Journal of Okayama Medical Association
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腦脊髓腔及ビ眼前房内ニ於ケル免疫體ノ産生竝ニ移行ニ關スル研究

木村 敏太 岡山醫科大學衛生學教室
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抄録
Serologische Untersuchungen der Cerebrospinalflüssigkeit sind bis heute von sehr vielen Autoren vorgenommen worden. Sie beschränken sich jedoch auf Antitoxine, Hämolysine oder Agglutinine und scheinen mir nur wenig Rücksicht auf die Immunpräzipitine zu nehmen. Deswegen habe ich das Vorkommen des Präzipitins im Liquorraum bei verschiedener Immunisierungsweise untersucht und mich mit der Frage der lokalen Entstehung desselben in diesem Raume und in der Augenvorkammer weiter beschäftigt. Als Präzipitinbestimmungsmethode habe ich die Antigenverdünnung nach Uhlenhuth und die Antikörperverdünnung nach Ogata benützt und besonders mit der letzteren Mengenverhältnisse und spezifische Eigenschaft des Präzipitins (Bindungszone für Antigenverdünnung) genau bestimmt. Bei dieser Untersuchung ist von grosser Wichtigkeit, ob der Immunkörper von der allgemeinen Blutbahn aus zum Liquor übergeht, oder ob er selbst dort gebildet wird; für dieses Unterscheiduugsmerkmal habe ich die spezifische Eigenschaft des Präzipitins (Bindungszone) benützt. Als Kontrolle habe ich auch Hämolysine oder Agglutinine in beiden Kammern (Liquorraum und Augenvorkammer) untersucht und folgendes Resultat erzielt. 1) Wenn man durch die suboccipitale Injektion im Subarachinoidealraum eines normalen Kaninchens passiv das Präzipitinserum einspritzt, so wird dies Präzipitin sehr scnhell in den Blutkreislauf ausgeschieden und man kann nach 72 Stunden keine Spur mehr desselben im Liquor nachweisen. 2) Bei aktiver Immunisierung tritt Hämolysin und Agglutinin im Liquor oder Kammerwasser des Kaninchens 7 Tage nach der letzten Injektion auf, aber das Mengenverhältnis beider Immunkörper ist sehr viel geringer als im Blut. Dieses relative Mengenverhältnis steigt mit dem Verlauf der Immunisierung und zeigt sich am höchsten nach mehr als 30 Tagen, von der letzten Injektion abgerechnet. Dabei sinkt die absolute Menge des Immunkörpers im Liquor oder im Blut selbstverständlich mit dem Verlauf der Immunisierung ab. Diese relative Vermehrung beruht vielleicht einerseits auf der Veränderung der Gewebepermeabilität, andrerseits auf dem Antigeschwnund im Organismus. 3) Auch im Liquor des Kaninchens habe ich Serumpräzipitin und Bakterienpräzipitin bei aktiver Immunisierung gefunden. Ihr Mengenverhältnis zum Blut betrug 1/1, 000 bis 1/250 (Serumpräzipitin) und 1/1, 250-1/500 (Bakterienpräzipitin). Diese Präzipitinbestimmung erfolgt nach Ogata. 4) Durch einmalige Injektion des Antigens direkt in den Subarachinoidealraum des normalen Kaninchens habe ich in den meisten Fällen das Präzipitin im Liquor nicht gefunden (nur bei 2 unter 10 Fällen in sehr schwacher Reaktion). Wenn man aber diese Injektion 2-3 mal wiederholt, tritt das Präzipitin sowohl im Blut als auch im Liquor auf. Was diesen Fall anbetrifft, so kann ich nicht sicher entscheiden, ob der Immunkörper dabei lokal im Subarachinoidealraum gebildet wird, oder ob dieses Präzipitin wieder aus der Blutbahn herüberkommt, weil dabei die Bindungszonen beider Präzipitine (Blut und Liquor) keinen deutlichen Unterschied zeigen. 5) Spritzt man das Antigen direkt in den Liquorraum des vorher hoch immunisierten Kaninchens, so geht zunächst durch meningale Reize das Präzipitin im Blut stark in den Liquorraum über. Mit der Verminderung dieses Reizes wird das übergegangene Präzipitin wieder aus dem Liquorraum ausgeschieden. Wie schon oben gesagt, zeigen in diesem Falle beide Präzipitine im Blut und im Liquorraum ganz gleichen Bindungszonen. Doch 7 Tage nach dieser Einspritzung im Liquorraum zeigt sich ein deutliches Merkmal für die Lösung dieser Frage, weil nach dieser Ausscheidung das Präzipitin im Liquorraum aus Präzipitintiter, aus Bindungszone für Antigenverdünnung und auch aus dem Verlauf des Präzipitins desselben in der Blutbahn ganz klare Unterschiede gezeigt hat. Das Liquorpräzipitin ist niedriger als das in der Blutbahn, die Bindungszone im Liquor zeigt auch einen niedrigeren Wert und dieses Präzipitin dauert über einen Monat. Mit Bezug auf diese 3 Puukte kann ich behaupten, dass hier das Präzipitin aus der Blutbahn nicht übergeht, sondern in diesem Raum lokal gebildet wird. 6) Ich habe weiter, um in Verfolg dieser Frage eine Bestätigung zu finden, ein Kaninchen mit zweierlei Antigen (Rinderserum und Eiereiweiss) vorher vielmals immunisiert und nachher, wie oben, in den Liquorraum die eine Art der Antigene neu eingespritzt. Wenn man zum Beispiel bei diesem Kaninchen das Rinderserum einspritzt und den Verlauf des Präzipitins im Liquor verfolgt, so kann man bestätigen, dass dabei das Präzipitin für Eiereiweiss schon nach einer Woche verschwindet und nur das Antirinder-präzipitin sich wieder vermehrt und dort lange bleibt. Dies zeigt uns, dass Gewebszellen des Periliquorraumes, die vorher in einen geübten Zustand versetzt worden sind, durch nur einmalige Antigeninjektion den entsprechenden Antikörper stark und lange bilden können. 7) Auf Gruund obiger Beobachtungen will ich zum Schluss den Ursprung des Antikörpers im Liquorraum bei gewöhnlicher aktiver Immunisierung so erklären, dass in diesem Falle das Präzipitin aus zweierlei Quellen stammt; dass es erstens aus der Blutbahn übergeht und zweitens lokal im Periliquorraum gebildet wird, aber die letzte Quelle kann man nicht sicher angeben, weil die Bindungszone des Präzipitins immer mit derjenigen der Blutbahn vollständig übereinstimmt. Das lokale Präzipitin scheint infolge geringer Menge und niedriger Bindungszone durch die Blutbahn jedenfalls bedeckt zu werden.
備考
原著 ; 正誤表あり
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489