Journal of Okayama Medical Association
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「ヨヒンビン」ノ血糖ニ及ボス作用ニ關スル研究追補

今橋 鐵三 岡山醫科大學藥物學教室
Thumnail 40_1334.pdf 2.29 MB
抄録
In einer früheren Mitteilung zeigte der Verfasser, dass Yohimbin zwar den normalen Blutzucker-spiegel des Kaninchens nicht merklich beeinflusst, dass es aber Hyperglykämie sowie Glykosurie, Erscheinungen, welche durch Adrenalin bzw. Diuretin hervorgerufen werden, beträchtlich hemmen kann, ferner dass es hingegen Hyperglykämie sowie Glykosurie nach einer intravenösen Zufuhr von Traubenzucker und Hyperglykämie nach Calcium nicht hemmt, und endlich, dass es in grösseren Dosen eine leichte Hyperglykämie bedingt, deren Angriffsstelle mit grosser Wahrscheinlichkeit periphere liegt als die des Adrenalins. Seitdem wurde weiter die Wirkung des Yohimbins auf verschiedene Arten der Hyperglykämie, deren Zusammenhang mit Insulin und mit der Exstirpation von Pankreas und der Angriffsort hinsichtlich der hyperglykämischen Wirkung des Yohimbins bei giösseren Dosen untersucht. Als Versuchstiere wurden meistens Kaninchen, teilweise auch Hunde herangezogen. Die Ergebuisse lassen sich, wie folgt, zusammenfassen: 1) Yohimbin unterdrückt die Pilocarpinhyperglykämie fast vollständig und hebt in gewissen Dosen die durch Pilocarpin verursachten Durhcfälle auf. 2) Auch die durch Nikotin bedingte Blutzuckervermehrung wird durch Yohimbin fast vollständig gehemmt. 3) Ebenfalls beeinflusst Yohimbin die Hyperglykämie nach dem Zuckerstich stark hemmend. 4) Die den Blutzucker herabsetzende Wirkung des Insulins wird durch Yohimbin verstärkt, und diese Wirkung tritt früher auf, zumal wenn das Tier die Injektion von Yohimbin vorher erfährt. 5) Die durch grössere Dosen von Yohimbin verursachte Hyperglykämie tritt nach der beiderseitigen Splanchnikotomie ebenso wie vor diesem Eingriff auf, ein Beweis, dass diese Wirkung nicht zentraler Natur ist. 6) Am Hunde ist Yohimbin im Gegensatz zu seiner Wirkung beim Kaninchen imstande, den normalen Blutzuckergehalt deutlich herabzusetzen. 7) Auf die Hyperglykämie nach der Pankreasexstirpation am Hunde wirkt Yohimbin hemmend, obwohl dabei die den Blutzucker herabsetzende Wirkung schwächer ausgeprägt ist, als bei normalem Zustand. Wenn jedoch die Dosis des Yohimbins gesteigert wird, so wirkt es in denjenigen Dosen, in denen es beim normalen Tier auf den Blutzucker noch erniedrigend wirkt, schon steigernd. Aus dem oben Erwähnten ergibt sich, dass Yohimbin ein den Blutzucker erniedrigendes Gift darstellt, obwohl diese Wirkung je nach den Tierarten oft nur schwer nachgewiesen werden kann. Die Ursache ferner für die hemmende Wirkung auf die Hyperglykämie, die durch Pilocarpin, Nikotin und Zuckerstich verursacht wird, scheint zu sein, dass dieses Gift einerseits die sympathischen Nervenendapparate in der Leber, Nebenniere u. s. w. lähmt und auf die Sekretion des Adrenalins hemmend wirkt, dass es andererseits die zuckermobilisierende Wirkung des Adrenalins hemmt, und somit die Effekte der chemischen sowie mechanischen Reizung von Zuckerzentren unterdrückt. Die antagonistische Wirkung auf die Hyperglykämie nach der Pankreasexstirpation sowie die synergistische Wirkung auf die hypoglykämische Wirkung des Insulins kann auch als die spezifische Sympathikuswirkung oder als die Gegenwirkung auf Adrenalin erklärt werden. Endlich ist die blutzuckersteigernde Wirkung von grösseren Dosen Yohimbin nicht als zentral bedingt aufzusassen. Dadurch wird die Annahme hinsichtlich der Angriffsstelle dieser Wirkung, zu welcher der Verfasser in der früheren Mitteilung kam, gesichert, dass sie nämlich peripherer bedingt ist als die des Adrenalins.
備考
原著
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489