Journal of Okayama Medical Association
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「鹽酸モルヒネ」ノ過敏症ニ及ボス影響ニ就テ

Ono, Hideo
52_325.pdf 8.77 MB
Abstract
Besredka entdeckte, dass Äther auf die Anaphylaxie hemmend wirkt. Biedle und Kraus prüften diese interessanten Angaben nach und berichteten, das alle Narkotika (z.B. Äther Chloroform, Urethan und Alkohol u.a.) antianaphylaktisch wirken. Farmer, Aoki u.a. dagegen traten obigen Anschauungen entgegen, weil Morphin auf die Anaphylaxie keine hemmende Wirkung zeigt, sondern befördernd wirkt. Motomura, Uno und Oohira stellten fest, dass Morphin auf die Anaphylaxie doch hemmend wirkt. Verfasser untersuchte sowohl bei aktiv oder passiv präparierten Meerschweinchen als auch bei isolierten Darmschlingen die Wirkung von Morphin auf die Anaphylaxie, wobei eine bestimmte Menge von Morphin ca. 1 Stunde vor der Antigenreinjektion subkutan injiziert, den uberlebenden Darmprapäraten aber zugefuhrt wurde, und erzielte folgende Resultate: 1) Bei Vorbehandlung mit Morphin von 0.005-0.02g pro 100g Körpergewicht von Meerschweinchen erzielte man keine schockhemmende Wirkung. Aber bei Vorbehandlung mit einer relativ grossen Menge von Morphin (0.02g pro 100g Körpergewicht) ergab sich beim Versuchstier ein schwächerer Krampf als bei der Kontrolle. 2) Das Meerschweinchen wurde mit 500 Einheiten von Antirinderpräzipitin des Kaninchens vorbehandelt und nach 24 stündiger Inkubationszeit minimal tödliches Antigen (eine der Bindungszone entsprechende Menge) reinjiziert. Dabei sieht man immer typischen Schocktod bei jedem Versuchstier. Durch Vorbehandlung mit Morphin von 0.005-0.02g pro 100g Körpergewicht von Meerschweinchen wurde das Tier vom anaphylaktischen Schocktod nicht gerettet. Wenn aber die Vorbehandiung mit Morphin relativ gross ist, bemerkt man zuweilen einen etwas schwächeren Krampf. 3) Bei aktiver und passiver Anaphylaxie von isolierten Meerschweinchendärmen sieht man bei Zufuhr von Morphin von 0, 0001-0.25% in dem Nährmedium nicht nur eine die Anaphylaxie hemmende Wirkung, sondern sogar einen etwas beförndernden Einfluss, wenn die Zufuhr von Morphin relativ gering ist. 4) Die Zufuhr von Morphin (von 0.25-0.5%) im Präzipitinverdönnungsmedium zeigt keinen besonderen Einfluss auf die Präzipitinreaktion. Aus oben erwähnten Ergebnissen schliesst Verfasser, dass durch Morphininjektion ein nennenswerter Einfluss auf die experimentelle Anaphylaxie von Meerschweinchen nicht bewirkt werden kann.
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489