Journal of Okayama Medical Association
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阿片ト糖代謝

Noma, Arata
Sasai, Shôichi
Thumnail 39_1592.pdf 693 KB
Abstract
Seit langem ist es von vielen Klinikern wohl beobachtet worden, dass eine kleine Menge Opium bei manchen Diabetikern die Menge des Harnzuckers mehr minder vermindern kann. Wir sind aber über die eigentliche Wirkungsweise des Opiums auf den Kohlehydratstoffwechselvorgang noch nicht vollständig und klar erkundigt, obwohl es schon experimentell bewiesen worden ist, dass das Opium in kleiner Menge alimentäre Hyperglykämie sowie Glykosurie unterdrücken kann, während es in grösserer Menge umgekehrt eine mehr oder weniger deutliche Hyperglykämie herbeiführt, wie es bei Morphium auch der Fall ist. Und die Morphinhyperglykämie wird von manchem auf die Adrenalinausschüttung ins Blut zurückgeführt. Audererseits besteht, wie wohl bekannt, eine innige Beziehung zwischen dem Tonus im vegetativen Nervensystem und dem Zuckerhaushalt. Wir haben also an gut geuährten Kaninchen Versuche mittelst Opiums, Atropins, Gynergens, Adrenalins und Insulins angestellt und etwa die folgenden Resultate erhalten: Tr. opii, täglich 0.5ccm. pro Kg Körpergewicht 4 Tage lang fortgesetzt, subkutan angewandt, rief bei manchen Tieren zwar eine geringfügige Erhöhung des Blutzuckers ersten Tage nur am hervor, während es später an den folgenden Tagen vermisst wurde und sogar danach die Blutzuckersteigerung infolge von peroralem sowie auch von perrektalem Zuckerzufuhr deutlich untergedrückt war, trotzdem es bei intravenöser Zuckerinjektion verstärkt so wie verlängert und auch die Insulinempfindlichkeit der Tiere mehr oder weniger herabgesetzt wurden. Der Glykogenstand in der Leber nahm nicht immer zu, sondern eher herab. Durch Gabe noch grösserer Menge Opiums, und zwar in Menge von 0.75 bis 1.0 ccm., wurde stets eine deutliche Hyperglykämie hervorgerufen. Subkutane Atropininjektion übte keinen merklichen Einfluss auf die Blutzuckerkurve aus, aber durch Gynergen- und auch durch kombinierte Atropin-Gynergen-Injektion wurde fast stets eine lcicht gradige Hypoglykämie herbeigeführt. Nach Iujektion von Atropin oder Gynergen sowie auch von beiden zusammen waren die Hyperglykämie durch peroraler und auch perrektaler Zuckerdarreichung niediger, die durch intravenöser Zuckerapplikation dagegen wesentlich stärker und länger dauernd, und auch die Insulinempfindlichkeit der Tiere mehr minder herabgesetzt. Durch Gynergen wurden die Adrenalin- und die Opiumhyperglykämie deutlich untergedrückt. Aus alldem scheint das Opium gelegentlich auf die alimentäre Blutzuckererhöhung mehr oder weniger hemmend, und zwar hauptsächlich wegen der verlangsamten Resorption des Zuckers aus dem Darm und nicht deswegen, dass es etwa die Zuckerassimilation befördert, zu wirken, und sogar ruft das Opium in grösseren Mengen doch eine deutliche Hyperglykämie, höchst wahrscheinlich durch die Adrenalinaussehüttung ins Blut, fast wie es bei Morphium von manchem angenommen worden ist, hervor. Also darf solch ein Mittel wie das Opium bei Diabetikern, wo schon eine Kohlehydratstoffwechselstörung vorliegt, nur mit grösster Rücksicht augewandt werden.
Note
原著
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489