Journal of Okayama Medical Association
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家兎顎下腺ノ分泌機轉ニ關スル組織學的研究(第2報)交感神經及ビ皷索切斷後ノ顎下腺ノ變化ニ就テ

Ide'i, Ichiro
Thumnail 45_2160.pdf 2.4 MB
Abstract
Bei Kaninchen durchschnitt der Verfasser den Halssympathicus und die Chorda tympani auf der linken Seite und liess die Tiere 4 oder 30 Tage lang weiter leben, um dann sie zu töten und ihre beiderseitigen Unterkieferdrüse hauptsächlich mit Hilfe der Uransilbermethode zu untersuchen. Daraus ergibt sich das Folgende: 1. 4 Tage nach Operation bietet der Golgische Apparat der Unterkieferdrüsenzellen auf der Operationsseite folgende Befunde dar. In den hellen Zellen sieht man Verlängerung seiner Fadenverästelung, Komplizierung des Netzwerks, Vermehrung der Netzmaschen und Auftreten feiner und grober Körnchen, während die Dunkelzellen Verdickung der Apparatfäden, Komplizierung des Netzwerks, Ausbildung der Netzmaschen, Vermehrung der feinen Körnchen zeigen. In den Zellen der Speichelröhre vergrössert sich der Apparat, indem seine mittelgrossen Körnchen zahlreich auftreten. Kurz bietet der Apparat in den hellen Zellen sowie in den der Speichelröhre denselben Befund wie an der 60. Minute nach Sympathicusdurchschneidung dar, während sein Befund in den Dunkelzellen sich an den des 4. Tages nach dieser Operation erinnert. 2 30 Tage nach Operation zeigt der Apparat in den Unterkieferdrüsenzellen auf der operierten Seite die folgende Veränderung. In den hellen Zellen werden seine Fäden feiner, wobei ihre Verästelungen sich verkürzen und einige spärliche grobe Körnchen zum Vorschein kommen. In den Zellen der Speichelöhre beobachtet man Zerstreuung der feinen und groben Körnchen, während der Apparat in den Dunkelzellen Vereinfachung der Struktur, Vermehrung der groben Körnchen uud Verdickung der Fäden aufweisen. Dieser Befund ist ähnlich an den hellen Zellen sowie an den der Speichelröhre dem der 60ten Minute nach Chordadurchschneidung, und an den Dunkelzellen dem am 4. Tage nach dieser Operation. 3. Was die Grösse der Drüsenzellen, den Kern, die farbbare Basalzone des Zellleibes, Mitochondrien, Sekretgranula und die Weite des Drüsenlumens der Operationsseite am 30. Tage nach Operation anbetrifft, so sieht man in den hellen Zellen und in den der Speichelröhre ähnliches Bild wie bei den Tieren, die die Sympathicusdurchschneidung eine Stunde -4 Tage ü berlebten, während der Befund der Dunkelzellen sich wie im Fall der Tiere verhält, die 4-10 Tage nach dieser Operation lebten. Dabei verändern sich die Sekretgranula der hellen Zellen teilweise in feine und grobe Vakuolen, und die Mitochondrien der Speichelröhre werden etwas spärlicher. 4. 30 Tage nach Operation bietet die Unterkieferdrüse der Operationsseite mit Ausnahme des Golgischen Apparates folgende Befunde dar. Die hellen Zellen verhalten sich im allgemeinen wie nach einer Stunde seit Chordadurchschneidung, und die Dunkelzellen wie nach 10 Tagen seit Sympathicusdurchschneidung, während die Zellen der Speichelröhre keine Abweichung von den normalen darbieten. Die Sekretgranula der hellen Zellen unterscheiden sich nicht an Grösse von denen der gegenüberliegenden Seite. Die Sekretgranula der Dunkelzellen sind dichter vorhanden als im Fall nach Sympathicusdurchschneidung, indem sie grosse Gruppen bilden. Die Mitochondrien der Speichelröhre sind dagegen etwas spärlich vorhanden, verglichen mit dem Befund nach Sympathicusdurchschneidung. 5. Kurz bietet der Befund des 4ten Tages nach Operation im allgemeinen einen Zustand der Parasympathicuserregung dar, im Gegensatz zum Befund des 30ten Tages nach Operation, wo der Zustand der Ruhe oder Sympathicuserregung dominiert. 6. Der Befund des 4ten Tages nach Operetion ist wahrscheinlich auf den Ausfall der Sympathicuswirkung zurückzuführen, die über die Parasympathicuswirkung die Oberhand gewinnt, während der Zustand der Ruhe oder Sympathicuserregung am 30ten Tage nach Operation wahrscheinlich der Hauptsache nach mit der früheren Regeneration der Sympathicusfasern zu tun hat, ohne jedoch die reaktive Tätigkeit der Drüsenzellen selbst ausser Betracht zu ziehen. 7. Die Tatsache, dass die Dunkelzellen und die Zellen der Speichelröhre am 30ten Tage nach Operation verschiedene Veränderungen darbieten, beruht wahrscheinlich darauf, die Sympathicusdurchschneidung auf die Speichelröhre einen schwachen und auf die Dunkelzellen einen stärkeren Einfluss ausübt. 8. Die Kerne der hellen Zellen zeigen nach Durchschneidung der beiden Nerven verschiedene Veränderung als nach der alleinigen Durchschneidung des Sympathicus oder der Chorda, indem sie alle der Schrumpfung anheimfallen und sich intensiv färben, ohne rundliche schwach gefärbte Kerne zu zeigen, was wahrscheinlich darauf zurückzuführen ist, dass nicht nur der Sympathicus, sondern auch gewisse Fasern derselben Natur in der Chorda durchschnitten worden sind. 9. Nach Durchschneidung der beiden Nerven zeigt die Blutversorgung in der Unterkieferdrüse keine nennenswerte Veränderung, trotzdem die Drüsenzellen der genannten Veränderung unterworfen sind. Daraus ist es ersichtlich, dass die sekretorischen oder trophischen Nervenfasern nach direkt auf die Drüsenzellen einen Einfluss ausüben, ohne Vermittelung der Blutgefässveränderung.
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489