Journal of Okayama Medical Association
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Ueber die Nissl-degeneration nach Kleinhitrnläsionen. I. Teil. Ueber die Nissl-degeneration in den Vestibularisendkernen und anderswo nach Kleinhirnläsionen

Yoshida, Isao Inst. der mediz. Fakultät zu Okayama
Thumnail 36_749.pdf 3.89 MB
抄録
Im Versuch 1 wurde die linke Hälfte des Kleinhirns ausgedehnt zerstört, und infolgedessen wurde die Degenration der Zellen der Vestibulariskerne erzeugt. Deshalb wurde sicher nachgewiesen, dass die Axone bzw. die Kollateralen der Zellen dieser Kerne sich ins Kleinhirn begeden. Im Versuch 2 wurden der Dachkern und die dem Nucl. globosus entsprechende graue Masse auf der linken Seite zerstört, und als sekundärc Veränderung wurde die Degeneration der Zellen des Deitersschen und Bechterewschen Kerns sowie der grauen Substanz der Radix sp. n. acustici auf derselben Seite bedingt. Dadurch wurde als sicher nachgewiesen, dass diese Kerne ihre Axone bzw. ihre Kollateralen in den Dachkern und in die dem Nucl. globosus entsprechende graue Masse entsenden. Im Versuch 3 wurde die linke Oberwurmhälfte zerstört, und bezüglich der Vestibulariskerne wurde fast das gleiche Resultat wie beim Versuch 2 erzielt. Somit wurde als sicher nachgewiesen, dass der Deiterssche und der Bechterewsche Kern sowie die graue Substanz der Radix sp. n. acustici ihre Axone bzw. ihre Kollateralen in den Oberwurm entsenden. Im Versuch 4 wurden die linke Hemisphärenrinde und-marksubstanz zerstört, aber in den Vestibulariskernen war keine Veränderung zu finden. Deshalb halte ich es für fast sicher, dass die Vestibulariskerne keine Axone in die Hemisphäre entsenden. Es bleibt nur die Möglichkeit, dass diese Kerne so feine Kollatetalen in diesen Kleinhirnabschnitt entsenden, dass ihre Trennung keine Tigrolyse der Ursprungszellen verursacht. Im Versuch 5 wurde der linke Nucl. dentatus zerstört, und infolgedessen wurde die Degeneration der Zellen des Deitersschen und Bechterewschen Kerns sowie der grauen Masse der Radix sp. n. acustici erzeugt. Somit wurde als sicher nachgewiesen, dass diese Kerne ihre Axone bzw. ihre Kollateralen in den Nucl. dentatus entsenden. Im Versuch 6 wurde der linke Flocculus exstirpiert, aber im Vestibularisendgebiete wurde keine Degeneration gefunden. Daher halte ich es für wahrscheinlich, dass die Vestibulariskerne mit dem Flocculus nicht in Verbindung stehen. Im Versuch 7 wurde der Wurm in medianer Linie in sagittaler Richtung durchschnitten, und als Folge dieser Spaltung wurde die Degeneration der Zellen der beiderseitigen Vestibulariskerne bewirkt Es wurde so als sicher nachgewiesen, dass die Axone bzw. die Kollateralen der Zellen des Deitersschen und Bechterewschen Kerns sowie der grauen Masse der Radix sp. n. acustici zum Teil in der anderseitigen Kleinhirnbälfte ihr Ende finden. In allen Versuchen wurde niemals eine Degeneration der Zellen des Nucl. triang. gefunden. Ausserdem habe ich noch einen Fall, welchen ich im II. Teil dieser Arbeit beschreibe. In diesem Fall blieb der Nucl. triang. ganz intakt, trotzdem das Kleinhirn so ausgedehnt zerstört war, dass fast alle Fasern, die zur Hemisphären-und Wuimrinde führen, zerstört wurden, und dass der Zerstörungsherd bis dicht oberhalb des Nucl. triang. reichte (Vergl. Versuch 3 des II. Teils dieser Arbeit). Ueber diese Frage vergleiche man noch den Versuch 2 des II. Teils dieser Arbeit. Auf Grund dieser Befunde halte ich es für fast ganz sicher, dass der Nucl. triang. keine Axone ins Kleihirn entsendet. Auf Grund dieser Befunde allein kann ich die Möglichkeit nicht abstreiten, dass dieser Kern so feine Kollateralen ins Kleinhirn cntsendet, dass ihre Trennung keine Nissl-degeneneration der Ursprungszellen bedingt. In allen Versuchen zeigte die obere Olive nichts Abnormes So halte ich es für wahrscheinlich, dass dieses Gebilde keine Axone nach dem Kleinhirn schickt. In allen Versuchen blieben die Zellen der Form reticul. intakt. Daher kann ich mich der Meinung nicht anschliessen, dass diese Zellen mit dem Kleinhirn in Verbindung stehen. Im Versuch 1 wurde bestätigt, dass der Seitenstrangkcrn mit der gleichseitigen Kleinhirnhälfte, und die untere Olive mit der anderseitigen sich verbindet. In den Versuchen 3 und 4 wurde bestätigt, dass der Seitenstrangkern hauptsächlich mit dem Wurm, und die untere Olive wesentlich mit der Hemisphäre in Verbindung steht. Ich kann mich der Ansiclit von Jelgersma und von Keller nicht anschliessen, dass die olivocerebellaren Systeme grösstenteils im Wurm endigen. Im Versuch 4 wurde die linke Hemisphäre zerstört und die untere Olive der anderen Seite war deutlich degeneriert, trotzdem der Nucl. dentatus von der Läsion ganz verschont war. Daher kann ich mich der Ansicht von Vogt und Astwazaturow nicht anschliessen, dass die untere Olive nicht von der Rinde, sondern vom Nucl. dentatus abhängig sei. Ich konnte in den Ergebnissen aus den Versuchen 3 und 6 keinen sicheren Beweis für die Ansicht erblicken, dass die Nebenolive eine Beziehung zu dem Palaeocerebellum hat. Immerhin glaube ich, dass man diese Ansicht nicht von der Hand weisen kann. Im Versuch 4 wurde die linke Hemisphäre zerstört, und der Nucl. dentatus war partiell degeneriert. Daher halte ich es für fast ganz sicher, dass ein Teil der Axone bzw. der Kollateralen des Nucl. dentatus nach der Rinde zieht.
備考
原著
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489