Journal of Okayama Medical Association
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腎盂及ビ輸尿管ノ重複症知見補遺

Tachibana, Hidetomo
Thumnail 54_511.pdf 29.1 MB
Abstract
Der Verf. konnte in unserer Klinik in mehr als 1000 Pyelogrammen 22 Fälle der Nierenbecken- sowie Ureterverdoppelung finden, woran er sodann klinische und statistische Beobachtungen angestellt hat. 1) Die 22 Fälle der genannten Krankheit bestanden aus 7-74 jährigen Patienten von sowohl männlichem als auch weiblichem Geschlecht, darunter 16 Fälle männlichen, 6 Fälle weiblichen Geschlechts waren. Die Kranken des weiblichen Geschlechts waren im Alter zwischen 18 und 39 Jahren. 2) Was die Arten der Verdoppelung anbetrifft, so handelte es sich in 2 Fällen um doppelseitige, in 20 Fällen um einseitige Missbildung. In den Fällen der einseitigen Missbildung trat die Verdoppelung in 13 Fällen linksseitig, in 7 Fällen rechtsseitig. Totale Verdoppelung kam in 3 Fällen und partielle Verdoppelung in 17 Fällen vor. Wenn man die rechte und die linke Seite getrennt wissen wollte, soland man totale Verdoppelung in 4 Fällen, partielle Verdoppelung in 20 Fällen vor. Nach. den Symptomen liessen sich die Fälle folgendermassen einteilen: Einseitige totale Verdoppelung: 13,6% (3 Fälle) Einseitige partielle Verdoppelung: 77,2% (17 Fälle) Auf einer Seite totale, auf der anderen partielle Verdoppelung: 4,5% (1 Fall) Beiderseitige partielle Verdoppelung; 4,5% (1 Fall) 3) In den sämtlichen 22 Fällen gab es ein Fall, in dem der obere Nierenbecken grösser als der untere war. 4) Es liessen sich 13 Fälle der Nierenbeckenverdoppelung feststellen, welche mit anderen Krankheiten einhergingen: 4 Fälle mit Tuberkulose, 3 Fälle mit Calculus und Nierengries, 1 Fall mit Hydronephrose, 1 Fall mit Pyonephrose, 3 Fälle mit Nephropyelitis, 1 Fall mit Blutungsinfarkt. Ein einseitig normaler Nierenbecken fand sich in 6 Fällen, unter denen aber 1 Fall an Tuberkulose und 5 Fälle an Calculus und Nierengries litten. Was andere Erkrankungen des oberen und des unteren Nierenbeckens bei der vorliegenden Missbildung anbetrifft, so fanden rich Erkrankungen des oberen Nierenbeckens in 4 Fällen, die des unteren Nierenbeckens in 2 Fällen und die der beiden Nierenbecken in 3 Fällen. Die Erkrankungen des oberen Nierenbeckens unterschieden sich in Tuberkulose (1 Fall), Calculus (1 Fall) und Blutungsinfarkt (1 Fall): die des unteren Nierenbeckens beruhten auf Tuberkulose (2 Fäll) und Calculus (1 Fall); die der beiden Nierenbecken waren Tuberkulose (2 Falle) und Hydronephrose (1 Fall). 5) Wenn sich bei chromocystoskopischer Untersuchung die Ausscheidung der Farbstoffe irgendwie verzögert oder sogar keine Ausscheidung tief blauer Pigmente auftritt, ohne dass man krankhafte Somptome feststellen konnte, so muss man an das Vorhandensein der hier in Betracht kommenden Missbildung denken. Einen solchen Fall hat der Verf. bei 4 Patienten vorgefunden. 6) Die Weigert-Meyersche Theorie fand vollständige Geltung in 2 von 4 Fällen, auch die übrigen 2 Fälle schienen nach dem Erachten des Verfassers sich mit der Theorie in guter Übereinstimmung zu finden. 7) An anderen Teilen des Körpers wurde in den sämtlichen Fällen keine Missbildung festgestellt. Bei der Operation der vorliegenden Nierenbeckenverdoppelung wurde auch keine abnorme Verteilung der Blutgefässe beobochtet.
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489