Journal of Okayama Medical Association
Published by Okayama Medical Association

<Availability>
Full-text articles are available 3 years after publication.

年齡的差異ヨリ窺ヒタル2-3催眠藥ノ催眠作用竝ニ血糖消長ニ就テ

Asakawa, Hisashi
Thumnail 51_2164.pdf 828 KB
Abstract
Bei der Darreichung von Arzneimitteln ist es vor allem äusserst schwierig, die Grösse der Dosis für Kinder passend zu bestimmen. In Japan gaben Iwakawa u. Ohta eine Anleitung dazu durch sein Werk "Hilfsbuch für die Kinderpraxis", und später Shoji durch seine Arbeit "Arzneidosierung für die Kinderpraxis". Aber die Arzneidosen, die von den Autoren in der Kinderpraxis gebraucht werden, sind unter Umständen nicht sehr wirksam. Viele behaupten, dass diese Tatsache auf der zu geringen Menge der Arzneidosis beruhe, welche mit Rücksicht auf ihre Nebenwirkungen und im Verhältnis des Körpergewichtes zu dem der Erwachsenen angesetzt werde. Daher glauben einige Autoren, dass die Dosis für Kinder nicht einfach durch Teilung der Dosis für Erwachsene berechnet werden soll, sondern dass grössere als so berechnete Dosen für Kinder zu verwenden sind. So haben z.B. u.a. Loewenthal, Hoyne, Collier und Ronaldson erkannt, dass Verabreichung von grossen Dosen von Pyramidon bei. Masernkranken sehr günstig wirkt. In Japan bestätigten u.a. auch Taniguchi, Imaizumi, Hiroshima, dass solch grosse Dosen von Pyramidon beim Gebrauch bei zahlreichen Masernkranken wertvoll waren und kamen so wieder zu grossen Dosierungen von Antipyretica, die früher kontraindiziert werden. Ferner erklärte Yamamoto, dass die Dosis des Codeins, die allgemein in den Lehrbüchem apgegeben wird, zu gering sei. Weiterhin behaupten einige Autoren, dass einige Arzneimittel, die bisher für Kinder kontraindiziert wurden oder vor deren Applikation man immer grosse Angst hatte, bei genügender Vorsicht noch brauchbar seien. So sagt Itakura in seiner neulich herausgekom menen Arzneiverordnungslehre in dem Kapitel "Das Kind und das Morphin", dass man nach Ansicht von Delthil u. Delille vor der Anwendung von Morphin bei Kindern keine Scheu zu haben brauche, wenn eine geeignete Dosis angewandt werde. Ishibashi berichtet auch, dass die für den Säugling bisher so gefürchteten Anodyna und Hustenmittel, wie Pavinal und Pavinal-Atropin in geeigneter Dosis keinen Grund zu Beängstigung böten. Yoshimatsu behauptet ferner, dass die perorale Verabreichung von Tinctura Opii für Kinder relativ harmlos sei. Auf diesem Grunde stellte der Verfasser Beobachtungen über die Beziehung zwischen dem Erfolg der Arzneimittel und der Altersverschiedenheit an, indem er einige Hypnotica mit der Absicht benutzte, sie auf ihre narkotische sowie hyperglykämische Wirkung zu prüfen. Als Versuchstiere wurden junge (300-600g) und erwachsene (ca. 2kg) Kaninchen herangezogen. Die Ergebnisse lassen sich wie folgt znsammenfassen: 1. Morphin, Chloralhydrat, Veronal, Luminal und, Urethan zeigen zwar ihre narkotische Wirkung sowohl bei jungen wie auch bei erwachsenen Kaninchen, weisen aber eine auffallende Verschiedenheit in ihrer Wirkungsstärke auf, wenn sie in den gleichen Mengen pro kg Körpergewicht jungen und erwachsenen Tieren dargereicht werden. Die Dauer der Narkose ist bei jungen gegenüber erwachsenen Tieren beträchtlich verkürzt, und die Wirkung tritt im allgemeinen viel fruher ein. Die narkotische Wirkung ist also bei jungen Tieren schwächer und läuft schneller ab, als bei erwachsenen. Nur bei Veronal in grösserer als der festgesetzten Menge scheint sich das Auftreten der Wirkung eher zu verzögern. 2. Veronal (120mg/kg) und Luminal (80mg/kg) zeigen fast keine hyperglykämische Wirkung am erwachsenen Kaninchen, wohl aber am jungen Tiere. Urethan zeigt in kleinen bis grossen Dosen (1-1.5g/kg) eine hyperglykämische Wirkung am jungen sowie am erwachsenen Kaninchen. Chloralhydrat bedingt in kleinen bis grossen Dosen (0.2-0.5g/kg) eine Hyperglykämie am erwachsenen Kaninchen, am jungen Tieren hingegen eine Hypoglykämie. Morphin zeigti n kleinen bis grossen Dosen (5-20mg/kg) ebenfalls eine auffallende hyperglykämische Wirkung am jungen wie am erwachsenen Kaninchen. Betreffs der Wirkung auf den Blutzucker verhalten sich Urethan und Morphin am jungen und erwachsenen Tieren gleich, während Veronal, Luminal und Chloralhydrat in der Wirkungsweise abweichend sind.
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489