Journal of Okayama Medical Association
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「カラ・アザール」7症例ノ觀察(第2報)

Tobe, Ichirô
Hitomi, Kazuo
Thumnail 56_359.pdf 5.87 MB
Abstract
Bezüglich der vorhergehend mitgeteilten 7 Fälle von Kala-Azar haben wir die Ergebnisse klinischer Untersuchungen, die Behandlung und den Verlauf der Krankheit sowie einen Sektionsfall beobachtet und sind zu folgendem Schluss gekommen: 1. Blutbild: Nachgewiesen wurden Normochromanämie, Leukopenie, Abnahme des Verhältnisses der Leukozyten- zur Erythrozytenzahl, Verringerung der neutrophilen Leukozyten, der Lymphozyten, der eosinophilen Leukozyten und der Blutplättchen, eine relativ erheblichere Mononucleose, Auftreten der Plasmazellen und der Anisozytose und eine Zunahme der Retikulocyten. 2. Die beträchtlich beschleunigte Senkungsgeschwindigkeit der roten Blutkörperchen kann wohl für die Stellung der Unterstützungsdiagnose verwertet warden. 3. Das Weltmann'sche Koagulationsband dehnte sich etwas nach rechts aus und die Takata-Ara-Serumreaktion fiel stark positiv aus, Erscheinungen, welche auf eine Leberfunktionsstörung hinwiesen. 4. Aus dem Vergleich der Goldsolreaktion im Blutserum und in der Zerebrospinalflüssigkeit liegt die Annahme nahe, das eine erhebliche Anomalie des Serumeiweisses nicht in den Liquor übergehen kann. 5. Bei der Kala-Azar kommt bisweilen eine Zunahme des nichthepatogenen Bilirubins vor. 6. In der Blutungszeit und der Gerinnungsgeschwindigkeit ist keine Verlangsamung feststellbar. 7. Bei Adrenalinprobe trat eine lymphatische Leukozytose auf, die Verkleinerung des Milztumors aber war dabei nicht deutlich erkennbar. 8. Die Kongorotprobe nach Adler und Reimann wurde in 3 Fällen vorgenommen, von denen in 2 Fällen eine Hypofunktion, in einem Fall eine Hyperfunktion festgestellt wurde. 9. In einem von den 7 Fällen fiel sowohl die Wassermann'sche als auch die Murata' sche Reaktion stark positiv aus, was wahrscheinlich von luetischen Komplikationen herstammten. 10. Das Plasmodium der Malaria war in allen sämtlichen Fällen negativ. 11. Das zur Therapie verwandte Stibunal und Nesbosan waren des Erfolges sicher. Das Nesbosan insbesondere wirkte schneller und löste weniger Nebenwirkungen aus. 12. Die Erfolge traten in folgender Reihenfolge auf: Absteigerung des Fiebers, Abnahme des Vollgefühls im Epigastrium, Zunahme des Appetite, Besserung des Ernährungszustades, Verkleinerung des Milztumors, Rückkehr des Blutbildes und der Serumreaktionen zur Norm. Eine völlige Restitutio ad integrum erfolgte erst nach langer Dauer. 13. Nach dem Einsetzen der Therapie trat eine transitorische Abnahme des Hämoglobingehaltes, der Erythrozyten- sowie Leukozytenzahlein, welche aber danach allmählich wieder zur Norm zuruckkehrte. 14. Für die Beurteilung etwaiger Heilerfolge kann man in der Senkungsgeschwindigkeit der roten Blutkörperchen ein einfaches und doch wertvolles Mass erblicken. 15. Mit der Heilung erfolgte auch in der Serumreaktion, der Takata-Ara-Serumreaktion, bei dem Weltmann'schen Koagulationsband und in der Goldsolserumreaktion eine Rückkehr zur Norm. 16. Zur Feststellung vollkommener Ausheilung bietet die Kultur des durch die Sternalpunktion erhaltenen Punktates den besten Massstab dar. Daneben darf man aber nicht vernachlässigen, in einer längeren Zeit die klinischen Befunde und die Ergebnisse der Untersuchungen genau zu beobachten.
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489