Journal of Okayama Medical Association
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胸腺ノ發生學的研究(第1報)(有尾兩棲類特ニHynobius aus Okayamaニ就テ)

Kiyotani, Hisashi
Thumnail 47_2357.pdf 28.8 MB
Abstract
Betreffs der Entwicklung der Thymus von Amphibien liegen schon seit langem von verschiedenen Autoren die zahlreichen Untersuchengen vor. Trotzdem sind manche Frage noch nicht aufgeklärt worden. So habe ich unter der Leitung von Prof. Sikinami eine Untersuchung über die morphologische Entwicklung der Thymusanlage angestellt, indem ich die Serienschnitte von 58 Enbryonen des Hynobius aus Okayama als Material benuzte und sie Bequemlichkeit halben in 10 Stadien einteilte. Das Material wurde alles mit Formol-Alkohol fixiert. Die Färbung war fast ganz mit Borax-Karmin und teilweise mit Hämatoxylin-Eosin geschehen. Alles wurde in Paraffin eingebettet und teils in queren Serien von 10μ Dicke, teils von 20-30μ geschnitten. Die nötigen Teile dieser Serienschnitte wurden mittels Edinger's Zeichenapparats in 100 facher Vergrösserung abgezeichnet, auf einer 1.0mm dicker Wachsplatte reproduziert, nach Born-Peter's Methode auf-geschichtet, zu genauen Rekonstruktionsmodellen hergestellt, dann mit der Beobachtung des Entwicklungszustands dieser Anlage durch das Mikroskop verglichen einer genauen Untersuchung unterworfen, wobei sich folgendes Resultat ergab: 1) Bezüglich der Thymusanlage des Hynobius aus Okayama findet man, dass die ersten 4 Thymus erst bei einer 7.5mm langen Larve von der Ausstülpung des dorsalen Epithels der 1.-4. Kiementasche aus auftreten und sich dann die 5. Thymus bei einer 9.0mm langen Larve von der 5. Kiementasche aus entwickelt. 2) Die 1., die 4. und die 5. Thymus sind provisorischer Natur; es verschwindet nämlich die 5. Thymus bei einer Larve von 13.0mm Körperlänge, die 4. Thymus bei einer Larve von 15.0mm und die 1. Thymus bei einer Larve von 19.5mm. Die 2. und 3. Thymus entwickelt sich weiter als definitive Drüse. 3) Die Thymusanlage entwickelt sich vom Entoderm aus, das Ectoderm beteiligt sich nicht an ihr. 4) Die Thymusanlage (und zwar die Austülpungen des Kiementaschenepithels) entwickelt sich paarig in der dorsalen Wand der 1.-5. Kiementasche, dabei liegt die 1. Thymusanlage nahe bei dem Ganglion facialis, die 2. Anlage nahe bei dem Ganglion glossopharyngeus und die 3. und 4. Anlage nahe bei dem Ganglion vagus. Auch die 1. Thymusanlage befindet sich zwischen dem Augenbläschen und Ohrbläschen, die 2. Anlage in der mittleren Höhe des Ohrbläschens, die 3. Anlage in derselben Schnittfläche wie der kraniale Teil des Herzbeutels oder wie der Bulbus arteriosus, und die 4. Anlage befindet sich im kranialen Teil der Herzens. 5) Die Thymusanlage und die Nervenganglien liegen nebeneinander, aber beide lassen sich insofern unterscheiden, als die erstere reichlich mit Dotterkörnern versehen und ihre Kernsubstanz locker ist, während die Zellen der letzteren nur mangelhaft Dotterkörner haben und sich ihre Kernsubstanz dicht und stark färben lässt. 6) Die Abschnürung der Thymusknospe von dem Schlundepithel geschieht zuerst in der 4. und 5. Anlage bei einer 10.0mm langen Larve. Die 2. und 3. Anlage wird bei einer 13.0mm langen Larve und die 1. Anlage wird zuletzt bei einer 18.0mm langen Larve abgeschnürt. 7) Die Altersinvolution der Thymusdrüse ist bei Hynobius aus Okayama nicht wahrnehmbar. 8) Bei der grösseren Larve, über 25.0mm, kann man in der Thymusanlage Mark und Rinde differenzieren, aber diese Differenz ist beim erwachsenen Tier nicht so deutlich. 9) Hassal'sche Körperchen sind gleich nach der Metamorphose (29.0mm Körperlange) nachweisbar und auch beim erwachsenen Tier erkennbar.
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489