polygonal werden. 2) Bei stärkerer intravenöser Vitalfärbung der Haut zeigen auch manche Fibroblasten die gleichen roten Körnehen wie die Histiozyten. In solchen Fällen ist die Differenzierung dieser beiden Zellen recht schwer. Deshalb sollte bei Vitalfärbung zum Zwecke der Unterscheidung der Hautzellen der Farbstoff geeignet dosiert werden. 3) Die intrakutane Karmininjektion verursacht an den betreffenden Stellen eine seröse Entzündung mit Histiozytenanhäufung. Im frühen Stadium der Entzündung sind die Histiozyten noch spärlich und zwar nicht reich an Farbstoffkörnchen, jedoch vermehren sie sich immer stärker, um gewöhnlich nach 7-10 Tagen ihre Höchstzahl zu erreichen. (Fig. 1 in det Tafel) Die Körnchen sind anfänglich relativ fein, beinah gleich gross und gleichmässig im Protoplasma verteilt. Später werden sie indes ungleich gross bzw. grobkornig, indem sie untereinancder konfluieren. Im fortgeschrittenen Stadium degenerieren die Histiozyten grösstenteils und gehen bald darauf zugrunde, wobei die frei gewordenen Karminkörnchen im Körpersaft aufgelöst, zum Teil vielleicht durch die Blut- und Lymphgefässe nach anderen Körperteilen verschleppt, zum Teil von den lokal neugebildeten Histiozyten wieder aufgenommen werden. Ferner dringt ein Teil der Histiozyten unmittelbar in die Venen ein und gelangt in die übrigen Körperteile. 4) Die im Entzündungsherd auftretenden Histiozyten stammen höchstwahrscheinlich vorzugsweise aus den Adventitiazellen der betreffenden Bezirke. Diese Zellen vermehren sich allmählich infolge von entzündlichen Reizen, um einige Tage später eine gewisse Zahl zu erreichen. Ob ein Teil der Histiozyten auch hämatogenen Ursprungs ist, lässt sich recht schwer mit Bestimmtheit nachweisen, doch scheint es wahrscheinlich, dass eine solche Möglichkeit nur mit grossem Vorbehalt anzunehmen ist. Werden die Blutgefässe durchschnitten und wird dann ihr Inhalt mit physiologischer NaCl-Lösung ausgespült, so nehmen die aus den Blutgefässen auswandernden Blutelemente an Zahl sehr ab. Trotzdem sind die Histiozyten, soweit das Gewebe noch keine beträchtliche Ernährungsstörung erleidet, noch ziemlich reichlich anzutreffen. Das beweist die ortogene Natur der Histiozyten. Die Lymphozyten, die aus Blutgefässen auswandern, sind nur spärlicb, zeigen such gar keine Karminspeicherung. Bei keinem Falle lässt sich ein sicherer Beweis für den Umwandlungsprozess der Lymphozyten in Histiozyten konstatiereren. Die Fibroblasten nehmen nicht selten auf entzündliche Reize hin eine Histiozytenähnliche Gestalt an, speichern sogar im Zelleib Farbstoffkörchen. Jedoch lässt Bich kein bestimmtes Zeichen dafür nachweisen, dass sie in Histiozyten übergehen. Umgekehrt besteht such kein Beweis dafür, dass sich die letzteren in Fibroblasten umwandeln. 5) Die in den Histiozyten enthaltenen Karminkörnchen werden mit der Zeit allmählich gröber und nehmen einen immer intensiven braunen Ton an. Die Ursache dafür lässt sich schwer angeben, doch scheint es sicher, dass es auch auf die Veränderung des Farbstoffes selbst zurückzuführen ist, da sich die Karminlösung bloss auch bei längerer Aufbewahrung allmählich bräunlich färbt. Die Histiozyten enthalten manchmal auch Körnehen, die solche vom Blutpigment vortäuschen können. 6) Ausserdem nehmen die im Entzündungsherd erscheinenden Histiozyten Fett oder Lipoid in sich auf. Der Gehalt an diesen beiden Substanzen ist im Anfangsstadium der Entzündung sehr gering, wird aber nach und each immer grösser, was vielleicht auf die Degeneration der Zellen zurückzuführen ist. 7) Manche Histiozyten zeigen bei Entzündung nicht selten Vakuolenbildung im Zelleibe. (Fig. 3 in der Tafel) Bei fortgeschritenem Prozess derselben lässt Bich zugleich eine deutliche Degeneration der Zellen nachweisen. Wenn auch über das Wesen solcher Vakuolen vielfach gestritten wird, so handelt es sich doch sicher zum Teil um das in die Zelle eingedrungene Wasser. 8) Der Traubenzucker verstärkt das Speicherungsvermögen der Histiozyten gewissermassen, während die Salzsäure es abschwächt. Das Kochsalz übt bei geringerer Konzentration kaum einen bedeutsamen Einfluss auf die Funktion der Histiozyten aus. Mit KCl und CaCl(2) verhält es sich auch fast ebenso. 9) Bei lokaler Anwendung der Karminlösung lässt sich konstatieren: A) Der Haarschaft lässt sich mit Karmin diffus färben, zeigt jedoch keine Körnehen desselben. In den Wurzelscheiden sind dann und wann einige Histiozyten mit schönen Karminkörnchen zu beobachten, während in den Schweissdrüsen solche stets fehlen. B) Bei der Nekrose der Epidermis lassen sich Histiozyten auch dort nachweisen. C) Die Chromatophoren der oberen Kutisschichten fassen in sich manchmal Karminkörnchen nebst den braunen Pigmentschollen. Ihre Karminkörnchen verteilen sich fein, sie sind denen der Histiozyten ähnlich. Diese Tatsache führt uns zu der Vermutung, lass die Chromatophoren, wie schon von Kiyono behauptet wurde, histiozytärer Natur sind. D) Im Anfangsstadium der Entzündung emigrieren die polynukleären Leukozyten aus den Blutgefässen so massenhaft, dass ihre Zahl die der übrigen Zellen weit übertrifft. Bei einigen von ihnen sind manchmal schöne Karminkörnchen konstatierbar. (Fig. 2 in der Tafel) Nirgends sind Niederschläge des Farbstoffes oder Degenerationszeichen der Zellen nachweisbar. Daraus geht hervor, dass auch diese Zellen recht wahrscheinlich eine Speicherungsfähigkeit für Farbstoff besitzen. 10) Die in die Haut eingeführte Karminlösung wird zunächst von den ortogenen Histiozyten gespeichert, während ein Teil derselben von den regionären Lymphdrüsen aufgenommen und dann nach anderen Stellen transportiert wird. Ein anderer Tell des Karmins wird von der Haut unmittelbar in die Blutbahn verschleppt. So wird das Karmin hauptsächlich von den histiozytären Elementen der entfernten Organe elektiv gespeichert. Sowohl der Rest des Karmins, welches nicht von den Zellen aufgenommen oder transportiert wird, als auch das schon einmal von ihnen aufgespeicherte Karmin wird schliesslich übergeführt und von der Niere ausgeschieden. 11) Ähnlich verhält es sich mit der Tusche, welche jedoch viel langsamer als das Karmin vom Blut resorbiert, länger im Körper zurückgehalten und schwerer ausgeschieden wird.
備考
原著 ; 正誤表あり
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489