Journal of Okayama Medical Association
Published by Okayama Medical Association

<Availability>
Full-text articles are available 3 years after publication.

蛙生體内骨骼筋ニ對スル「グアニヂン」ノ作用竝ニ之ニ影響スル薬物ニ就テ

今橋 鐵三 岡山醫科大學藥物學教室
Thumnail 39_869.pdf 6.58 MB
抄録
Die Giftwirkungen wurden möglichst unter normalen Verhältnissen studiert, indem der Gastrocnemius einer Esculenta mit Ausnahme seines oberen Endes von seiner Unterlage isoliert, das untere Ende mit einem Schreibapparat verbunden wurde und die Gifte intraperitoneal injiziert wurden. In dieser Weise wurden die Guanidinwirkungen am lebenden Frosch, ihre Abhängigkeit von dem zentralen Nervensystem und den Einfluss einiger zentral sowie peripher wirkender Gifte untersucht. Aus den Resultaten wollen wir besonders die folgenden hervorheben: 1. Das Guanidin steigert bei den kleinsten Dosen nur die Reflexerregbarkeit des Rückenmarks. Bei etwas grösseren Dosen verursacht es ausserdem charakteristische fibrilläre Zuckungen des Skelettmuskels. Bei noch grösseren Dosen folgt der anfänglichen Steigerung der Reflexerregbarkeit deren Herabsetzung and Lähmung, und dann tritt eine charakteristische Tonussteigerung des Muskels auf, die bald von den fibrillären Zuckungen begleitet wird. (Bekanntlich gehen die durch das Guanidin verursachten Reizerscheinungen bei grösserenn Dosen später in Lähmung der Nervenendigungen über). 2. Die fibrillären Zuckungen treten bei der Zunahme der Guanidindosen immer früher auf, und ihre Dauer wird dabei länger; dieselbe wird aber wieder kürzer, wenn die Dose über einen bestimmten Wert hinaus steigt. Bei einer optimalen Dosis dauern die Zuckudgen über 24 Stunden lang. 3. Obwohl die Muskelzuckungen peripherer Natur sind, so werden sie doch von dem Zentralnervensystem beeinflusst und zwar derartig gehemmt, dass ihr Eintritt sich verzögert, sie in der Zuckungshöhe reduziert werden und ihre Dauer sich bei mittleren Dosen verlängert. Es scheint der Verlust an Energie des Muskels dadurch verhindert zu werden. Diese Einflüsse scheinen auf den Funktionen der Teile oberhalb der Medulla oblongata zu beruhen, weil sic nach Durchtrennung des Zetralnervensystems oberhalb der Medulla oblongata erlöschen. 4. In der Steigerung des Muskeltonus lassen sich 3 Stadien unterscheiden, der aufsteigende Schenkel, der Gipfel und der absteigende Schenkel. Am Ende des absteigenden Schenkels bleibt der Tonus noch etwas höher, als der normale ist, und dauert so lange an, bis die Zuckungen zu Ende sind. Der Eintritt dieser typischen Tonusveränderung liegt umso früher, je grösser die Giftdosis ist. Die Tonuswirkung des Guanidins bleibt unbeinflusst, auch wenn das Zentralnervensystem oberhalb der Medulla oblongata durchschnitten wird, sie bleibt aber aus, wenn die Unterbrechung der Nervenbahnen in irgend einem Teile unterhalb der Medulla oblongata geschieht. Daraus ersieht man, dass die Ursache dieser Wirkung in der Medulla oblongata liegt. Andrerseits kommt die tonussteigernde Wirkung auch dann nicht zustande, wenn die Verteilung des Guanidins in die Peripherie durch Claude Bernardsche Unterbindung verhindert wird, wenn das zentrale Nervensystem auch intakt ist. Aus diesen Tatsachen geht hervor, dass dabei die Medulla oblongata und uie peripheren Nervenendigungen gleichzeitig daran teilnehmen. 5. Zentrale Narkotica, wie Chloralhydrat, Urethan und Luminal, wirken auf die Guanidinzuckungen beträchtlich hemmend. Schon in Dosen, die noch keine deutliche Narkose verursachen, vermögen sic die Intensität der Zuckungen zu vermindern und die Dauer derselben ganz bedeutend zu verkürzen. Diese hemmende Wirkung steigt zwar bis zu einem gewissen Grade mit der Dosis, aber die Dosis kann nicht übermässig erhöht werden, weil diese Narkotica mit Ausnahme des Urethans das Herz stark schädigen; bei diesem letzteren werden bei genügenden Dosen die Guanidinzuckungen vollständig gehemmt. Wenn diese Narkotica vorher dargereicht werden, so bleibt in erster Linie die Tonuserhöhung aus und dann wird das Hervortreten der Zuckungen verzögert oder ganz unterdrückt. Bei diesem deutlichen Antagonismus handelt es sich im wesentlichen um die periphere Wirkung der genannten Narkotica. Beim Unterdrücken der Tonuswirkung scheint aber die zentrale Wirkung auch einigermassen teilnehmen zu können. Meine Kontrollversuche ergaben, dass die 3 Narkotica in den hier angewandten Dosen keine deutliche Lähmung der peripheren Nervenendigungen verursachen können, da sic nur die elektrische Erregbarkeit derselben ein wenig herabsetzein und die Ermüdbarkeit verstärken. Es geht daraus hervor, dass schon ein leichter Angriff dieser Narkotica die Reizerscheinungen durch Guanidin interessanter Weise ziemlich stark beeinflussen kann. 6. Calcium und Magnesium hemmen die Guanidinwirkungen, die fibrillären Zuckungen und die Tonuswirkung, auch recht deutlich, was ebenfalls grössten Teils dem peripheren Angriffspunkt zugeschrieben wird. Ihre hemmende Wirkung kommt aber schon bei den kleinen Dosen zustande, bei denen these Substanzen keine peripher lähmende, sondern eine fördernde Wirkung zeigen. Deswegen muss der Wirkungsmechanismus dieser Substanzen von dem der oben genannten Narkotica verschieden sein. Es ist also sehr wahrscheinlich, class these Substanzen, wie schon Fühner angenommen hat, als ein 2 wertiges Kation die Verbindung des Guanidins mit Zellbestandteilen verhindern. Bei etwas grösseren Dosen scheinen aber auch die peripher und zentral lähmenden Wirkungen der beiden Substanzen bei dem Antagonismus mitzuspielen. 7. Es ist eine bekannte Tatsache, dass das Curare auf die Guanidinzuckungen antagonistisch wirkt, indem es die motorischen Nervenendigungen lähmt. In meinem Versuche wurde festgestellt, dass es in so kleinen Dosen, lass es nur eine geringe Abnahme der Erregbarkeit und eine leichte Zunahme der Ermüdbarkeit der peripheren Nervenendigungen hervorrufen kann, schon, die Guanidinzuckungen und die Tonuswirkung des Guanidins stark hemmend beeinflusst.
備考
原著
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489