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白鼠摘出胃ノ生理及ビ藥理學的研究 第2囘報告 諸種ノ神經筋毒ノ作用

高橋 規浩 岡山醫科大學藥物學教室
赤松 圓 岡山醫科大學藥物學教室
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抄録
In der I. Mitteilung hat der eine von uns (T) gefunden, dass der überlebende Magen der Ratte, nach Magnus'scher Methode untersucht, einen bestimmten Tonus erhält und lebhafte automatische Bewegungen zeigt; er hat ferner über die lokale und schichtliche Differenz dieses Magens physiologische und pharmakologische Studien vorgenommen. In dieser Arbeit wurde weiter die Wirkung verschiedener Gifte unter Vergleich mit derjenigen am ausgeschnittenen Froschmagen untersucht. Die pharmakologische Wirkung am Rattenmagen ist im allgemeinen derjenigen am Darm, Magen oder Oesophagus der anderen Warmblüter oder des Menschen ähnlich, zeigt aber einige Eigentümlichkeiten, und ist besonders von derjenigen am Froschmagen ziemlich verschieden. Die Resultate sind etwa folgendermassen zusammenzufassen: 1. Atropin wirkt auf den Ratten- und Froschmagen fast immer erregend, in grossen Dosen aber nach vorübcrgehender Erregung lähmend. In mittleren Dosen jedoch zeigt es zuweilen eine hemmende Wirkung. Die erregende Wirkung sowie die lähmende in grossen Dosen ist durch den Muskel selbst verursacht. Aber die hemmende Wirkung scheint durch Einwirkung auf die Auerbach'schen Ganglien bedingt zu sein. Auf den Froschmagen wirkt das Gift auch erregend, aber nicht so konstant wie am Rattenmagen; es ruft zwar eine Verstärkung der Pendelbewegungen, aber keine Zunahme des Tonus hervor. 2. Nicotin wirkt meistens auf den Rattenmagen nach einer anfänglichen Erregung hemmend. Aber es bewirkt bisweilen auch nach einer ersten Hemmung Erregung. In grossen Dosen lähmt es nach Erregung vollständig. Beim Froschmagen ruft Nicotin immer nach einer ersten Erregung Hemmung hervor. Der Angriffspunkt des Nicotins scheint hauptsächlich in den Auerbach'schen Ganglien zu liegen, aber an der erregenden Wirkung scheinen auch der Muskel und bei der hemmcnden auch die sympathischen Nervenelemente teilzunehmen. In grossen Dosen wird der Muskel gelähmt. 3. Cocain wirkt auf den Rattenmagen fast immer erregend, in grossen Dosen aber nach einer Erregung lähmend. Der Froschmagen reagiert ebenfalls meistens mit Erregung, aber häufig auch mit Hemmung. Die erregende Wirkung ist also beim Rattenmagen konstanter und ausgiebiger, und zeigt eine Steigerung des Tonus. Die erregende Wirkung des Cocains wird auf direkte Muskelwirkung zurückgeführt, aber die hemmende Wirkung am Froschmagen scheint durch die sympathischen Nerven bedingt zu werden. 4. Pilocarpin und Acetylcholin wirken. auf den. Ratten-und Froschmagen durch Reizung der parasympathischen Endigungen stets erregend, und die beiden Magenarten lassen sich in der Empfindlichkeit kaum unterscheiden. 5. Adrenalin zeigt an beiden Magen immer eine hemmende Wirkung und steht zu Pilocarpin und Barium im Antagonismus, gerade wie es bei dem Darm verschiedener Tiere beobachtet wird. Jedoch besteht der, wenn auch nur geringe, eigentümliche Unterschied, dass am Rattenmagen besonders in kleinen Dosen der üblichen Hemmung eine leichte Erregung folgt. 6. Veratrin wirkt auf den Rattenmagen stets und auf den Froschmagen in manchen Fällen erregend. Am Froschmagen zeigt sich aber oft erst nach einer vorhergehenden Hemmung eine Erregung. Im grossen Dosen führt es beide Magen nach anfänglicher Erregung zur Lähmung. Der Angriffspunkt des Veratrins liegt hauptsächlich im Muskel selbst, aber es ist doch sehr wahrscheinlich, dass die leicht hemmende Wirkung am Froschmagen in der Lähmung der motolischen Ganglien oder der Erregung der nervösen Hemmungsapparate ihre Ursache findet. 7. Morphin Wirkt auf den Rattenmagen stets erregend. Auf den Froschmagen bewirkt es dagegen fast immer eine Hemmung, in seltenen Fällen jedoch eine Erregung, die dann in eine Hemmung überzugehen pflegt. Durch grosse Dosen werden beide Magen nach vorübergehender Erregung gelähmt. Der Rattenmagen ist gegen das Gift empfindlicher als der Froschmagen. Die Wirkung des Morphins ist hauptsächlich durch diejenige auf den Muskel selbst bedingt, aber die hemmende Wirkung in nicht grossen Dosen beim Froschmagen scheint auf die Lähmung der Auerbach'schen Ganglien zurückzuführen zu sein. 8. Papaverin bedingt am Ratten-und Froschmagen in allen Dosen stets Hemmung, die auf der Lähmung des Muskels beruht. 9. Strychinin ruft am Rattenmagen immer eine Erregung hervor, um bei grossen Dosen schliesslich nach der Erregung totale Lähmung zu bedingen. Am Froschmagen wirkt es in kleinen Dosen erregend, in grossen lähmend, aber in mittleren Dosen wirkt es nach einer temporären Erregung oder von Anfang an hemmend. Die erregende Wirkung dieses Giftes ist im Wesntlichen auf die Reizung des Muskels zurückzuführen, abet die hemmende Wirkung, die am Froschmagen beobachtet wird, scheint ihre Angriffspunkte in den nervösen motorischen Ganglien zu haben. Die Lähmung in grossen Dosen ist wiedor von muskulärer Natur. 10. Coffein wirkt auf den Ratten-und Froschmagen im Prinzip hemmend, am Rattenmagen aber geht in seltenen Fällen der Hemmung auch eine temporäre Erregung voran. Die Wirkung scheint ihren Angriffspunkt im Muskel selbst zu haben. Der Rattenmagen ist mitunter weniger empfindlich gegen das Gift als der Froschmagen. 11. Strophantin zeigt am Ratten- und Froschmagen stets erregende Wirkung, während in grossen Dosen nach der Erreguug Lähmung folgt. Der Angriffspunkt ist im Muskel selbst zu suchen; eine Wirkung auf den Parasympathicus wurde nicht konstatiert. 12. Chinin wirkt an beiden Magen durch den Muskel, in kleinen Dosen mit Erregung, in mittleren mit Hemmung nach Erregung, und in grossen mit Lähmung. 13. Barium greift auch den Muskel selbst an, und ruft an beiden Magen immer Erregung hervor, während es in sehr grossen Dosen schliesslich eine Muskellähmung verursacht.
備考
原著
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489