Journal of Okayama Medical Association
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鳥類ノ小腦脊髓路ニ就テ

Kuwabara, Tadasu
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Abstract
Das Vorhandensein der in der Uberschrift bezeichneten Bahn beim Vogel wurde zuerst von Friedlander mit Hilfe der Degenerationsmethode bewiesen. Spater gaben Frenkel und besonders Shimazono diese Bahn ausfuhrlich an, doch in Bezug auf ihren Ursprung lasst es noch viel zu wunschen ubrig. Daher beabsichtigte ich diesen Gegenstand an der Hand sowohl der Marchischen als auch der Nisslschen Degenerationspraparate noch einmal zu einer Prufung zu stellen. Versuch 1. Bei einem Huhn wurden die Rinden- und Marksubstanz des Kleinhirns mit einer Nadel auf der linken Seite gestochen. Die Verletzungslinie lauft von der dorsolateralen Seiten nach ventromedial und dann die dorsale Wand des Ventriculus cerebelli durchquerend reicht sie bis auf das orale dorsale Ende des kontralateralen medialen Kerns in der Frontalebene, wo der laterale Kern noch nicht vorhanden ist, ohne jedoch den medialen Kern selbst zu beschadigen. Auf beiden Seiten treten die Marchischollen von der Lasionsstelle in die dorsooralen Partien des medialen und lateralen Kerns ein. Ferner bezieht der kaudale Abschnitt des rechten lateralen Kerns schwarze Schollen von der dorsalen und dorsolateralen Seite, zum kleinen Teil aber auch von der dorsomedialen. Diese Degenerationsfasern mussen weiter oralwarts durch die dorsale Wand der Kleinhirnkammer ziehen, denn die letztere ist ausschliesslich an der rechten Seite verletzt und dementsprechend konnen die Degenerationsfasern nur auf derselben Seite gesehen werden. Bei diesem Versuch steigen keine degenerierten Fasern in die Medulla oblongata ab, was beweist, dass die Fasern der kleinhirnspinalen Bahn nicht von der Kleinhirnrinde entspringen. Versuch 2. Auf der linken Seite wurde vorwiegend der Markkern des Kleinhirnkorpers zerstort, welcher lateral vom oralen Abschnitte des medialen Kerns und welter kaudalwarts an der lateralen Seite des lateralen Kerns liegt. Auch der dorsale Abschnitt des lateralen Kerns ist mitbeschadigt, wahrend der mediale Kern und die Commissura cerebelli inferior ganz intakt bleiben. Eine Anzahl degenerierter Fasern ziehen durch die dorsale Kleinhirnkommissur (Commissura internuclearis Shimazono) zur dorsalen, und dann lateralen Seite des kontralateralen Lateralkerns, um weiter ventrolateralwarts schreitend den lateralen peripherischen Teil der Medulla oblongata zu erreichen. Ein anderer Teil der degenerierten Fasern begiebt sich von der lateralen und ventralen Seite des verletzten Lateralkerns direkt ventrolateralwarts und erreicht die laterale periphere Partie der Medulla oblongata. In dieser Gegend biegen sich sowohl die gekreuzten als auch die ungekreuzten Degenerationsfasern um, und schlagen eine absteigende Richtung ein, u. z. auf demselben Weg mit Tractus spinocerebellaris. Im Ruckenmark ist ihre Fortsetzung hauptsachlich im peripheren Abschnitte des Seitenstranges ventral vom Caput cornu posterioris lokalisiert, zum Teil aber auch in der Markschicht, welche den Kopf des Hinterhorns deckt. Dass diese Fasern bei Versuch 1 nicht degeneriert sind, beruht auf der Lage der Verletzung, welche zu weft oralwarts liegend sie gar nicht antrifft. Versuch 3. Durch den linken Flocculus ging die Nadel zwischen den lateralen Kern und Nucleus bigeminus und zerstorte spinalwarts sowohl den ventralen Teil des ersteren als auch das Grenzgebiet zwischen ihm und dem Deitersschen Kern. Weiter kaudalwarts streif e die Verletzungslinie auch das dorsale Ende des letzteren, um an der Nahe des Nucleus laminaris zu endigen. Bei diesem Versuch treten degenerierte Fasern dem verletzten Lateralkern in erstet Linie in den Deitersschen Kern ein, welcher sie zum Teil direkt von der dorsalen Seite an, zum Teil aber auf dem medialen Umwege erhalt. Ein Tail der degenerierten Fasern zum Rückenmark zieht durch die Commissura cerebelli dorsalis und umgibt die dorsale und laterale Seite des kontralateralen Lateralkerns, um ventrolateralwärts die laterale peripherie der Medulla oblongata zu erreichen. Ein anderer Teil von ihnen begiebt sich von der ventralen und lateralen Seite des verletzen Lateralkems direkt ventrolateralwärts und gelangt zur lateralen Peripherie der Medulla oblongata. Von dieser Gegend steigen die gekreuzten und ungekreuzten Degenerationsfasern nach dem Rückenmark ab. Ihr ganzer Verlauf ist genau wie bei Versuch 2. Dasselbe gilt auch für ihre Lage im Rückenmark. Ich konnte sie nach unten bis zur mittleren Höhe des Brustmarks verfolgen, vermag aber nicht zu sagen, wo sie enden, da ich leider den unteren Teil des Rückenmarks nicht untersuchte. Versuch 4. Die von der linken Seite durch die Rinden-und Marksubstanz hindurch eingestochene Nadel erreichte an der Medianlinie die Kleinhirnkammer und dann zerstörte den ventralen Abschnitt des Medialkerns und die Commissura cerebelli inferior auf der gegenüberliegenden Seite. Weiter ging sie durch, die Lingula nach dem kontralateralen Deitersschen Kern, dessen kaudales Ende mitbeschädigt wurde und gelangte endlich durch den Nucleus laminaris hindurch in dorsoventraler Richtung bis zur dorsolateralen Partie der rechten Formatio reticularis. Die degenerierten cerebellospinalen Fasern gehören grösstentgils zu den aus dem ventralen Teil des Medialkerns stammenden, welche ganz u. gar in der Commissura cerebelli inferior verletzt wurden. Sie begeben sich von der ventromedialen Seite der grauen Kerne des Kleinhirns ventrolateralwärts (Fig.1 a) und erreichen die laterale periphere Partie der Medulla oblongata, wo sie auf demselben Wege mit dem Tractus spino-cerebellaris nach unten absteigen. Andere degenerierte cerebello-spinale Fasern entstammen dem lateralen Kern des Kleinhirns, und ziehen nach der gegenüberliegenden Seite durch die Commissura cerebella dorsalis s. internuclearis, wo sie durchtrennt wurden. Dann umgeben sie den kontralateralen Lateralkern von der dorsolateralen Seite her und schreiten weiter ventralwärts, um die laterale Seite des aus dern kontralateralen medialen Kern entspringenden Faserbundels zu erreichen (Fig.1 b). Für ihren weiteren Verlauf gilt dasselbe was beim 2. u. 3. Versuch gesagt wurde. Versuch 5. Bei einem Huhn wurde des Halsmark auf dem linken Seite mit einer Nadel zerstört welche nach Durchtrennung der Haut-und Muskelschicht in der Nackengegend zwsichen den 2 ten und 3 ten Halswirbel gestochen worden war. Die Verletzung greift an einen grossen Teil des Seitenstranges und teilweise auch an das Hinterhorn sowie die mittlere Partie genauer Substanz auf der Operationsseite, während das Vorderhorn und der Hinterstrang derselben Seite, sowie die andere Hälfte des Rückenmarks ganz verschont bleiben (Fig. 2). Das Gehirn dieses Tieres wurde nach Nissl untersucht. Der Deitersscbe Kern zeigt auf beiden Seiten eine auffallende Degeneration im Gegensatz zum Nucleus bigeminus welcher keine nennenswerte Veränderung aufweist. Auch viele grosse Nervenzellen der Formatio reticularis verfallen beiderseits in eine starke Chromatolyse. Man findet diese Zellen überall in der Formatio reticularis, aber vorwiegend neben dem ventralen Abschnitte der Raphe. Was die Degeneration der grauen Kerne des Kleinhirns anbetrifft, so ist die Erscheinung sehr schwach, was sich besonders beim Medialkern geltend macht. Wenn man aber ihre Zellen zu einer genauen Prüfung stellt, so findet man, dass manche von ihnen etwas abweichendes Aussehen von den entsprechenden normalen Zellen der Kontrollpräparate geben, indem die Nisslschen Schollen leicht gelöst erscheinen, der Zellkern mehr oder weiniger hervorragend und der Zellkontur etwas verschwommen. Dies ist besonders im Lateralkern ziemlich deutlich zu sehen, und zwar auf der Operationsseite finden sich die leicht veränderten Zellen hauptsächlich im ventralen und ventmlateralen Teil des Kerns (Fig. 3.), während auf der anderen Seite sie vorwiegend im dorsolateralen Abschnitt des Kerns lokalisiert sind (Fig. 4). Schluss. Aus den gesagten Befunden ergiebt sich, dass der Tractus cerebellospinalis beim Vogel nicht nur aus den gekreuzten und ungekreuzten Fasern aus den Medialkernen des Kleinhirns, sondern auch aus solchen von den lateralen Kleinhirnkernen besteht. Die gekreuzten der letzteren entspringen hauptsächlich aus dem dorsolateralen Teil des Lateralkerns und gelangen zur anderen Seite auf dem Wege der dorsalen Kleinhirnkommissura. Dann begeben sie sich ventralwärts, den dorsalen und lateralen Rand des kontralateralen Lateralkerns umgebend, und schliessen sich von der lateralen Seite her dem den Medialkernen entstammenden Faserbündel an, und zwar unweit der lateralen Oberfläche der Medulla oblongata, um mit diesem. Bündel zusammen spinalwärts abzusteigen. Die ungekreuzten Fasern aus dem Lateralkern stammen der Hauptsache nach vom ventralen und ventrolateralen Abschnitt des Kerns ab und ziehen teils direkt, teils aber nach einem lateralen Umschweife ventralwärts. Am lateralen Rand der Medulla oblongata erreichen sie die äussere Seite des aus den medialen Kernen entspringenden Faserbündels, um mit diesem zusammen kaudalwärts abzusteigen. Im Rückenmark findet man die genannten gekreuzten und ungekreuzten Fasern aus den Lateralkernen des Kleinhirns vorwiegend im dorsolateralen Teil des Seitenstrangs, zum Teil aber auch in der Markschicht, welche den Kopf des Hinterhorns deckt.
Note
原著
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489