Journal of Okayama Medical Association
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夾竹桃有效成分「オドリン」ノ藥理學的研究(第1報)一般作用,致死量,呼吸及ビ體温ニ及ボス影響

Niimoto, Isao
Thumnail 50_2426.pdf 613 KB
Abstract
Seit Schmiedebergs Untersuchungen weiss man, dass in Blättern des Nerium oleanderum eine Art glykosidischer Herzgifte, Oleandrin, enthalten ist, die in der Art ihrer Wirkung den Glykosideu der Digitalis purpuaea nahe stehn. Das zu diesem Untersuchungen herangezogene Material stellt ein Glykosid, das neuerdings aus Blättern und der Rinde des Nerium odorum, einer im Japan einheimiseher Pflanze extrahiert wurde, dar. Beim Frosch zeigt es vorwiegend eine lahmende Wirkung. Bei der Maus und dem Kaninchen geht der Lähmung eine Erregungsstadium voraus, wobei Unruhe, Atembeschleunigung, Konvulsion und oft tonische und klonisehe Krämpfe beobachtet werden. Beim Frosch erfolgt der Tod Durch Herzlahmung, wahrend Maus und Kaninehen durch Atemlähmung zugrunde gehen. Die Letaldosis beträgt bei subkutaner Applikation beim Frosch 0,003-0,0035g pro 10g, bei der Maus 0, 004-0, 0045g pro 10g and beim Kaninchen bei intravenöser Applikation 0,15-0,2g pro Kilo Körpergewicht. Auf die Atmung des Kaninchen wirkt Odorin erregend. Bei intravenoser Darreichung wird die Wirkung von 0,01g pro Kilo wahrgenommen. Auch nach Einwirkung von Morphin und Durohechneidung des Vags tritt diese Wirkung auf. Odorin weisst, dem Kaninchen intravenos appliziert, eine leiohte, die Korpertemperatur erniedrigende Wirkung auf. Bei Temperatursteigerungen infolge fiebererregender Gifte, wie Tetra-hydro-β-naphthylamin uud α-Dinitrophenol, sowie infolge des Wärmestiches, wirkt es immer antipyretisch. Angesichts dieser Umstände scheint diese Wirkung in der Hauptsache peripher ausgelöst zu werden.
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489