Journal of Okayama Medical Association
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夾竹桃有效成分「オドリン」ノ藥理學的研究(第2報)心臟ニ對スル作用竝ニ蓄積作用ニ就テ

Niimoto, Isao
Thumnail 51_1533.pdf 8.84 MB
Abstract
Im Anschluss an seine vorangehende Mitteilung hat Verf. weiter die Wirkung des Odorins auf das Frosch- und Kaninchenherz untersucht und die kumulative Wirkung dieses Stoffes an Frosch und Maus studiert. Die Resultate lassen sich wie folgt zusammenfassen: 1) Die Wirkung des Odorins auf die Herzaktion (Frosch und Kaninchen) ist der des Folia-digitalis-Extraktes ganz gleich; es vetursacht eine Zunahme der Hubhöhe, eine Abnahme der Schlagfrequenz, Arhythmie bezw. Herzperistaltik und setzt schliesslich das Herz in einen systolischen Stillstand. 2) Wird die Wirkung des Olorins auf das mit verschieden veränderten Zusammensetzungen der Ringerlösung veruährte Froschherz genau beobachtet, so kann gesehen werden, dass die Beziehung zum Ca oder K prinzipiell dieselbe wie bei Strophantin ist. Das Odorin wird durch Ca synergetisch und K antagonistisch beeinflusst. Auch wird vor dem Eintritt der vollständigen Odorinwirkung die Giftlösung (in normalem Ringer) durch normalen Ringer ersetzt, so bleibt die Odorinwirkung, die früher oder später das Herz zum systolischen Stillstand führt, doch noch bestehn. Bei solchen Herzen ruft der Ca-zusatz sofort einen vollständigen systolischen Stillstand hervor, während K-zusatz einen mehr diastolischen Stillstand verursacht. Endlich kann Odorin nur durch kalkfreien Ringer beseitigt werden. Diese Befunde stimmen mit bei der Strophantiuwirkung gefundenen völlig überein. 3) Bei der Kontraktionsstörung und dem Stillstand des Herzens, welche durch Chloralhydrat oder Yohimbin verursacht werden, wird die Funktion durch das Odorin immer deutlich reguliert und wiederhergestellt, die durch Einwirkung von einigen Herzmuskelgiften (Apomorphin und Kupfer) abgeschwächte Herztätigkeit kann durch Odorin bis zu einem gewissen Grade erhohend beeinflusst werden. Auf Grund obiger Resultate wird der Schluss gezogen, dassdie die Herztätigkeit befördernde Wirkung des Odorins in der Hauptsache auf die Reizung des Herzmuskels zurückzuführen ist. 4) An Frosch und Maus wurde, die Stärke der kumulierende Eigenschaft des Odorins zum Zwecke der Vergleichung mit derjenigen der gebräulichen Mittel der Digitalisgruppe wie Strophantin Digitamin und Folia-digitalis-Extrakt festgestellt. Am Frosch ersicht man, dass das Strophantin unter den genannten Mitteln an Kumulationsvermogen am stärksten ist, und dass das Odorin und der Extrakt der Foliadigitalis fast in gleichem Masse schwächer und das Digitamin am schwächsten. Bei der Maus jedoch sind die Resultate verschieden. Der Digitalisextrakt zeigt sich am stärksten, das Odoriu schwächer und Digitamin und Strophantin fast gleich und unter den genannten Mitteln am schwächsten sind.
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489