Journal of Okayama Medical Association
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腦膜炎性迷路炎ノ實驗的研究 第一報告 腦膜炎性迷路炎ニ就テ

Kasai, Tsuneo
Thumnail 37_695.pdf 5.7 MB
Abstract
Der Verfasser studierte die Labyrinthitis des Kaninchens, die sich an die Kuenstlich hervorgerufene Meningitis anschloss. Die Meningitis war derart hervorgerufen, dass verschiedene Bakterienemulsionen (von Streptococcus, Staphylococcus aureus und albus) zwischen dem Hinterhauptbein und ersten Halswirbel in den Subarachnoidealraum eingefuehrt wurden. Die genaue mikroskopische Untersuchung der Schlaefenbeine von zwanzig so behandelten Kaninchen ergab sich folgendes: 1) Wenn die eitrige Meningitis nach der Einfuehrung der Bakterien in dem Subarachnoidealraum des Kaninchens sttatfindet, verbreitet sich die Entzuendung fast immer im Gehoerorgan, besonders im inneren Ohr, so dass sog. meningitische Labyrinthitis entsteht und zwar in der Regel auf beiderseits. 2) Der Grad solcher Labyrinthitis ist je nach der Spezies und Virulenz der Bakterien verschieden, aber allgemein gesagt ist die Wiederstandskraft des Kaninchens gegen Staphylococcus aureus schwaecher als gegen Streptococcus. Zu betrachten ist noch der Umstand, dass die Staphylokokken vorzugsweise Gefaesse und Knochen angreifen und demgemaess die Mittelohrentzuendung gewoehnlich mit der Labyrinthitis gleichzeitig geschieht. 3) Die Entzuendung der Meninges wird hauptsaechlich durch den Aqueductus cochleae in das innere Ohr uebermittelt. Ausserdem verbreitet sich die Entzündung dorthin mittelst Blutbahnen. Sogar unter Umstaenden sieht die Verbreitung aus, als obes nur mittelst Blutbahnen geschieht, so dass Blutbahnen als Infektionsweg von grosser Bedeutung sind. Der innere Gehoergang kann ohne Zweifel zwar auch ein Infektionsweg sein, aber es scheint nur selten. Der Aqueductus vestibuli als Infektionsweg wurde niemals nachgewiesen. 4) Die Veraenderung im Labyrinth ist hauptsaechlich eine eitrige Entzuendung des perilymphatischen Raumes. Die Entzuendung im endolymphatischen Raum ist eine Folgeerscheinung der des perilymphatischen. Die Labyrinthitis ist gewoehnlich auffallendest an der Schnecke, besonders am Anfangsteile des Scala tympani, naechst am Vorhof, geringst an den Bogengaengen. 5) Histologisch entsteht die Labyrinthitis in verschiedenen Formen, naemlich seroeser, fibrinoeser, eitriger, haemorrhagischer oder proliferativer, aber in der Regel in gemischter Form und sie ist selten eine Entzuendung einfacher Form zu sehen. 6) Die proliferativen Vorgaenge im Labyrinth kommen sehr fruezeitig ins Vorschein. Schon nach 40 Stunden wurde einst eine bedeutende Bindegewebswucherung beobachtet. Nach einmomatlichem Ablauf kann man Knochenneubildung nachweisen. 7) Der Ort, wo zunaechst eine proliferative Entzuendung befunden wird, ist der Aqueductus cochleae. 8) Das Endost des Labyrinthes ist sehr empfindlich gegen eine entzuendlichen Reiz und wuchert leicht das Bindegewebe, um den nachfolgenden Heilungsprozess zu beschleunigen. 9) Das Nervengewebe wird beschaedigt hauptsaechlich direkt von eitriger Infiltration. Die Zellen des Ganglion spirale leiden Schaden leichtest, die des Ganglion vestibulare nicht so leicht. 10) Unter den Geweben des inneren Ohres wird das Cortische Organ beschaedigt am leichtesten, auch Ligamentum spirale leicht. Solche Tatsachen sind von grosser Bedeutung bei der Labyrinthitis. 11) Die bei der experimentellen Meningitis entstandene Mittelohrentzuendung kommt zum Teile durch die Fenstra vestibuli vor, aber ohne dekte Beziehung mit Labyrinthitis entsteht das nicht selten. 12) Was die Taubheit und Funktionsstoerung des Vestibularapparates nach der Meningitis anbetrifft, so ist der Verfasser der Meinung, dass es auf die Organisation der Labyrinthhoehle nach der Zerstoerung des Labyrinthes zurueckzufuehren ist.
Note
原著
ISSN
0030-1558
NCID
AN00032489