Journal of Okayama Medical Association
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剔脾家鼠肝臟ニ於ケル所謂脾樣組織ニ關スル知見補遺

Hamazaki, Y.
Hayakawa, M.
Thumnail 40_221.pdf 1.04 MB
Abstract
Unter dem splenoiden Gewebe der Leber, wenn man die Literatur durchsucht, so versteht man morphologisch kein einheitliches Gebilde. Es findet sich häufig um die Pfortadergefässe im interlobulären Bindegewebe und besteht vorwiegend aus Lymphozyten. Ferner finden wir es gelegentlich, die Zellherde um die Zentralvene oder an der Kapillarenwand, die offenbar durch Wucherung der histiozytaeren Zellen zustande kommen und auch gelegentlich die zirkumskripte Lymphozytenansammlung im dilatierten Kapillarenlumen mit geringerer Vermehrung der Sternzellen sind. Mit dem zirkumskripten Herde vergesellschaftet ist oft in wechselndem Grade eine diffuse Zellanhäufung in der Kapillaren, welche die Leberbälkchen zuweilen ganz verschleiert und zur Atrophie bringt und mikroskopisch der leukämischen Infiltration sehr ähnelt (Schmidt). Zuweilen findet sich die Wucherung der histiozytären Zellen um die Wand der Zentralvene und diese Zellen bilden einen mit dem Kapillarenlumen kommunizierenden Kanal (Kiyono). Wir könnten also schlechtweg darunter verstehen die bei Entmilzung auftretende zirkumskripte oder diffuse Zellinfiltration, die vorwiegend aus Lymphozyten oder histiozytären Zellen besteht. Wir haben experimentell splenoides Gewebe der Leber an der Ratte durch Milzexstirpation erzeugt und untersucht. Aus den Resultaten wollen wir besonders die folgenden zwei Punkte betonen. 1) Ob das splenoide Gewebe hauptsächlich inter- oder intralobulär entwickelt, ist eine viel umstrittene Frage. Bei unserem Material aber entwickelt sich das splenoide Gewebe überhaupt im interlobulärem Bindegewebe. Es wird bisher angenommen, dass dieses splenoide Gewebe sich um das Pfortadergefäss entwickle. Nach unserer Untersuchung aber lässt es sich konstatieren, dass das Gewebe vielmehr innige Beziehung mit dem Gallengang betreffs seiner Entwicklung hat. Wir finden das feinere Knötchen, immer zwischen dem Gallengang und dem Pfortader, das grössere mehr um den ersteren, und was das diffusere betrifft, so findet sich der Gallengang immer im zentralen Teil desselben, wenn es auch die Pfortader allerdings in sich einschliesst. Der Gallengang wird babei oft von den Zellen stark zusammengedrängt, und man kann das abgedrückte Epithel leicht übersehen, wenn man nicht vorsichtig nachsucht. 2) Die sogenanten typhösen Leberknötchen haben nach Angaben sehr ähnliche Struktur mit dem bei der Milzexstirpation eintretenden splenoiden Gewebe der Leber. Sie lassen nur bei den typischen, welche sich mit deutlicher Nekrobiose der Leberzellen und der Epitheloidzellenanhäufung, wie Tuberkel, darstellen, leicht von den splenoiden differenzieren. Es gibt aber histologisch keine wesentliche Abweichung von den Splenoiden und man kann die Beiden kaum differenzieren, wenn die typhöse Knötchen einfach mit der Zellanhäufung zum Vorschein treten. Dennach ist es sehr Wünschenswert, dass man streng analysiere, was Hermann bereits schon bemerkt, wenn es die Möglichkeit gibt, zwei genetisch differente Knötchen gleichzeitig vorkommen zukoennen. Es findet sich aber keine Beschreibung in der Literatur über die typhösen Knötchen an entmilzten Ratten. Wir haben die typhösen Knötchen bei 5 Fällen der 24 entmilzten Ratten gefunden, in denen 2 Fälle besonders das typische Bild gezeigt haben. Neuerdings betonte Lauda durch seine Immunitätsforschung, dass die entmilzten Ratten häufig an einer akuten Infektionskrankheiten Ieiden, die im Bild der perniziösen Anämie verläuft. Er bestätigte ferner die zentrale Verfettung, degenerative Fettinfiltration und Nekrose der Parenchym-zellen in der Leber dabei. Wenn man nun die obigen Tatsachen berücksichtigt, so kann man wohl annehmen, dass die typhösen Leberknötchen nicht selten bei der entmilzten Ratte auftreten. Es ist noch weitere Forschung notig, zu entscheiden ob die Splenektomie für die Entstehung der typhösen Knötchen, direkt oder indirekt, eine besondere Rolle spielt oder nicht.
Note
原著
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489