Journal of Okayama Medical Association
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赤血球ノ「アドレナリン」吸着ニ關スル生體外實驗

Okamura, Nagawo
Abstract
Über das Schicksal des Adrenalins im Blut wurde bis jetzt im allgemeinen angenommen, dass das Adrenalin, sowohl intravenos injiziert als auch bei der Reizung durch Splanchnicus, Ischiadicus oder blutige Operation im Korper selbst sezerniert, innerhalb 15 Minuten ganz zerstört wird. Dagegen habe ich nach Modifikation der Folin'schen Methode das Adrenalin im Blut extrahiert und dabei statt einer Zerstörung des Adrenalins im Blut eine Adsorption desselben durch rote Blutkörperchen nachweisen können. So untersuchte ich, ob das Adrenalin in vitro durch rote Blutkörperchen adsorbiert wird, und kam zu einem sehr interessanten Ergebnis. Untersuchungsmethode: Das normale Kaninchenblut wurde abzentrifugiert und Serumteil und Blutkorperchen voneinander getrennt. Die reine auf 1:1000 verdünnte Adrenalinlosung (SANKYO) wurde mit diesem Kaninchenserum auf 1:1000 verdünnt. Die Blutkörperchen wurden vielmals mit physiologischer Kochsalzlösung oder anderer physiologischer Salzlösung gewaschen. Serum- und Blutkörperchenteile wurden in gleichem Mengenverhältnis zugesetzt und gut gemischt. Dieses Gemisch wurde im Wasserbad bei 38°C 10-15 Minuten lang digeriert um die roten Blutkörperchen das Adrenalin adsorbieren zulassen. Nach der Digerierung wurde wieder abzentrifugiert und der Adrenalingehalt beider Teile durch Kaninchenohr-, isolierte Kaninchendarmschlinge- oder Blutdruckmethode untersucht. Der Serumteil wurde mit Kontrollserum, das vorher mit Blutkörperchen nicht gemischt worden war, verglichen und das absorbierte Adrenalin umgerechnet. (über 10% Veranderung als adsorbiertes Adrenalin angenommen). Der Blutteil wurde in geeignetem Medium (Siehe meine vorliegenden Berichte) extrahiert und der Adrenalingehalt nach obiger Methode bestimmt. Resultat. 1. Durch Serumzusatz wurde das Adrenalin stark stabiler als im Rochsalzlösung oder anderer Salzlösung allein. Mit Serum konnte es bei 38°C 1.5 Stunden oder bei 5°C 10 Stunden lang wirksam aufbewahrt werden, doch in der Kochsalzlösung war es bei 38°C binnen 0.5 Stunden grösstenteils und bei 5°C binnen 5-7 Stunden bie zum vollständigen Unwirksamkeit zerstört. (Fig. 1.) 2. Die Verminderung des Adrenalingehaltes im Serumadrenalingemisch nach Blutkörperchenzusatz ging folgenderweise vor sich: bei rohen Blutkörperchen bleib der Adrenalingehalt unverändert, bei mit physiologischer Kochsalzlösung gewaschenen nahm er um 0-20% ab, bei mit Traubenzuckerlosung (5.5%) gewaschenen soger um 50%. Es ist auch merkwürdig, dass Traubenzuckerzusatz die Adsorptionsfähigkeit der mit physiologischer Kochsalzlösung gewaschenen roten Blutkörperchen für Adrenalin fördert und die Verminderung des Adrenaline 40-65% beträgt. (Fig. 2.) 3. Durch die folgenden Experimente wird bewiesen, dass das scheinbar verschwundene Adrenalin durch die Blutkörperchen adsorbiert wurde: a) Um die Adrenalinverminderung im Adrenalinserum durch Blutkörperchenadsorption nachzuweisen, habe ich den gesamten Adrenalingehalt einer Adrenalin-, Serum-, Traubenzucker-, Blutkörperchen-Mischung untersuchte. Diese 4 Komponenten waren gut gemischt und 10-30 Minuten lang bei 38°C digeriert worden. Das Adrenalin wurde wieder aus diesem Gemisch extrahiert und nach der Kaninchendarmmethode bestimmt. Dabei fand ich keine Verminderung des Gesamtadrenalingehaltes: also findet durch diese Behandlung keine Zerstorung des Adrenalins statt. (Fig. 3.) b) Wenn sich der Adrenalingehalt im Serum nach der Berührung mit den Blutkörperchen vermindert, so ist eine Adrenalinvermehrung in den Blutkörperchen zu erkennen und wenn diese Verminderung im Serum nicht auftritt, so bleibt auch der Adrenalingehalt in den Blutkörperchen unverändert. (Fig. 3 A, B und A', B'; Fig. 4 unten.) c) Dem Kaninchen wurde vor dem Versuch das Rückenmark ausgeschnitten, das Adrenalin (1:10000) injiziert, und Blutdrucksteigerung markiert. (Fig. 4 Kontrolle.) 1 ccm defibriniertes Blut, Traubenzucker und Adrenalin wurden eine halbe Stunde lang bei 38℃ aufbewahrt. Dabei wurde das Adrenalin durch die roten Blutkörperchen adsorbiert: daher zeigte sich der Blutdruck des Versuchtieres nach der Injektion mit diesem Gemisch nicht so hoch wie beim Kontroll. Dagegen stieg der Blutdruck des Tieres umgekehrt auf gleiche Höhe beim Kontroll nach Injektion mit dem Extrakt dieses Gemisches, weil das Adrenalin wieder aus den roten Blutkörperchen befreit wurde. (Fig. 4 oben und mitte.) 4. Die Adrenalinadsorption der Blutkörperchen geht unter 38℃ mit der Temperatursteigerung parallel. [Fig. 9, 4 (bei 38℃) und 4' (bei 5℃).] 5. Die Adrenalinadsorption der Blutkörperchen wird durch die H-Ionenkonzentration beeinflusst, Alkali befördert sie stark, die kleinste Menge Säure behindert sie dagegen, je grösser deren Konzentration, desto grösser die Behinderung. (Fig. 12.) 6. Die roten Blutkörperchen adsorbieren das Adrenalin in einer Mischung von physiologischer Kochsalzlösung und Serum sehr wenig, dagegen bei Anwesenheit von Traubenzucker sehr stark. Die geeignete Konzentration der Glukose zu diesem Zweck betrug 0.3-0.5% ; bei anderen Prozentsätzen, gleich ob höheren oder niedrigeren wird die Adsorption verhindert. Aus diesem Grunde adsorbieren die roten Blutkörperchen das Adrenalin in einer Mischung von physiologischer Kochsalzlösung oder Ringer'scher Lösung und Serum nicht, wenn diese beiden Komponenten in gleicher Menge gemischt sind, dagegen wird es in einer Mischung des Serums und der Tyrode'schen oder Lock'-schen Lösung umgekehrt stark adsorbiert. (Fig. 5-11.) 7. Bei der Zerstörung der physiologischen Funktion der Blutkörperchen durch physikalisch-chemische Verfahren wird die Adrenalinadsorption verhindert. (Fig. 13.)
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489