Journal of Okayama Medical Association
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外傷性迷路炎ニ關スル實驗的研究

Fujimori, S.
Thumnail 39_1720.pdf 6.33 MB
Abstract
Neuerdings hat die Physiologie des inneren Ohres grosse Fortschritte gemacht und um noch mehr helles Licht auf die Labyrinthfunktionen zu werfen, lässt man mechani-sches Trauma auf die verschiedenen Teile des Labyrinthes einwirken, aber es werden dabei fast immer pathologischanatomische Untersuchungen ausser acht gelassen. Ferner hat man sich sehr selten den Studien über die direkte Verletzung mittels scharfer Instrumente gewidmet. Da habe ich bei Kaninchen verschiedene Stellen des inneren Ohres traumatisch verletzt, um einerseits die dadurch entstehenden Veränderungen unter aseptische Verhaltniss zu beobachten und anderseits durch Infektion der lädierten Partie mit Staphylokokken künstlich traumatische eitrige Labyrinthitis hervor zu rufen, dann die klinischen Erscheinungen bei und nach der Operation zu erforschen. Das Tier wurde eine beliebig lange Zeit gefüttert und endlich vital fixiert, worauf histologische Untersuchungen folgten, dann die erhaltenen Befunde mit den schon beobachteten labyrintaeren Erscheinungen vergleichend zu untersuchten, um das Wesen der verschiedenen klinischen Symptome aufzuklaeren. Vom Labyrinthe wurden 4 Stellen, nämlich 1. Cochlea, 2. Fenestra rotunda, 3. Fenestra ovalis und 4. Canalis semicircularis horizontalis, verletzt. Die Läsion nahm ich in der Weise vor, dass ich von den genannten 4 Stellen solche ausser dem ovalen Fenster mit scharfen Instrumenten hauptsächlich perforierend verletzte, während ich das letztere wesentlich durch Entfernung des Stapes zu öffnen versuchte. So konnte ich endlich zu folgenden Schlüssen gelangen: 1. Bei der Verletzung der Labyrinthschnecke, des runden und ovalen Fensters wirkt das reine Trauma an und für sich auf die vestbulaerefunktionen gar nicht störend. 2. Beim Zustandekommen irgend welcher Störungen der Vorhofsfunktionen bei oder nach der Läsion der Cochlea, Fenestra rotunda et ovalis werden im Spatium endolymphaticum vestibuli durch die betreffende Verletzung pathologische Veränderungen hervorgerufen. 3. Bei der Läsion des Canalis semicircularis horizontalis stellt sich zugleich damit horizontaler Augennystagmus ein, der sich in der Regel nach der operierten Seite, aber zuweilen im Moment der Läsion nach der intakten, dann nach der operierten Seite richtet. Und jedes solche Augenzittern verschwindet nach einer kurzen Zeit, ohne in der Regel Funktionsstörung der Otolithen zu hinterlassen, aber wenn nach seinem Rückgang wieder spontaner Nystagmus zum Vorschein kommt, so ist er nach der intakten Seite gerichtet. 4. Wenn bei der Verletzung des horizentalen halbzirkelförmigen Kanals ausser dem oben geschilderten Nystagmus gestörte Vorhofsfunktionen auftreten, so rührt dies wohl daher, dass zugleich mit der Läsion die Vorhofssäcke verletzt werden, die dadurch verursachten Reize sich auf den Otolithenapparate ausbreiten oder danach in den Vorhofssäcken sekundäre Entzündung hervorrufen. 5. Stellen sich am Anschluss an die Verletzung des horizontalen halbzirkelförmigen Kanals sekundäre pathologische Veränderungen nur beschränkt in den Canales semicirculares ein, so erleiden nur die letzteren funktionelle Störungen, aber nicht die Otolithenorgane. 6. Nur der Aufluss der Labyrinthperilymphe oder nur die Entzündung des Spatium perilymphaticum vestibuli scheint auf die Vorhofsfunktionen gar keinen Einfluss auszuüben. 7. Der Unterschied des Nystagmus zwischen der nach der durch unilaterale Labyrinthläsion nach links und nach rechts erfolgenden Drehung hängt graduell ausser von dem Grade des Frisch- oder Veraltetseins der Läsion von der Stärke der Eutzündung ab, ist um so erheblicher, je stärken die letztere ist. 8. Der Unterschied des Nystagmus nach der nach links und nach rechts erfolgenden Drehung wird durchschnittlich in ca. 22 Tagen kompensiert. 9. Das intracranielle Eindringen der eitrigen Labyrinthitis scheint durch den N. acusticus vom inneren Gehörgang aus zu erfolgen.
Note
原著
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489