Journal of Okayama Medical Association
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家兎胎兒腦ノ形態學的發生ニ關スル研究

Kochi, Takeshi
Thumnail 47_3286.pdf 12.3 MB
Abstract
Verfasser hatte schon auf Grund seiner morphologischen Studien des Gehirns bei den Vögeln (Uroloncha domestica Flower und Hirundo rustica gutturalis) genaue Ergebnisse veröffentlicht. Da es aber vom Standpunkte der vergleichenden Entwicklungsgeschichte nötig ist, auch den Verlauf dieses Vorganges bei den Säugetieren festzustellen, so hat Verfasser über die Morphogenes des Gehirns bei Kaninchenembryonen Untersuchungen angestellt. Er erhielt folgende Resultate: 1) Der Neuroporus anterior verschliesst sich bei einem Embryo von 9 Tagen mit 13 Ursegmenten, der Neuroporus posterior bei einem Embryo von 9 1/2 Tagen mit 22 Ursegmenten, Der Neuropurus anterior schliesst sich also früher als der Neuroporus posterior; dies ist anders als bei den Vögln, bei denen sich der Neuroporus posterior früher verschliesst. 2) Der kraniale Teil des Nervenrohres bildet das Prosencephalon bei einem 8 Tage und 18 Stunden alten Embryo mit 9 Ursegmenten, das Mesencephalon bei einem 8 Tage und 20 Stunden alten mit 11 Ursegmenten, das Rhombencephalon bei einem 9 Tage alten mit 13 Ursegmenten; dadurch entstehen 3 primäre voneinander getrennte Hirnbläschen. Die 3 primären Hirnbläschen entstehen also nicht gleichzeitig; zuerst entsteht das Prosencephalon, dann das Mesencephalon, schliesslich das Rhombencephalon. Dieses Verhältnis ist bei den Säugern und bei den Vögeln ganz gleichartig. 3) Das Prosencephalon teilt sich ins Telencephalon und Diencephalon bei einem Embryo von 10 1/2. Tagen mit 32 Ursegmenten, das Rhombencephalon teilt sich ins Metencephalon und Myelencephalon am 12. Tage bei einem Embryo mit 46 Ursegmenten. Telen- und Diencephalon bilden sich also früher als Meten- und Myelencephalon, d. h. es ist ebenso wie bei den Vögeln. 4) Über die Grosshirnhemisphäre: Bei einem Embryo von 12 Tagen mit 46 Ursegmenten bildet sich ein longitudinaler Sulcus hemisphäricus in der dorsalen Wand des Telencephalon, durch welchen die dorsalen und lateralen Wände des Telencephalon in eine linke und rechte Hemisphäre geteilt werden. Der Hohlraum der Hemisphäre erweitert sich zum Seitenventrikel. Bei einem Embryo von 14 Tagen bildet die ventrale Innenwand der Hemisphäre das Corpus striatum ventrale, ihre laterale Innenwand das Corpus striatum laterale. Das Corpus striatum ventrale nähert sich der Lamina terminalis und bildet mit ihr das Foramen Monroi. In diesem Stadium wird auch das Gebiet des Telencephalon medium deutlich, indem seine dorsale Wand von Lamina terminalis, seine ventralen und lateralen Wände vom Corpus striatum ventrale geformt werden. Der Hohlraum des Telencephalon medium stellt das orale Ende des 3. Ventrikels dar, welcher vermittelst des Foramen Monroi in Seitenventrikel geöffnet ist. Bei einem Embryo von 16 Tagen teilt die kraniale Ventralwand der Hemisphäre das Rhinencephalon ab. Da sich das Corpus striatum mit dem Thalamus opticus des Diencephalon verbindet, so ist die Wand des Foramen Monroi von Corpus striatum ventrate, Talamus opticus und Lamina terminalis gebildet. Die dorsale Wand der Hemispäre bildet das Pallium und ihre mediale Wand den Hippocampus. Aus der Lamina terminalis entsteht die Paraphyse. Das Velum transversum bildet mit dem Mesenchym den Plexus chorioideus des Seitenventrikels. 5) Über das Diencephalon: Bei einem Embryo von 10 1/2 Tagen mit 32 Ursegmenten beldet das kaudale Ende der ventralen Wand des Diencephalon das Tuberculum posterius, ihr kaudaler Teil das Tuber mammillare. Bei einem Embryo von 14 Tagen bildet ein Teil der dorsalen Wand des Diencephalon die Epiphyse, ihre grosse dorsale Wandpartie teilt sich in Parencephalon und Synencephalon. Der Hohlraum des Diencephalon nimmt bedeutend am sinistro-dexteren Durchmesser ab und bildet den 3. Ventrikel. Bei einem Embryo von 16 Tagen bildet der dorsale Teil der lateralen Wand des Diencephalon den Thalamus opticus, ihr ventraler Teil den Hypothalamus. Sulcus hypothalamicus od. Sulcus limitans, welcher vom Foramen Monroi und Recessus opticus ausgeht und miteinander zusammentrifft, läuft zwischen dem Thalamus opticus und Hypothalamus längsweise caudalwärts. 6) Über das Mesencephalon: Bei einem Embryo von 14 Tagen entwickelt sich ein sagittaler Sulcus medianus mesencephali in dem mittleren Teil der dorsalen Wand des Mesencephalon. Die ventrale Wand des Mesencephalon bildet den Pedunculus cerebri und lässt ein Paar Nervus oculomotorius anwachsen. Bei einem Embryo von 16 Tagen senkt sich der Sulcus medianus mesencephali noch tiefer. Von diesem Sulcus begrenzt, entstehen der linke und rechte Lobus opticus von der dorsalen und lateralen Wand des Mesencephalon. 7) Über das Metencephalon und Myelencephalon: Bei einem Embryo von 14 Tagen nehmen die Hohlräume des Metencephalon und des Myelencephalon am sinistrodexteren Durchmesser ab und stellen den 4. Ventrikel dar. Bei einem Embryo von 16 Tagen verdicken sich die dorsale und die laterale Wand des Metencephalon leistenartig und bilden das Cerebellum, seine ventrale Wand bildet die Pons; die dorsale Wand des Myelencephalon bildet mit dem Mesenchym den Plexus chorioideus des 4. Ventrikels, seine ventrale Wand mit der lateralen Wand die Medulla oblongata. 8) Von den Grenzen der sekundären Hirnbläschen bei den Vögeln sowie bei den Säugern. (A) Es entspricht die Telencephalon-Diencephalongrenze, die Eminentia telo-diencephalica, der Verbindungslinie zwischen dem Recessus opticus und dem Velum transversum. (B) Die Diencephalon-Mesencephalongrenze, die Eminentia mesodiencephalica, entspricht derjenigen Linie, welche quer vom Tuberculum posterius zur dorsalen Wand gezogen wird (C) Die Mesencephalon-Rhombencephalongrenze entsteht anfangs vom Sulcus rhombo-mesencephalicus, später vom Isthmus. (D) Die Metencephalon-Myelencephalougrenze zieht sich durch den Recessus lateralis. 9) Das Gehirn zeigt 3 Hirnbeugen bei den Vögeln wie auch bei den Säugern. Der Anteil der 3 Hirnbeugen und ihre entstandene Ordnung sind bei den Säugern und Vögeln gleich: anfangs nämlich erscheint die Kopfbeuge im Mesencephalon, dann die Nackenbeuge im kaudalen Ende des Rhombencephalon, endlich die Brückenbeuge in der kranioventralen Wand des Myelencephalon. 10) Was die Neuromerenzahl im Rhombencephalon betrifft, so findet Verfasser 6 Paar, sie ist also ganz ähnlich, wie sie Verfasser schon bei ben Vögeln beobachtet hat. Über die Verhältnisse zwischen den Neuromeren und Hirnuervenganglien im Rhombencephalon: (A) Ganglion semilunare des V. Hirnnerven wächst von II. Neuromerie aus. (B) Ganglion acustice-faciale des VII. und VIII. Hirnnerven von IV. Neuromerie. (C) Ganglion superias des IX. Hirnnerven von V. Neuromerie. (D) Ganglion jegulare des X. Hirnnerven wächst von der lateralen Wand des Rhombencephalon aus welche eaudalwärts als VI. Neuromerie liegt, ohne Beziehung zu der Neuromerie.
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489