Journal of Okayama Medical Association
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皮膚温度ニ關スル薬理學的研究

Koizumi, Saburo
50_1998.pdf 877 KB
Abstract
Verfasser untersuchte mit einem Messapparat für Hauttemperatur, "Mikro-pyrometer, Eko" den Einfluss einiger Antipyretika, vegetätiver Nervengifte und Krampfgifte auf die Hauttemperatur des Kaninchens, indem er die Muskel- und körpertemperatur, die bei demselben Kaninchen zur gleichen Zeit gemessen wurden, vergleiohend beobachtete. Daneben wurden auch die Veranderung dieser Temperatur infolge von physiologischen und experimentellen Bedingungen beobachtet. Die Hauttemperatur wurde am Wurzel der Ohrlappen und an der rückenhaut gemessen. Als Antipyretika wurden Antipyrin, Chinin, Natrium-salicylat, Neopirin (Aspirium solubile), als vegetätive Nervengifte Adrenalin, Atropin, Pilocarpin und Acetylcholin und als Krampfgifte Pikrotoxin und Strychnin benutzt. Die Ergebnisse der Experimente lassen sich wie folgt kurz zusammenfassen: 1) Wird das Kaninchen in der Bauchlage fest gebunden, so sinkt körpor-, Muskelund Hauttemperatur und halt nach 1-1.5 Stunden lange Zeit eine ziemlich bestimmte Hohe. Wenn jedoch das Tier wahrend der Experimente zu krampfartigen Bewegungen kommt, so steigern sich diese Temperaturen vorübergehend. 2) Der Einfluss der körpertemperatur auf die Hauttemperatur ist je nach der Hautgegend sehr verschieden. Die Temperatur der rückenhaut wird auffällend durch die körpertemperatur (in der Bauchhöhle gemessen) beeinflusst, dagegen wird die Hauttemperatur der Ohrlappen durch die Temperatur der Auseenwelt vial mehr als durch die körpertemperatur bestimmt. Die Muskeltemperatur kommt der körpertemperatur am nachsten. 3) Wenn man die Hauttemperatur am Wurzelteil der Ohrlappen unter der Wirkung verschiedener Gifte beobachtet, so nimmt sie oft einen gegensatzlichen Verlauf zur körpertemperatur, d.h. Antipyrin, Chinin und Natrium-salicylat steigern in vielen fällen die Hauttemperatur; besonders auffällend ist des bei Antipyrin der Fall. Dagegen wirkt Adrenalin auf die Hauttemperatur erniedrigend. Atropin und Neopirin uben keine Veranderung aus. Pilocarpin und Acetylcholin haben eine Neigung zur Erhohung. Pikrotoxin zeigt gar keinen Einfluss, aber beim Pikrotoxinkrampf tritt eine vorübergehende Temperatursteigerung auf. Bei Strychnin erfolgt ein geringer Abstieg, jedoch tritt beim Strychninkranpf dieselbe Erscheinung auf, wie beim Pikrotoxinkrampf. 4) Der Mechanismus der Wirkung dieser Gifte auf die Hauttemperatur erscheint zum Teil von der Vermehrung oder Verminderung der in den Hautgefassen stromenden Blutmenge abhangig zu sein. Infolge der durch die gennanten Substanzen hervorgerufenen Erweiterung oder Kontraktion der peripheren Gefasse ist die Menge des Blntes Kier grosser oder kleiner. Ausserdem wurde die steigernde Wirkung der oben erwahnten Antipyretika auf die Hauttemperatur auf ihrer Wirkung auf die Gefaasszentren beruhen. In allen fällen aber wurde die Veranderung der körpertemperatur in einem gewiseen Grad auf die Hauttemperatur beeinflussen, sodass die letztere sozusagen durch des arithmetische Mittel aller gennanten Faktoren bestimmt wird.
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489