Journal of Okayama Medical Association
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鷄生胎兒ニヨル免疫反應ニ就テ(第3報)逆過敏症ニ於ケル補體作用ニ就テ

Oku, Masayuki
Thumnail 53_465.pdf 5.51 MB
Abstract
In der ersten und zweiten Mitteilung berichtete Verfasser über die inverse Anaphy laxie mittels des Forssmanschen Antikörpers und des Organantikörpers der Hühner und der Hühnerembryonen. In dieser Mitteilung prüfte er weiter mit Meerschweinchenserum oder Hühnerserum die Komplementwirkung beim Anaphylaxieversuch. Als Immunserum benützte er das Antiserum von Kaninchen, das durch Hühnerembryo immunisiert wurde. 1) Der lebende Embryo reagiert bei Antikörper und Meerschweinchenkomplementzusatz mit eigentlicher Schockerscheinung und wird nach 20 Stunden meist abgetötet. Doch bleibt er unverändert bei Zusatz von einzelnen Komponenten. Bei zeitlich fraktioniertem Zusatz, erst Antiserum und dann Komplement oder in umgekehrter Weise, reagiert der Embryo auch mit Schockerscheinung wie bei gleichzeitigem Zusatz von Komplement und Antiserum (1-40 Stunden). Dabei sieht man das interessante Phänomen, dass nach Antiserumzusatz durch Waschen mit Ringerscher Lösung der zweite Komplementzusatz unwirksam geworden ist. 2) Um das auf das lebende Embryo getropfte Komplement oder Antiserum fest zu absorbieren, sind 20 Stunden nötig, weil man trotz Abwaschung mit Ringerscher Lösung eine Schockerscheinung beim zweiten Zusatz (Komplement-Immunserum oder Immunserum-Komplement) beobachtet. 3) Wenn man frisches Meerschweinchenserum als Komplement verwendet, so reagiert es noch positiv bis zu einer Verdünnung von 1:10. 4) Die frischen Hühnersera wirken auch als Komplement beim Embryonalschockversuch bis zu einer Verdünnung von 1:3. 5) Das Meerschweinchenserum wurde durch Erwärmung im Wasserbad inaktiviert und diese Inaktivierung findet als bämolytische Komplementwirkung noch bei niedriger Temperatur statt. Die schockwirkende Kraft ging schon bei 51°C nach 30 Minuten ganz verloren und veränderte sich auch bei 48-50°C. 6) Wenn man Eiklar und Eigelb von Hühnern oder den Saft von Hühnerembryonen als Komplement beim embryonalen Schockversuch verwendet, bleibt der lebende Embryo unverändert. Diese Komplementwirkung beobachtet man erst beim Kückeneiserum bis zu einer Verdünnung von 1:1, beim jungen Huhn bis 1:2, und beim reifen Huhn bis 1:3. 7) Die Komplementwirkung bleibt auch bei Hämolyse des Eiklars, Eigelbs oder der Hühnerembryonen sehr schwach oder ganz negativ und vermehrt sich allmählich mit dem Wachstum des Huhnes. Also kann man eine innige Beziehung zwischen der Komplementwirkung beim Hämolysinversuch und der beim embryonalen Schockversuch feststellen. 8) Wenn man das Komplement durch Kohlensäure zum Mittelstück und Endstück verteilt und eine Komponente dieses Stückes als Komplement zur Reaktion verwendet, so bleibt der lebende Embryo unverändert. Bei Gemischbzusatz von beiden Komponenten reagiert der Embryo mit Schockerscheinung. 9) Wenn man das Komplement durch Hefe 3. Komponente des Komplements, durch Ammoniak 4. Komponente zerstört und dieses inaktivierte Komplement zur Reaktion verwendet, so bekommt man auch negative Reaktion. Diese verlorene Komponente wurde durch das 30 Minuten lang auf 56°C erwärmte Serum komplementiert, wobei man eine positive anaphylaktische Reaktion bekam. 10) In bezug auf Komplementwirkung entweder beim hämolytischen Komplement oder beim Komplement des embryonalen Schocks sieht man eine innige Beziehung und einen Parallelismus in der Verdünnungsweise oder Inaktivierungsweise, wenn auch bei letzterer (vivo) der Einfluss viel labiler als bei ersterer auftritt.
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489