Journal of Okayama Medical Association
Published by Okayama Medical Association

<Availability>
Full-text articles are available 3 years after publication.

蛙眼圓錐體小油球ノ明暗ニヨル染色反應ノ差異

Matsuura, Takashi
44_2950.pdf 670 KB
Abstract
Über die Veränderungen der Zapfenölkügelchen durch Licht findet man in der Literatur nur zwei Berichte. Der Verfasser prüfte die Versuche von Hamada nach und bestätigte nicht nur seine Befunde, dass die Zapfenölkügelchen in der lebenden Froschretina eine bestimmte Lichtreceptionswirkung mitmachen, sondern beobachtete auch viele andere interessante Tatsachen. Beim Hellauge können die Ölkügelchen mit Toluidinblau tief blau aufgefärbt werden, während sie im Dunkelauge damit gar nicht färbbar sind. Beim Halten des Hellfrosches im Dunkeln werden sie in ca. 2, 5 Stunden nicht mehr angefärbt. Jedes Kügelchen verliert dabei seine Färbbarkeit zuerst in seiner Mitte und dann allmählich zur peripheren Zone hin, so dass man im Verlauf der Zeit allerlei Übergangsformen, wie Ring-, Halbmond-, und endlich Sichelformen, sehen kann. Beim Halten des Dunkelfrosches im Hellen kehren die unfärbbaren Ölkügelchen in ca. 15-20 Minuten wieder in rundförmig färbbare in der Weise zurück, dass die genannten Übergangsformen sich in umgekehrter Reihenfolge verfolgen lassen. Durch direkte Sonnenbelichtung werden die Ölkügelchen des Dunkelfrosches schon in 4-6 Minuten rundförmig anfärbbar, um in einigen weiteren Minuten in Bezug auf alle Netzhautgebiete in Ultrahellstellung (vom Verfasser so genannt) zu gelangen. Diese Stellung dauert fort. Beim Halten des sonnenbelichteten Frosches im Dunkeln ist die Gesammtzeit, in der die Färbbarkeit vollkommen verloren geht, wie bei den Kontrollen, nur in der ersten Hälfte dieser Zeit findet man im Vergleich mit den Kontrollen verspätete Übergangszustände. Diese Ölkügelchen ändern sich in ihrer bestimmten Färbbarkeit je nach der Stärke der Belichtung, und zwar wird die Färbbarkeit nicht geändert, solange die Belichtung in derselber Stärke bleibt. Der Einfluss des roten Lichtes auf die Färbbarkeit der Ölkügelchen ist von derselber Intensität wie die des gewöhnlichen Lichtes. Bei der Dunkelstellung und bei den verschiedenen Hellstellungen und auch bei den Übergängen zwischen Hell- und Dunkelstellung von Tieren zeigt die Färbbarkeit in derselben Retina jedesmal eine eigenartige örtliche Verschiedenheit. Wärme (38°-40°C) befördert die Geschwindigkeit der Übergänge zwischen Hell- und Dunkelstellung. Kälte (0°C) wirkt im vollständige dunkelgestellten Auge so auf die Ölkügelchen, dass die dadurch in einen Zustand gebracht werden, als wenn sie 1, 5 Stunden im Dunkeln gewesen wären. Auch ein Übergang von Hell- in Dunkelstellung infolge Dunkelhaltens schreitet in der Kälte nicht über genannten Zustand. Durch Opticusdurchschneidung wird die Färbbarkeit nicht verändert. Bei den Frühlings-, Herbst- und Wintertieren. besonders bei den letzteren, sind die Ölkügelchen überhaupt nur schwach färbbar und reagieren auf Licht nicht so sicher und regelmässig wie bei den Sommertieren. Die Ergebnisse der Untersuchung über den Einfluss verschiedener Medikamente findet sich in einer nachfolgenden Mitteilung.
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489