Journal of Okayama Medical Association
Published by Okayama Medical Association

<Availability>
Full-text articles are available 3 years after publication.

綱膜各層厚徑ノ明暗ニヨル増減現象ニ就テ

Matsuura, Takashi
45_1545.pdf 5.18 MB
Abstract
Es ist jetzt noch unklar, und es bleibt die Frage, ob die Dicke jeder Netzhautschicht sick infolge von Lichtwirkung verändert oder nicht. Mehrere Autoren vermuten, dass die Dicke sich vielleicht nicht verändert; aber nur wenige Angaben über diese interessante Frage sind bisjetzt in den Literatur vorhunden und eine Erforschung dieser Fragen ist noch nicht in Angriff genommen worden. Der Verfasser brauchte den Hahn, die Schlange, den Frosch und die Karausche als Versuchsmaterial, fixierte viele Bulbi von Hell- und Dunkeltieren, stellte zahlreiche Präparate von Medianschnitten durch die Eintrittsstelle des Sehnervs her, wählte unter diesen Präparaten viele tadellose aus und mass die Dicke jeder Netzhautschicht in jedem Netzhautteile aus. Er kam zu folgenden Schlüssen. 1) Die Dicke der ganzen Netzhautschicht ist am Peripherieteile am dünnsten, je näher am Papillarrand, desto dicker. Beim Frosch ist sie Dicke in der oberen Hälfte des Bulbus dünner als die in der unteren Hälfte desselben, aber beim Hahn und bei der Karausche ist das Gegenteil der Fall. 2) In der Area zentralis retinae ist jedes Element besonders dicht, und auch die Dicke jeder Netzhautschicht ausserhalb der Nervenfaserschicht ist ganz besonders gross, je weiter davon entfernt, desto lockerer ist jedes Element und desto dünner jede Schicht. Nur die Nervenfaserschicht, je näher sie von der Aequatorgegend weg zum Papillarrund kommt, wird desto schueller dick; deswegen bildet sich an der Area centralis die Retina in den Glaskörper hinein oder bildet chorioidealwärts eine hervorstehende Hügelform nicht. 3) Die Dicke der ganzen Netzbautschicht nimmt bei Verdunkelung zu, mit Ausnahme des Peripherieteils derselben Retina, wo das Gegenteil stattfindet. Der Unterschied in der Dicke zwischen Hell- und Dunkelauge steht im Verhältnis zur Dicke jedes Netzhautteils. 4) Die Sehzellenschicht verdickt sich bei Belichtung, während alle anderen Schichten dünner werden. Nur am Peripherieteil der Netzhaut nehmen alle Schichten bei Belichtung zu. 5) Eine grosse Menge des protoplasmatischen Teils, der bisher im allgemeinen als Fortsatz der Pigmentepithelzelle angenommen wurde, sammelt sich bei Verdunkelung in der Gegend der Pigmentzellbasis an d. h. die Menge nimmt zu und der Teil schwillt ausserdem an. An der Oberhälfte der Retina bei der Karausche sind diese Erscheinungen besonders deutlich und am leichtesten nachweisbar. 6) Von den Veränderungen der Dicke jeder Netzhautschicht finden die der Sehzellenschicht und die des protoplasmatischen Teils der Pigmentzelle vielleicht aktiv statt, dagegen die aller anderen Schichten passiv.
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489