Journal of Okayama Medical Association
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脾臟及ビ骨髓機能ニ關スル實驗的研究 (續報)

蓮池 堯民 岡山醫科大學柿沼内科教室
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抄録
Ueber die Beziehung zwischen der Milz und der hämatopoetischen, speziell der erythropoetischen Knochenmarktätigkeit standen sich bisher zweierlei Theorien gegenüber. Hirschfeld, Asher und seine Schüler u. a. glaubten einerseits, dass die Milz auf die hämatopoetische Funktion des Knochenmarks einen hemmenden Einfluss ausübt, andererseits behaupteten Eppinger, Pearce und seine Schüler etc., dass die Milz auf die Knochenmarkfunktion stimulierend einwirkt. Diese Frage untersuchte der Verfasser vor kurzem experimentell und teilte mit, dass nach der Splenektomie an Ratten, Meerschweinchen und Kaninchen die retikulierten Erythrocyten im Blute, die als das sicherste und früheste, gesetzmässig auftretende Zeichen der feinsten Reaktion der erythropoetischen Knochenmarkfunktion gelten dürfen, sich mehr oder weniger erheblich je nach der Tierart vermehren. In einer weiteren Versuchsreihe untersuchte der Verfasser ebenso an Kaninchen vergleichend die Reaktionsfähigkeit des Blutes nach starken Aderlässe vor und nach der Splenektomie, mit besonderer Berücksichtigung der retikulierten Erythrocyten im strömenden Blute. Die vorliegenden Versuche veranlassen den Verfasser, folgende Schlüsse und Folgerungen zuziehen, die kurz gefasst folgendermassen lauten: 1) Bei der akuten Blutungsanämie infolge von Aderlass (40 ccm) sinken die Erythrocytenzahl und die Hämoglobinmenge am zweiten Tage nach dem Aderlass am stärksten. Danach tritt die Blutregeneration sehr rasch und erheblich auf und die retikulierten Erythrocyten im strömenden Blute kommen in grosser Zahl, gut übereinstimmend mit den feinen Schwankungen der gesteigerten erythropoetischen Knochenmarktätigkeit vor. Die Erythrocytenzahl kehrt innerhalb von 14 bis 20 Tagen nach dem Aderlass zur Norm zurück, während die Hämoglobinmenge dabei noch unter dem ursprünglichen Werte bleibt. Werden Aderlässe an demselben Tiere hintereinander in einem bestimmten Zeitintervall zweimal ausgeführt, und wird das Tier anämisiert, so tritt die Blutregeneration nach dem zweiten Aderlass viel schwächer auf als nach dem ersten. 2. Nach der Milzexstirpation bei Kaninchen vermehren sich die retikulierten Erythrocyten im Blute mehr oder weniger erheblich und die Erythrocytenzahl steigt dabei meist leicht an. 3) Bei der Aderlassanämie nach der Splenektomie kehren die Erythrocytenzahl und die Hämoglobinmenge zum anfänglichen Wert viel rascher zurück und die retikulierten Erythrocyten vermehren sich im Blute viel erheblicher als bei der Anämie vor der Splenektomie, trotzdem der Grad der Anämie bei jener viel stärker ist als bei dieser. 4) Bei der Aderlassanämie nach der Splenektomie wird die Leukocytose mit Pseudoeosinophilie viel stärker hervorgerufen als bei der vor der Splenektomie. Die oben erwähnten Tatsachen lassen sich daraus erklären, dass die hämatopoetische Funktion des Knochenmarks nach der Splenektomie viel empfindlicher und leistungsfähiger wird. Aus dem obigen glaube ich schliessen zu können, dass die Milz nicht nur auf die erythropoetische, sondern auch vielleicht auf die leukopoetische Funktion des Knochenmarks einen regulierenden, und zwar einen hemmenden Einfluss ausübt.
備考
原著
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489